Cassis-Plätzchen zum Tee

01_fb_BannerDas Knusperstübchen feiert seinen ersten Geburtstag und zu diesem Anlass hat Sarah dazu aufgerufen ein knuspriges Rezept für ihre Tea Party beizusteuern. Jetzt zur Weihnachtszeit backt man ja ohnehin sehr viel und das eignet sich alles natürlich auch ganz hervorragend zu so einem Anlass. Werde würde schließlich nicht auf die Idee kommen zu einem Geburtstagstee in der Vorweihnachtszeit auch ein paar Plätzchen anzubieten? Und deswegen gibt es von mir jetzt leckere, mit Johannisbeermarmelade gefüllte und mit Cassisguss verzierte Plätzchen.

Cassis3Zutaten:
180g Butter
80g Zucker
300g Mehl
Salz, Vanille
100g Johannisbeerkonfitüre
100g Puderzucker
4 EL Cassis
Rote Lebensmittelfarbe

Alle Zutaten bis auf Konfitüre, Puderzucker und Cassis werden zu einem glatten Teig verknetet. Dafür ist es zweckmäßig, wenn die Butter nicht gerade frisch aus dem Kühlschrank kommt, sondern Zimmertemperatur hat. Alternativ kann man sie natürlich in der Mikrowelle etwas erwärmen, wenn man so wie ich, nicht rechtzeitig daran gedacht hat, dass man ja noch backen möchte. Ich habe den Zucker durch selbstgemachten Vanillezucker (eine oder mehrere ausgekratzte Vanilleschoten in ein Glas mit Zucker geben und tagelang, wochenlang, monatelang stehenlassen) ersetzt, dann braucht man gar nicht mehr unbedingt weitere Vanille. Hat man gerade nicht so viel Vanillezucker da (gekauft ist der ja doch zu teuer, um da 80g von in den Teig zu geben), nimmt man am besten das Mark einer Vanilleschote und setzt dann selbstgemachten Vanillezucker fürs nächste Jahr an.
Der fertige Teig kommt, in Folie gewickelt, für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank. Danach wird er auf einer bemehlten Fläche etwa 3mm dünn ausgerollt und man ärgert sich, dass er dabei ständig zerbricht, knetet ihn deswegen noch einmal mit den Händen weich und hätte sich wahrscheinlich die Aktion mit dem Kühlschrank auch einfach sparen können. Frisch aus dem Kühlschrank ist der Teig einfach zu bröselig, um ihn gut zu verarbeiten, wird er zu warm, ist er allerdings sehr weich. Ich habe ziemlich viel Mehl beim Ausrollen gebraucht, um zu verhindern, dass der Teig am Nudelholz klebte. Cassis1
Aus dem ausgerollten Teig sticht man auf jeden Fall Herzen, Sterne oder was einem sonst so beliebt aus. Zu filigrane Teile sind nicht so praktisch. Keksstempel sind auch nicht praktisch. Ich habe das mit dem Keksstempel ausprobiert, es hat leidlich gut geklappt, aber der Teig ist dafür doch eigentlich zu klebrig. Beim zweiten Mal ließ sich der Teig recht gut ausrollen, also nachdem ich die ersten Ausstechreste wieder zusammengeknetete hatte, beim dritten Mal war er dann recht bröselig, weil ich wie gesagt doch einiges an Mehl beim Ausrollen darüber streuen musste.
Die ausgestochenen Plätzchen kommen jedenfalls bei 190°C für 10 bis 12 Minuten in den Backofen. Man kriegt das ja nicht immer so hin, dass der Teig wirklich überall gleich dünn ist, man sollte aber schauen, dass man Plätzchen gleicher Dicke zusammen bäckt, sonst geht es einem wie mir und ein Teil der Plätzchen wird eigentlich zu dunkel. Das war jetzt nicht extrem schlimm, verbrannt sind sie mir ja nicht, aber die dünnen Plätzchen hätten ein, zwei Minuten vor den dicken aus dem Ofen gewollt eigentlich.
Cassis2Glücklicherweise kann man bei gefüllten Plätzchen derlei Missgeschicke ganz gut wieder kaschieren, indem man die dunkleren Kandidaten einfach als untere Plätzchen verwendet. Nachdem die Plätzchen ausgekühlt sind, wird nämlich die Hälfte davon mit der Johannisbeerkonfitüre bestrichen, die man vorher ein wenig erwärmt hat, damit das besser geht. Man kann auch Gelee verwenden. Oder diese Marmelade, die damit prahlt ganz samtig und vor allem ohne Kerne zu sein. Also wichtig das das „ohne Kerne“.
Auf die mit Konfitüre bestrichenen Plätzchen setzt man jetzt jeweils eines, das noch keinen Überzug hat. Das ist der zweite Grund, der gegen Keksstempel spricht, zumindest bei der Hälfte der Plätzchen sieht man diesen eh nicht, weil er ja mit einem zweiten Plätzchen zugeklebt wird.
Aus Puderzucker und Cassis rührt man jetzt einen eher dicken Guss. Cassis wird leider, wenn er nicht mehr ganz frisch ist, schnell bräunlich und deswegen ist auch mein Guss bräunlich geworden, fast so, als hätte ich nicht Johannisbeerlikör, sondern Kaffee genommen, um ihn anzurühren. Der Likör ist wegen der Farbänderung nicht schlecht, so viel Alkohol und Zucker wie da drin ist, das wird nicht so schnell schlecht, aber es sieht halt nicht mehr soooooo schön aus. Wenn man hat, kann man das mit roter Lebensmittelfarbe kompensieren. Ich hatte nicht und blau oder grün fand ich jetzt doch irgendwie unpassend. Deswegen habe ich ein bisschen Dekorpuder in rot-metallic auf den Zuckerguss gegeben noch. Dieses Dekorpuder ist nicht ganz günstig, wenn man es mit einem kleinen Pinsel aufträgt, braucht man aber auch nur ganz wenig davon. Weil der Zuckerguss noch feucht war, habe ich es allerdings mit einem Löffelstiel vorsichtig darüber gestreut. Dafür brauchte ich auch nur sehr wenig.
Cassis4
Eigentlich sind die Plätzchen ja relativ langweilige Butterplätzchen, aber durch die Füllung aus Marmelade und den Guss mit Cassis bekommen sie einen tollen Pfiff und eigenen sich wie ich finde wirklich großartig für einen Geburtstagstee. In diesem Sinne: Alles Gute dir und dem Knusperstübchen liebe Sarah!

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