Category Archives: Blogevent

Himbeer-Marmorkuchen

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Es gibt mal wieder etwas zu feiern. Und zwar den ersten Bloggeburtstag von Christinas Blog nekcab. Ende letztes Jahr habe ich bei ihr auf dem Blog bei ihrer Adventskalenderaktion mitgemacht und weihnachtliche Shortbread-Bites beigesteuert, was ein kleines Drama war, weil das gerade die Zeit war, als mein alter Backofen den Geist aufgab und nicht mehr richtig geheizt hat. Und bei Shortbread ist es doch relativ wichtig fürs Gelingen, dass der Backofen auch heiß genug ist. Am Ende habe ich damals dann bei meinen Eltern gebacken.
Mittlerweile habe ich zum Glück ja wieder einen eigenen, funktionierenden Backofen und deswegen konnte ich den Kuchen für den ersten Bloggeburtstag von nekcab bei mir zuhause backen. Christina hatte sich Kleinigkeiten gewünscht, deswegen gibt es drei kleine Himbeer-Marmorkuchen für sie. Die Formen dafür sind Königskucheneinwegbackformen mit den Maßen 158 x 55 x 55 mm, die man im 3er-Pack bei DM kaufen kann. Ich mag die total gerne, weil man die gleiche Teigmenge braucht, wie für eine normale große Kastenkuchenform, man aber besser portionieren kann, wen man mal nur für wenige Leute Kuchen backt. So isst man einfach am Wochenende mit dem Besuch nur 2 der kleinen Kuchen und der dritte ist auch unter der Woche noch nicht vertrocknet und kann als Kaffeekuchen mit ins Büro. Total super!
IMG_0308Zutaten (für 3 kleine oder 1 normale Königskuchenform)
250g Mehl
180g Zucker + 1 EL für das Himbeermark
½ Päckchen Backpulver
1 Prise Salz
200ml Öl
4 Eier
Saft einer halben Zitrone
Ca. 100g Himbeeren
100g Kuvertüre nach Wahl
Ich hab zuerst das Himbeermark vorbereitet. Dafür habe ich die Himbeeren in einem kleinen Topf mit einem Schluck Wasser und aufgekocht und einen Esslöffel Zucker untergerührt. Die Himbeeren zerfallen ja sehr schnell zu einem Fruchtpüree, ganz ohne dass man einen Pürierstab bemühen muss. Das Püree streicht man dann durch ein Sieb um die Kerne loszuwerden.
Dann verrührt man Mehl, Zucker, Salz und Backpulver kurz miteinander, gibt Öl und Eier hinzu und rührt daraus einen glatten Teig. Wie bei fast allen meinen Kastenkuchenrezepten, kann man das mit einem großen Löffel oder Schneebesen machen. Der Teig wird nun in zwei Hälften geteilt und unter die eine Hälfte rührt man den Saft der halben Zitrone und unter die andere Hälfte das Himbeermark.
Und dann kann auch schon marmoriert werden. Man füllt also erst den einen Teig zu gleichen Anteilen in die drei Formen und dann den anderen und kann dann noch vorsichtig ein kleines bisschen mit einem Löffel den oberen Teig unter den unteren heben, aber nicht zu viel, schließlich wollen wir einen schönen Marmoreffekt und nicht beide Teigsorten miteinander verrühren.
Die Kuchen kommen nun in den Backofen, und zwar bei 175°C für etwa 55 Minuten (wenn ihr eine große, statt der drei kleinen Formen verwendet braucht der Kuchen etwa 70 bis 75 Minuten, passt dann auf, dass er oben nicht zu dunkel wird und deckt ihn zur Not die letzten 15 bis 20 Minuten mit Alufolie oder so ab).
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Nach dem Backen lasst ihr die Kuchen auskühlen, schmelzt die Kuvertüre und bestreicht die Kuchen damit. Ich hab für die Version für nekcab Vollmilchkuvertüre genommen, ich hatte den Kuchen aber auch schon mal als Gugelhupf mit doppelter Teigmenge gebacken und dann mit weißer Kuvertüre bestrichen, ich fand beides sehr gut.
Und warum der mit Himbeermark verrührte Teig lila und nicht rosa wird, das weiß ich leider auch nicht, aber hübsch ist es ja trotzdem und sehr lecker auch, also kann ich damit leben. Blaubeeren machen ja auch grauen Teig, statt lilablauen. Das muss wohl so und ich hatte keine Lust da mit Lebensmittelfarbe nachzuhelfen.
Liebe Christina, ich hoffe meine kleinen Kuchen gefallen dir und ich wünsche dir und deinem Blog alles Gute für viele weitere Jahre!
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Pierogi z mięsem/ Piroggen mit Hackfleisch

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Zuletzt sind auf den Blogs ja die Rezepte mit Fußball- beziehungsweise EM-Bezug mal wieder wie Pilze aus dem Boden geschossen. Ich hatte ja auch schon ein Rezept dazu gepostet. Und ja, ich gestehe, ursprünglich wollte ich noch mehr Rezepte dazu posten, das hat sich nur bisher noch nicht ergeben. Ich bin nämlich, obwohl ich eine Frau bin, durchaus passiv fußballbegeistert. Oder vom passiven Fußball begeistert? Also mit der Idee, dass ich Fußball spielen soll, konnte man mich jedenfalls schon immer jagen, ich hasse Ballsportarten jeglicher Art. Wahrscheinlich aufgrund schwerwiegender Traumata in der Schulzeit oder so, ihr kennt das ja. Aber Fußball gucken? Immer gerne! Ich habe auch, mal wieder, mehr Spiele gesehen als mein Freund.
Blogevent EuropaKochen 2016 - Wir kochen uns durch EuropaAber genug der Vorrede, das ist ja hier ein Foodblog und kein Sportblog (soll ich einen aufmachen? Wenn ihr glaubt, dass ich bestimmt einen total genialen Sportblog machen würde und ihr mir versprecht den alle zu lesen, dann mach ich das! Schreibt mir das einfach als Kommentar.). Heute spielte Polen gegen Portugal. Und ich habe euch ein polnisches Rezept mitgebracht. Ich mag die polnische Küche sehr und so kam es mir sehr gelegen, dass bei Peters Blogevent „EuropaKochen 2016“ noch ein Plätzchen für polnische Gerichte frei war. Ich glaube fast, dass ich, wenn ich es nicht vergesse, bei Gelegenheit nochmal ein paar Worte zur polnischen Küche verlieren muss, aber jetzt geht es erstmal zu einem polnischen Nationalgericht: Pierogi z mięsem, Piroggen mit Hackfleischfüllung.
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Zutaten:
400g Mehl (evtl. etwas mehr)
1 Ei
warmes Wasser
250g Hackfleisch (Rind- oder gemischt)
2 Schalotten (oder eine normale Zwiebel)
1 EL Butter
Salz, Pfeffer, Oregano

Zuerst bereitet man aus dem Mehl und dem Ei einen schön geschmeidigen Nudelteig, damit das klappt muss man noch etwas warmes Wasser hinzufügen. Bei mir waren es ca. 150-200ml, aber eigentlich hatte ich hinterher doch das Gefühl, dass es ein wenig zu viel Wasser was. Also gebt das Wasser beim Verkneten des Teiges nach und nach hinzu. Wenn es zu viel ist, kann man das natürlich auch durch Zugabe von etwas weiterem Mehl wieder retten.
Wenn der Teig fertig ist, darf er ein bisschen ruhen, während die Füllung zubereitet wird. Dazu die Schalotten in kleine Würfel schneiden und in der Butter anschmelzen. Sie sollen ein bisschen Farbe bekommen, aber auch nicht zu dunkel werden. Die angeschwitzten Schalotten werden unter das rohe Hackfleisch geknetet, welches dann noch mit Salz, Pfeffer und Oregano gewürzt wird.
Nun kommt der kniffligste Teil: der Teig muss sehr dünn ausgerollt werden. Also es muss jetzt nicht so dünn sein, wie der frische Nudelteig, den man im Laden kaufen kann, aber so 3mm dünn wäre schon gut. Hier bin ich ein bisschen gescheitert glaube ich, aber dazu gleich mehr. Aus dem sehr dünn ausgerollten Teig sticht man nun mit einem Glas oder einer kleinen Schüssel oder so Kreise aus. Ich habe mir, vorrausschauend wie ich bin, vor kurzem so ein Teigtaschenzubereitedings gekauft, das bringt seinen eigenen Ausstecher mit, der einen Durchmesser von etwa 85mm hat. Kleiner ist aber auch nicht schlimm, größer auch nicht, aber dann wird es sehr groß.
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Die Teigkreise füllt man nun jedenfalls mit der rohen Füllung. Ich habe pro 85mm Kreis etwa einen Teelöffel Füllung gebraucht, vergessen mitzuzählen wie viele Teigtaschen ich hatte und am Ende war Teig für ein oder zwei Piroggen übrig. Zum Füllen gibt man also etwas Füllung in die Mitte des Kreises und faltet ihn dann zu einem Halbkreis zusammen. Ich hab das mit meinem Teigtaschendings gemacht, man kann aber auch mit den Fingern oder einer Gabel den Rand zusammendrücken.
Nun sind die Pierogi fast fertig, sie müssen jetzt nur noch ein paar Minuten in siedendem Salzwasser garziehen. Dazu gibt man sie einzeln mit einem Schaumlöffel in das siedende Wasser und wartet, bis sie oben schwimmen und fischt sie dann wieder raus. Also man kann selbstverständlich mehrere auf einmal im Topf haben, aber man sollte sie nacheinander hineintun. Die Teigtaschen quellen im Topf auf, deswegen fand ich meine schon ganz schön groß hinterher, also man kann die ruhig kleiner machen.
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Jetzt sind die Piroggen soweit fertig und schon sehr lecker. Man kann sie zum Beispiel mit in Butter geschmelzten Zwiebelwürfeln servieren. Oder aber man brät sie noch in etwas Butter in der Pfanne an. Das kann man übrigens auch sehr gut am nächsten Tag machen, wenn man welche übrig hat.
Ein paar Hinweise: ohne weitere Beilagen sind es bei mir zwei gute Portionen gewesen. Also fast drei, aber es war so lecker, deswegen doch nur zwei. Dass die Teigtaschen recht groß waren und ruhig kleiner als meine 85mm werden dürfen sagte ich ja schon. Und ganz wichtig: solange die Piroggen noch roh sind kleben sie relativ schnell aneinander fest, legt sie also besser nicht aufeinander beim Zusammenbasteln (ich hab das für euch getestet, war blöd). Oder bestäubt sie relativ üppig mit Mehl. Den Teig dünn genug auszurollen ist dann noch so eine Sache, das muss ich wohl noch üben. Oder ich lege mir endlich eine Nudelmaschine dafür zu. Geschmacklich waren meine Täschchen prima, aber ich hätte den Teig trotzdem gerne etwas dünner gehabt.
Insgesamt sind Piroggen nicht schwer, aber es ist eben immer viel Arbeit, so Teigtäschchen zuzubereiten. Deswegen bietet es sich eigentlich an gleich eine größere Menge zu machen und dann einen Teil roh einzufrieren. Und dann kann man auch gleich noch mit den Füllungen experimentieren. Sehr beliebt ist es in Polen zum Beispiel auch, die Piroggen mit einer Füllung aus Kartoffeln und Hüttenkäse oder Quark zu machen. Oder aber mit Sauerkraut und Pilzen.
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Weiße Schoko-Erdbeer-Cupcakes

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Endlich gibt es wieder regionale Erdbeeren! Ich freue mich so darüber. Ich liebe frische Erdbeeren, aber die Gewächshauserdbeeren aus Südafrika oder wo die sonst so herkommen, die man das ganze Jahr hier kriege, die sind einfach nur steinhart und schmecken nach gar nichts. Da sind mir die deutschen Erdbeeren einfach deutlich lieber, die zwar super schnell schlecht werden, aber auch super lecker schmecken, wenn sie direkt vom Erdbeerfeld auf den Teller hüpfe. Und mal ehrlich, die steinharten Gewächshausbeeren werden ja auch extrem schnell schlecht.
Und auch wenn ich weiße Schokolade sonst nicht so mag, weil sie mir zu süß ist und irgendwie einfach nicht so meine Lieblingssorte, zusammen mit Erdbeeren ist weiße Schokolade einfach traumhaft gut. Also frische Erdbeeren mit weißer Schokolade oder Kuvertüre überzogen, sind so für sich schon ein Traum.
Diesen Traum habe ich heute aber für euch in Muffins gebacken, zu dem Zwecke damit Tobias, den Kuchenbäcker, zu seinem Geburtstag zu gratulieren.
IMG_0051Zutaten für 12 Muffins:
200g Mehl
50g Speisestärke
100g Zucker
½ Päckchen Backpulver
1 Prise Salz
1 Ei
250ml Buttermilch
80ml Rapsöl
200g Erdbeeren
50g geriebene weiße Schokolade
Buttercreme:
125g Butter
100g Puderzucker
50g weiße Schokolade
3-4 EL Sahne

Wie ich das immer so mache, habe ich zuerst die trockenen Zutaten miteinander verrührt. Dann habe ich das Ei, die Buttermilch und das Öl dazugegeben und alles mit einem Löffel zu einem relativ glatten Teig verrührt. Als nächstes habe ich die weiße Schokolade in den Teig geraspelt, mit so einer Küchenreibe, wie man sie auch zum Käsereiben nimmt, ihr kennt die Dinger ja bestimmt und hinterher wieder alles verrührt. Und dann habe ich von meinen heute frisch gekauften Erdbeeren 200g in kleine Stücke geschnitten und ebenfalls kurz unter den Teig gehoben. Damit war dann der erste Teil der Geburtstagsmuffins schon fertig und diese durften dann bei 160°C Umluft für etwas über 25 Minuten in meinen neuen Midi-Backofen (davon erzähle ich euch bei Gelegenheit auch nochmal mehr, aber heute geht es ja um die Geburtstagsmuffins für Tobias).
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Nach dem Backen waren die Muffins noch sehr hell, sie hätten womöglich noch ein paar Minuten mehr verkraftet, aber ich wollte sie ja auf der anderen Seite auch nicht zu dunkel und zu trocken backen und wie immer müsst ihr das ja ohnehin mit eurem Backofen ausprobieren, ist ja jeder anders. Jedenfalls haben die Muffins schon ganz extrem lecker geduftet, als ich sie so frisch aus dem Backofen genommen habe und es ist wohl allein der Tatsache zu verdanken, dass ich mir nicht die Zunge verbrennen wollte, dass ich nicht sofort mindestens einen probiert habe.
Ich empfehle übrigens die Küchlein entweder in Silikonmuffinformen zu backen oder in Papierförmchen. Durch die Erdbeeren sind sie sehr weich und ich kann mir vorstellen, dass man sie niemals heile aus einer Form kriegt, die nicht flexibel ist, wenn man keine Papierförmchen benutzt. Aus meinen Silikonformen sind sie dafür aber fast von allein heraus gehüpft.
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Kommen wir aber mal endlich zur Buttercreme: auch für die Buttercreme braucht man geraspelte, weiße Schokolade oder Kuvertüre, ich habe die auch wieder mit so einer Reibe selbst gerieben, das ist eigentlich ganz einfach, man flucht aber irgendwann trotzdem ein bisschen, weil einem Finger oder Hände weh tun. Hilft aber nix, muss man durch. Über die Schokoraspeln gießt man die heiße Sahne. Ich habe die Sahne in meinem neuen Midi-Backofen, der auch eine Mikrowellenfunktion hat, bei 900 Watt ca. 20 Sekunden erhitzt, in einem Topf auf dem Herd geht das aber natürlich auch, für so eine kleine Menge Sahne fand ich das aber doch eher unpraktisch und ziemliche Energieverschwendung. Die Schokoraspel sind ja sehr klein, die schmelzen praktisch sofort, wenn man die Sahne drüber gießt, trotzdem sollte man noch kurz umrühren, damit man eine halbwegs glatte Maße hat.
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Nun schlägt man die zimmerwarme Butter cremig auf, siebt ein Drittel des Puderzuckers hinzu, schlägt alles weiter auf, gibt die Hälfte der Schokocreme dazu, schlägt weiter, dann siebt man wieder ein Drittel des Puderzuckers dazu, schlägt weiter, dann kommt die zweite Hälfte der Schokocreme und nach weiterem Schlagen siebt man erstaunlicherweise auch das dritte Drittel Puderzucker in die Creme und schlägt alles noch einmal weiter auf. Eigentlich auch kein Hexenwerk, nur viele kleine Einzelschritte, die insgesamt ein paar Minuten kosten. Dafür kann man die so entstandene, extrem leckere, Buttercreme nun in einen Spritzbeutel füllen und die Törtchen damit dekorieren. Und wer mag setzt dann noch eine kleine Erdbeere oben drauf.
Weil ich mich so gefreut habe, wie grandios die Buttercreme mit meiner neuen Spritztülle aussieht, habe ich nur ein paar der Törtchen noch mit Erdbeeren verziert, man soll ja auch was von den wunderschönen Buttercremekringeln sehen. Außerdem hatte ich auch schlicht nicht genug so kleine Erdbeeren, die dann auch noch schön genug waren, um als Deko zu dienen.
So, und jetzt bleibt mir nur noch, euch ganz dringend dazu zu raten diese Törtchen nachzubacken, weil sie einfach extrem lecker sind. Ich sag nur: Erdbeeren und weiße Schokolade! Ein Träumchen!
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Schwarzwälder Marmorkuchen

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Wie zumindest ein paar meiner Leser, die mich auch persönlich kennen, wissen, hege ich neben meiner Leidenschaft für gutes Essen und gute Bücher auch eine für gute Brettspiele in lustiger Runde. Glücklicherweise bin ich da nicht die einzige in meinem Freundes- und Bekanntenkreis und deswegen treffe ich mich immer wieder mit Freunden zum Spielenachmittag. Damit für die Verköstigung gesorgt ist, bringe ich meistens einen Kuchen mit und in diesem Zusammenhang habe ich dann heute auch mal den neuen Tag #Spieletagkuchen eingeführt. Damit kann ich dann auch gleich mal ein paar alte Rezepte taggen, zum Beispiel meinen geliebten Barbarakuchen finde ich für solche Events sehr passend, weil er schnell gemacht ist und eigentlich von allen gemocht wird. Das heutige Marmorkuchenrezept hat aber auch großen Anklang bei allen ohne Nussallergie gefunden.
MarmorSWZutaten:
370g Mehl
200g Zucker
1 Päckchen Backpulver
200ml Rapsöl
5 Eier
200ml Sahne
100g geriebene Haselnüsse
100g Schokolade (Zartbitter)
½ bis ¾ Glas Schattenmorellen
Nach Belieben: Kuvertüre zum Verzieren

Wie immer werden zuerst die trockenen Zutaten miteinander vermischt, vor allem damit es keine unschönen Backpulverklümpchen gibt. Dann fügt man das Rapsöl und die Eier hinzu und verrührt alles zu einem glatten Teig. Dazu kann man den Mixer bemühen, muss man aber nicht unbedingt, ein stabiler großer Löffel oder ein stabiler Schneebesen tun es auch und verbrauchen deutlich weniger Strom. Den Teig teilt man in zwei etwa gleich große Teile. Jetzt schmilzt man die Schokolade in 100ml der Sahne und verrührt diese Schokosahen mit der einen Teighälfte, unter die andere Teighälfte mischt man die anderen 100ml Sahne und die Haselnüsse.
Jetzt füllt man zuerst den einen Teig, dann die abgetropften Sauerkirschen und dann den anderen Teig in eine Guglhupfform. Wenn man möchte kann man das natürlich dabei auch ein kleines bisschen vermischen, damit eine richtige Marmorierung entsteht, ich habe darauf aber verzichtet. Ich habe den Kuchen zuerst bei 180°C (Umluft) in den vorgeheizten Backofen geschoben, nach einer halben Stunden aber die Temperatur auf 160°C runtergeschaltet, weil ich Sorge hatte, dass der Kuchen sonst zu dunkel wird, das passiert mir ja sonst öfter. Insgesamt war der Kuchen etwa 70 Minuten im Ofen und danach gut durch, aber nicht zu dunkel.
MarmorkuchenBuntSWIch habe ihn mit einem Überzug aus etwa 150g Zartbitterkuvertüre verziert. Den Trick den ich dazu genutzt habe kennt ihr vielleicht schon, ich beschreibe das Verfahren trotzdem nochmal kurz: die Kuvertüre wird geschmolzen (logisch) und dann in die Silikonbackform gegossen, in der man den Kuchen gebacken hat. Diese schwenkt man nun ein wenig, sodass sich die Kuvertüre gut an den Seiten verteilt, man kann auch mit einem Backpinsel die Kuvertüre in der Form verstreichen, dann setzt man vorsichtig den Kuchen wieder in die Form und lässt alles richtig gut, also am einfachsten über Nacht, aushärten, bevor man die Silikonform vorsichtig vom Kuchen pellt. Die Form, die ich benutzt habe ist sehr fest, deswegen war das gar nicht so einfach, die recht engen Formen haben das Ihrige dazu getan, aber grundsätzlich sind so Silikonformen ja eben flexibel und können deswegen am Kuchen auf links gedreht werden und dann kann man den Mittelteil recht gut rausziehen. Grundsätzlich ist das echt narrensicher und die Glasur des Kuchens sieht hinterher natürlich richtig schick ordentlich aus. Ich habe sie dann noch mit ein wenig weißer Kuvertüre verziert, weil pur Zartbitter so langweilig aussah.

So, und ich nehme mit diesem schicken Kuchen am Black & White Blogevent von Ina isst teil, weil was eignet sich besser für schwarz-weiße Fotos, als ein Marmorkuchen? Der schreit doch förmlich danach. Oder das Event schreit förmlich nach Marmorkuchen? Wie rum auch immer, ich finde das passt, weil man tatsächlich fast nicht merkt, welches Bild schwarz-weiß und welches bunt ist, also wenn man sich den blauen Teller in weiß oder schwarz denkt…
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P.s.: Übrigens ist der Kuchen wirklich richtig, richtig saftig, auch nach 2 oder 3 Tagen noch. Da ein recht großer Kuchen herauskam, blieb nämlich beim Spielenachmittag etwas Kuchen übrig, der auch zwei Tage später in der Berufsschule noch top schmeckte und der Kuchen war ja schon einen Tag vorher gebacken worden.

FoodBloggerbilanz 2015

Das Jahr 2015 ist um und zusammen mit einigen anderen Foodbloggern ziehe ich Bilanz. Initiiert hat die Aktion dieses Mal Giftigblonde und mitgemacht haben schon richtig viele Foodblogger und ein paar weitere kommen vielleicht auch nach mir noch dazu.

1. Was war 2015 dein erfolgreichster Blogartikel?
IMG_0379Meine mit Spinat und Hackfleisch gefüllten Paprika, die ich auch wirklich nur weiterempfehlen kann, weil einfach zuzubereiten und sehr lecker. Ich liebe außerdem die Fotos dazu, die sind auf jeden Fall in der Top 10 bei meinen gelungensten Foodfotos. Sehr beliebt war aber auch mein Haferflockentassenkuchen, der die Paprika womöglich überholt hätte, wenn ich ihn nicht viel später verbloggt und auch weniger „beworben“ hätte.
2. Welche drei deiner eigenen Blogartikel aus diesem Jahr haben dir persönlich am meisten bedeutet?
Herzblut steckt in jedem meiner Artikel, sei es nun sowas banales wie Zwiebelgemüse, das übrigens richtig lange auf meiner To-Do-Liste stand, bevor ich es endlich verbloggt habe, oder meine erste Fondant-Torte. Natürlich war die Torte viel mehr Arbeit, aber schließlich mag ich jedes Rezept und hoffe dass ich mit jedem Artikel dem einen oder anderen Inspiration oder Unterhaltung oder nützliche Information oder was auch immer biete. Daher ist natürlich auch meine erste Kochbuchrezension etwas, was mir viel bedeutet hat, obwohl ich mit dem Buch gar nicht warm wurde. Aber alle anderen Kochbuchrezensionen waren mir eben auch wichtig.
3. Und welche drei aus anderen Blogs haben dich am meisten inspiriert?
Drei Artikel, die mich besonders inspiriert haben kann ich nicht nennen. Eine Liste mit 50 könnte ich vielleicht machen, aber sein wir ehrlich, da will sich dann eh keiner durchklicken, nicht mal ich selbst. Dafür nenne ich an dieser Stelle mal 3 meiner Lieblingsblogs, wobei auch das keine Top 3 ist, sondern eben 3, die ich sehr mag. Zum einen ist das Kochliebe, einer der Blogs, denen ich schon am längsten folge. Dann Zucker im Salz, wegen der wirklich tollen Fotos. Ich habe bei Andrea 2015 auch ihren Kurs Food2Shoot besucht, den ich nur empfehlen kann und wo immer noch mein Blogartikel zu aussteht… Und dann habe ich auch beim Knusperstübchen immer wieder gerne reingeschaut, da stehen noch richtig viele Rezept auf meiner Liste, die ich auch mal ausprobieren möchte.
4. Welches der Rezepte, die du 2015 veröffentlicht hast, hast du selbst am häufigsten gekocht – und warum?
IMG_9382Ich führe nicht Buch darüber was ich wie oft koche, aber man erinnert sich natürlich, was man oft gemacht hat. Meinen oben schon einmal erwähnten Haferflocken-Tassenkuchen für die Mikrowelle habe ich öfter gemacht, einfach weil er so schnell geht und sich auch prima im Büro als Nachtisch machen lässt. Auch mit Haferflocken und öfter gebacken habe ich den schwedischen Haferflockenkuchen, weil der ebenfalls schnell geht, mein Freund fand ihn sehr toll und es ist halt mehr als eine Portion.
5. Welches Koch- oder Blog-Problem hat dich 2015 beschäftigt? Und hast du es gelöst?
Zeitmangel. Ich hab eigentlich noch so viele Ideen, was ich gerne alles machen möchte, also Rezepte, die ich noch bloggen möchte, aber auch Blogparaden oder der Rezeptindex, den ich endlich mal machen möchte. Aber auch meine Woche hat nur 7 Tage á 24 Stunden und neben dem Blog gibt es ja noch viele andere Dinge, für die ich auch Zeit brauche. Und als ich mir dann noch Anfang November den linken Oberarm gebrochen habe, hat das die Sache nicht direkt verbessert, einarmig Tippen ist nämlich sowas von unergonomisch, außerdem kocht und fotografiert es sich mit einem Arm auch deutlich schlechter. Soll heißen, ich habe das Problem nicht gelöst, sondern im Gegenteil ehr verschlimmert. Aber irgendwas ist ja immer.
6. Was war deine größte kulinarische Neuentdeckung dieses Jahres – welches Lebensmittel, welches Rezept, welche Küchentechnik, welcher Geschmack hat dir eine völlig neue Welt eröffnet?
Mein Bruder sagt, ich soll Nudelsalat schreiben, aber Nudelsalat kenne ich ja schon länger und ich habe das Rezept für den Nudelsalat, den es bei uns traditionell am 24. Dezember gab, auch schon verbloggt. Leider ohne Bilder bisher, das muss ich echt mal ändern (Edit: Wie es der Zufall so will, hat mein Bruder sich von diesem Beitrag inspirieren lassen und den Nudelsalat gemacht, sodass ich jetzt endlich mal ein paar Fotos machen konnte). Aber zurück zum Thema: ich glaube meine größte kulinarische Neuentdeckung dieses Jahr war erstaunlicherweise Buttercreme, mit der ich z.B. Nougatbuttercremetörtchen gemacht habe und auch häufiger Cupcakes verziert habe(teilweise auch ohne darüber zu bloggen). Ich hab tatsächlich erst 2015 angefangen mich mit Buttercreme in meiner Küche anzufreunden, man mag es kaum glauben.
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7. Was war der beste (oder lustigste) Suchbegriff, über den Besucher auf dein Blog gekommen sind?
„BDSM, ich muss Fisch mit Schokolade essen“ und „Fondant Torte BDSM“ waren ganz klar meine persönlichen Highlights, weil sie so schön wichtige Inhalte meines Blogs vereinen: Essen und erotische BDSM-Literatur die ich rezensiert habe. Ich bin vollends begeistert, über was man meinen Blog so findet. Die BDSM-Motivtorte wird es womöglich irgendwann geben, wenn mein Ärmchen wieder für mehr Feinmotorik taugt.
8. Was wünschst du dir und deinem Blog für 2016?
Besseres Zeitmanagement. Dass ich mich bei meinen Fotos weiterentwickel. Dass ich ein paar Dinge endlich mal umgesetzt kriege, zum Beispiel den schon ewig geplanten Index sowohl für Rezepte, als auch für Rezensionen. Und natürlich vor allem, dass ihr mich alle weiter lieb habt und lest und mich an alle eure Freunde weiterempfehlt und Spaß an meinen Rezepten habt.

Weihnachtswichtelein, Walnusslikör und trockenes Pesto


Banner Weihnachtswichteln hoch
Wichteln erfreut sich zu Weihnachten ja bei vielen großer Beliebtheit. Und auch ich finde die Idee dahinter wirklich schön, fast egal in welcher Variante man denn nun wichtelt. Trotzdem habe ich in meinem Leben bisher nur extrem selten gewichtelt. In der Schule und im Schwimmverein ein oder zwei Mal und das war es bisher. Dabei mag ich es anderen Leuten klein Überraschungen zu schenken und selbst welche zu bekommen. Deswegen habe ich mich dann natürlich sofort angemeldet, als ich von der Weihnachtswichtelei von Elena auf ihrem Blog „Heute gibt es“ gelesen habe.
Mein Wichtelpaket von Ye olde kitchen kam mittlerweile wohlbehalten bei mir an und ein Teil der Plätzchen wurde natürlich auch schon gekostet und für lecker befunden. Spannend fand ich ja auch, dass ich durch diese Aktion den Blog von Eva und Philipp überhaupt erst kennengelernt habe. Die beiden bloggen seit März 2015 über leckeres Essen, aber irgendwie war mir der Blog bisher eben noch nicht über den Browser gelaufen umso schöner, dass er es jetzt ist.
PralinenSo, aber nun zu den Leckereien, die ich für die beiden zusammengestellt habe: zum einen habe ich Weihnachtspralinen gemacht, ich hab einfach nicht an der süßen Pralinenform vorbeigehen können und musste sie dann ja auch ausprobieren. Das Rezept habe ich letztes Jahr schon hier verbloggt, bei den kleinen Formen aber die Nüsse weggelassen. Man könnte aber natürlich in so kleine Formen gehackte Mandeln oder so tun. Auch pur ist die Schokolade aber lecker finde ich. Und ich habe dann noch etwas übrige gehabt, nachdem ich die Pralinenform gefüllt hatte und habe das in eine Mini-Gugl-Form gefüllt.
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Dann gab es Walnusslikör. Diesen hatte ich witziger Weise schon angesetzt bevor ich von der Wichtelaktion wusste, aber trotzdem passte er ja sehr gut. Das Rezept habe ich aus dem Buch von Fräulein Glücklich, das ich hier auch schon rezensiert habe. Es ist aber auch ganz einfach, man fühlt braunen Kandis bis zur Hälfte in ein großes Schraubglas, darüber Walnüsse und dann füllt man mit Wodka auf und wartet 6 Wochen. Ich hab etwas länger gewartet, Alkohol konserviert ja. Hin und wieder sollte man das Schraubglas schütteln/ drehen, damit sich der Kandis besser auflöst. Zum Verschenken habe ich den Likör mit Hilfe meines grandiosen Golddauerkaffeefilters von den Nüssen getrennt. Und wenn man den Likör nicht trinken möchte, was ich mir kaum vorstellen kann, kann man damit prima Gebäck aromatisieren.
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So, und dann gab es noch trockenes Tajine-Pesto.
TajinepestoZutaten:

200g Mandeln
100g getrocknete Tomaten
75g Korinthen
4-5 TL Zitronensalz
2 TL Paprikapulver
2-3 TL Zimt
Jeweils 1 TL:
Gerösteter Knoblauch (Flakes)
Koriander
Ingwer
Kreuzkümmel
Cayennepfeffer
Zweibelgranulat
Getrocknete Minze

So lang die Zutatenliste ist, so kurz ist die Zubereitung. Man füllt alles zusammen in einen Blitzhacker (ich habe so einen Behälter, auf den ich meinen Pürierstabaufsatz schrauben kann. Ich liebe ja meinen Pürierstab und sein Zubehör!) und zerkleinert es. Dann füllt man es in Gläser.
Zum Essen kann man es zum Beispiel mit Olivenöl oder auch zerlassener Butter und Pasta vermischen. Orientalisch angehaucht und wirklich richtig lecker.
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Gnocchi in Käsesoße

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Meinem letzten Beitrag hatte ich ja schon kurz erwähnt, dass es auf meinem Blog deswegen zwei Wochen lang nichts neues gab, weil ich mir den Arm gebrochen hatte. Und im Krankenhaus konnte ich zwar viel lesen, was soll man da schließlich sonst tun, wenn man gerade nicht schläft, aber bloggen ging gar nicht, einhändig vom Handy aus bloggen, das widerspricht dann doch meinem Anspruch an das Ergebnis und das, obwohl ich ja nun wirklich nicht perfekt bin. Außerdem hab ich ja auch nicht gekocht im Krankenhaus.
Herzfutter Blog-Event – 12 x Schweizer Käse, 12 x Genuss!
Jetzt bin ich aber wieder zuhause und koche auch wieder. Bei allem was einarmig nicht geht, also Dinge schneiden oder Auflaufformen in den Ofen stellen zum Beispiel, muss mir halt mein Freund derzeit helfen, das macht er gerade für leckeres Essen aber gerne. Und deswegen habe ich heute ein schnelles, fast komplett einarmig zubereitbares Rezept für ganz leckere Gnocchi in Bündner Bergkäsesoße für euch. Eigentlich hatte ich den leckeren Bündner Bergkäse vom Team des Schweizer Käse zur Verfügung gestellt bekommen um damit am Blogevent „Dem Käse auf der Spur“ von Herzfutter teilzunehmen, durch den Armbruch habe ich es aber nicht mehr rechtzeitig vor der Deadline geschafft. Zum Glück ist der Käse aber noch ein paar Tage haltbar und so konnte ich jetzt etwas verspätete und außer Konkurrenz noch meinen Beitrag fertig stellen.

IMG_0031Zutaten:

200g Bündner Bergkäse
200ml Sahne
100ml Milch
500g Gnocchi
150g Bacon

Als erstes muss der Bergkäse gerieben werden. Das hat, wie ihr euch vielleicht denken könnt, mein Freund übernommen. Dann mischt man den geriebenen Käse mit der Sahne, der Milch und den Gnocchi. Am besten macht man das direkt in der Auflaufform. Es muss auch nicht perfekt gemischt sein, aber der geriebene Käse sollte eben nicht nur als Schicht auf den Gnocchi liegen, sondern überall ein bisschen in den Zwischenräumen verteilt sein. Auf den Gnocchi verteilt man nun den in Scheiben geschnittenen Bacon. Und schon kommt alles zusammen für ca. 25 Minuten bei 180°C Umluft in den Backofen.
Und ja, es stimmt, dass keinerlei Gewürze verwendet werden. Der Käse ist nämlich schon so würzig und lecker, dass es einfach nicht mehr braucht, um diesen schnellen Auflauf extrem lecker zu machen. Und der Bacon ist ja auch würzig. Also Salz braucht man auf keinen Fall, Pfeffer eigentlich auch nicht und auch sonst braucht man an Gewürzen wirklich…. Nichts. Man könnte vielleicht ein paar frische, kleingehackte Kräuter untermischen, für ein paar grüne Farbtupfer. Aber geschmacklich notwendig ist das wie gesagt wirklich nicht.
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Tja, und das war schon mein erstes einarmiges Rezept, das ich mit euch teile. Da ich noch Bergkäse übrig habe kann es aber gut sein, dass ich euch noch mit einem weiteren Rezept erfreue. Vielleicht schaffe ich es auch trotz meiner derzeitigen Einschränkung noch, eine meiner ursprünglichen und etwas aufwändigeren Ideen mit dem Käse umzusetzen.

Eierlikör-Nutella-Marmorkuchen

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Es ist Herbst, die Uhren wurden auf Winterzeit umgestellt, sodass es noch früher dunkel wird, als ohnehin schon und ich habe dieses Jahr offenbar meine Schreibblockade mit Hilfe des NaNoWriMo wirklich endlich durchbrechen können. Nach über zwei Jahren ohne ein vernünftiges Wort auf dem Papier etwas, woran ich schon fast nicht mehr geglaubt habe.
Aber dennoch soll es hier jetzt nicht ums Schreiben gehen, sondern ich möchte ein schnelles, aber sehr leckere Kuchenrezept mit euch teilen. Gerade um diese Jahreszeit braucht man ja Kuchen. Viel Kuchen um genau zu sein. Und was könnte da besser sein, als Kuchen mit Nussnougatcreme? Richtig, Kuchen mit Nussnougatcreme und Eierlikör! Ihr erinnert euch an das Paket, das Verpoorten mir geschickt hat, in dem genug Eierlikör für mehrere harte Winter war? Ich befürchte langsam, dass es doch nicht ganz so viele Winter dauert, bis ich es aufgebraucht habe.

Und weil es eben kaum etwas Bessres gegen den Herbstblues gibt, als leckeren Kuchen, nehme ich mit diesem Rezept an der Herbstblogparade vom Kochmädchen teil, die noch bis zum 9. November Rezepte sucht, die einem das trüber werdende Wetter versüßen (oder versalzen, wenn das glücklich macht).

IMG_1226Zutaten:
3 Tassen Mehl
2 Tassen Zucker
1 Tasse Öl
1 Päckchen Backpulver
4 Eier
1 Tasse Eierlikör
2-3 EL Nutella
nach Belieben Puderzucker

Ich habe für dieses Rezept mein geliebtes Tassenkuchenrezept als Grundrezept genommen. Die Tasse war auch hier wieder eine mit ca. 200ml Fassungsvermögen, also die Mengenangaben entsprechen in etwa amerikanischen Cups, aber ein deutscher Kaffeebecher tut es zum Abmessen auch, es kommt auch nicht auf 20ml hin oder her an bei der Tasse.
Zunächst bereitet man jedenfalls den Grundteig aus allen Zutaten bis einschließlich den Eiern. Wie immer beim Backen empfehle ich aber natürlich nicht sofort alles zusammen zu kippen, sondern zuerst die trockenen Zutaten (also Mehl, Zucker und Backpulver) zu vermischen und dann die feuchten (also Eier und Öl) zuzugeben. Den nun fertigen Grundteig teilt man in zwei Teile, das ist ja bekanntermaßen der Spaß beim Marmorkuchen, dass man zwei verschiedene Teige hat. Die eine Hälfte wird mit dem Eierlikör verrührt, in die andere Teighälfte rührt man die Nutella (oder eine beliebige andere Nussnougatcreme, ich möchte jetzt hier eigentlich gar keine Werbung machen). Der Eierlikörteig wird natürlich etwas flüssiger als der Nussnougatteig. Beide kommen aber zusammen in eine Guglhupfform. Ich hatte den dunklen Teig zuerst eingefüllt und dann den hellen, vielleicht wäre es aber sogar hübscher, wenn man erst den hellen, etwas dünnflüssigeren Teig einfüllt und dann eine etwas schönere Marmorierung bekommt. Wobei man ja auch einfach mit einem Löffel nachhelfen kann, damit die beiden Teigsorten ein bisschen vermischt werden.
So, und jetzt kommt der Kuchen für ca. 70 Minuten in den vorgeheizten Backofen und zwar am besten nur bei 160°C. Dadurch, dass der Eierlikörteig relativ flüssig ist, braucht der Kuchen so lange und das klappt dann bei niedriger Temperatur besser, dann ist es auch nicht so schlimm, wenn es hinterher noch 5 oder 10 Minuten länger dauert, bis die Stäbchenprobe einem erlaubt den Kuchen aus dem Ofen zu nehmen.
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Auskühlen lassen, mit Puderzucker bestäuben und genießen! Statt Puderzucker kann man natürlich auch eine Schokoglasur auf den Kuchen machen oder beides weglassen. Auf jeden Fall ein einfach zuzubereitender Kuchen, auch wenn er dann im Ofen seine Zeit braucht und man natürlich ein kleines bisschen aufpassen sollte, dass er nicht zu dunkel wird (zur Not zwischendrin mit etwas Alufolie abdecken, aber das ist ja auch kein Hexenwerk) und trotzdem sehr lecker. Und Nutella und Eierlikör… also wenn das nicht gegen Herbstblues hilft, dann weiß ich auch nicht.
(Und ja, ich weiß, dass ich oben versprochen habe, dass es ein schneller Kuchen ist und dass man das natürlich ein bisschen eine Lüge nennen kann, weil 70 Minuten nicht so richtig schnell ist, wenn man bedenkt, dass der Kuchenteig vorher auch erst einmal zusammengerührt und in eine Form gefüllt werden muss. Aber die Arbeit die man selbst hat ist ja doch nun wirklich nicht groß und dass das mit dem Backen manchmal etwas dauert, na ja, das kennt ihr ja und in der Zeit kann man sich ja zum Beispiel ganz wunderbar hinsetzen und ein paar Worte für den NaNoWriMo schreiben. Oder eben auch ein paar mehr. Hauptsache man vergisst dann nicht den Kuchen aus dem Ofen zu nehmen.
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Eierfrikassee

Komplizierte Gerichte mit ausgefallenen Zutaten sind ja immer eine tolle Sache, aber erfordern eben auch immer eine Menge Zeit. Und diese Zeit hat man ja nicht immer, da man ja meist noch andere Verpflichtungen hat, als nur das Kochen. Ja, auch ich habe andere Verpflichtungen, als leckere Dinge zu kochen und dann hier zu verbloggen.
Deswegen braucht man auch immer wieder leckere, einfache Rezepte, deren Zubereitung nicht so viel Zeit in Anspruch nimmt. Ein paar davon hat deswegen ja auch jeder von uns schon im Repertoire, aber es ist ja auch immer wieder schön, mal etwas neues auszuprobieren. Vor allem, wenn man gerade vielleicht einige Gerichte nicht essen kann, weil man schwanger ist, so wie die liebe Mitzia von Cook’n’Roll derzeit. Und deswegen hat sie ein kleines Event gestartet und möchte schnelle, leckere Gerichte, die auch für Schwangere geeignet sind, also ohne Rohmilchprodukte oder rohes Fleisch und was man noch so nicht essen sollte in der Schwangerschaft.

So, und ich habe für sie heute Eierfrikassee im Angebot.

IMG_0294Zutaten (für 3 bis 4 Portionen)
6 Eier
50g Butter
50g Mehl
500ml Milch
Saft einer halben Zitrone
1 große Dose Erbsen und Möhren
250g Reis
Salz, Pfeffer, Muskatnuss

Zunächst kocht man die Eier und pellt sie. Nicht durchgegartes Ei ist ja für Schwangere auch nichts und außerdem wollen wir das Ei in diesem Gericht auch wirklich hartgekocht verwenden. Den Reis kocht man nach Packungsanleitung. Dann lässt man die Butter in einem großen Topf schmelzen. Wenn die Butter vollkommen geschmolzen ist, gibt man das Mehl hinzu. Diese Mehlbutter löscht man dann nach und nach mit der Milch ab. Man bekommt eine sämige Bechamelsauce. Diese würzt man mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss, wenn man möchte kann man natürlich auch noch gekörnte Gemüsebrühe dazugeben. Als nächstes kommen die Erbsen und Möhrchen aus der Dose in diese Bechamelsauce, ohne das Dosenwasser natürlich, und die kleingeschnittenen Eier kommen ebenfalls hinzu. Man lässt alles zusammen noch einmal aufkochen und schon ist es fertig. Angerichtet wird das Frikassee zusammen mit dem Reis.
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Wer mag kann auch noch Pilze und/ oder Spargel dazutun, das passt bestimmt beides sehr gut, aber ich mag keinen Dosenspargel und frischen bekommt man ja zur Zeit nicht und mein Schatz mag keine Pilze.
Statt Reis eigenen sich natürlich auch Kartoffeln sehr gut als Beilage.
Ich hatte übrigens XL-Eier, das war aber mehr ein Versehen, man kann auch normale Eier in Größe M oder L nehmen. Lediglich die Wahrscheinlichkeit, dass man dann Doppeldotter-Eier hat ist kleiner. Schnell, günstig und sehr lecher.
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Motiv-Sachertorte zum 3. Bloggeburtstag

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All Summer Long! Der KüchenAtlas Torten-Sommer - Unikate aus Zucker & FondantNachdem ich meine Sommerpause vor kurzem mit einer Rezension meiner Urlaubslektüre beendet habe, kommt heute auch endlich wieder ein Rezept. Und weil ihr ja bestimmt alle genauso auf Foodporn steht wie ich, freut ihr euch vielleicht besonders, dass es nicht nur irgendein zwar wohlschmeckendes, aber ansonsten eher langweiliges Rezept ist, sondern etwas richtig aufregendes: meine erste Motivtorte! Auf Sarahs Küchenatlas-Blog gab es nämlich diesen Sommer eine Blogparade um Motivtorten bei der jeder Teilnehmer schon vorher ein kleines Goodie bekommen hat. Personello hat nämlich jedem Teilnehmer einen personalisierten Fondantausstecher spendiert. Vielen Dank an dieser Stelle schon einmal dafür.
Da es wie gesagt das erste Mal war, dass ich eine Motivtorte gemacht habe, gab es dabei einiges zu bedenken und vor allem zu recherchieren. Am Ende habe ich mich dann aber jedenfalls entschieden eine Sachertorte als Grundlage zu nehmen, anstelle des Schokoladenguss habe ich diese mit einer Ganache bestrichen um sie außen zu glätten und dann eben mit Fondant bezogen und verziert.
IMG_1306Zutaten Torte:
110g Zucker
6 Eier (getrennt)
140g Butter
110g Puderzucker
130g Zartbitterschokolade
140g Mehl
200g Aprikosenmarmelade

Ganache & Bezug:
200g Zartbitterschokolade
100ml Sahne
ca. 500g Fondant

An sich ist eine Sachertorte gar nicht so schwierig, aber es ist natürlich ein bisschen mehr Arbeit, als ein schlichter Rührkuchen. Ich habe zuerst mit meinem elektrischen Schneebesen das Eiweiß steif geschlagen und nach und nach den normalen Zucker untergerührt. Ich habe dann die Schokolade zusammen mit der Butter in der Mikrowelle angeschmolzen, soll heißen ich habe das Schüsselchen aus der Mikrowelle genommen bevor die Schokolade ganz geschmolzen war, damit beides zusammen nicht total heiß ist, durch die flüssige Butter schmilzt die Schokolade beim Umrühren sehr schnell. In diese Mischung habe ich zuerst den Puderzucker, dann die Eigelb und schließlich das Mehl gerührt. Unter diese Masse hebt man dann den gezuckerten Eischnee.

Diesen Teig füllt man in eine Springform. Ich habe meine kleine 20cm-Springform genommen, da wurde der Kuchen dann allerdings höher als der Rand der Form. Zum Glück hatte ich den Rand mit Backpapier ausgekleidet und erhöht, weil dann die Torte etwas gleichmäßiger hochbackt. Man bekommt aber mit Sicherheit auch immer noch eine Torte mit ausreichender Höhe, wenn man eine 22er oder 24er Springform nimmt. Gebacken wird die Torte bei 170°C für etwa 60 Minuten, davon die ersten 10 bis 15 mit einem Kochlöffel in der Backofentür. Logischerweise sollte der Backofen vorgeheizt sein. Nach dem Backen lässt man die Torte abkühlen und befreit sie aus der Form.
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Ich habe den Tortenboden in drei Teile geschnitten, wenn man die Torte in einer größeren Form bäckt ist es eventuell besser sie nur in zwei Teile zu schneiden, aber meine war eben so dick, dass ich gut drei Lagen daraus machen konnte. Die untere Lage wird mit warmer Aprikosenmarmelade bestrichen, dann kommt die zweite Lage darauf, diese wird auch mit warmer Marmelade bestrichen und mit der dritten Lage bedeckt. Dann werden alle Lagen zusammen oben und am Rand mit Marmelade bestrichen. Dafür ist eine Palette ganz praktisch, ich hab es aber auch mit einem großen Küchenmesser gut hingekriegt.
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Die Marmelade habe ich einen Tag lang einziehen lassen und dann eine Ganache aus 200g Zartbitterkuvertüre und 100ml Sahne zubereitet, mit der ich die Torte rundherum eingestrichen habe. Eigentlich sollte man für die Ganache Schokolade und keine Kuvertüre nehmen und ich glaube auch, dass das tatsächlich empfehlenswerter ist, da Kuvertüre fettiger ist. Es hat aber trotzdem auch mit meiner Ganache ganz gut geklappt. Sie brauchte nur zwei Tage, bis sie so fest war, dass ich weiterarbeiten konnte, mit Schokolade wäre sie bestimmt schon nach einem Tag fest genug gewesen.

Ich war letztlich ein kleines bisschen faul und habe die Fondantdecke von Dr. Oetker genommen um die Torte damit zu beziehen. Der Vorteil war schlicht, dass diese schon ausgerollt war. Die Qualität des Fondants könnte sicher besser sein. Aber ich hab auch die Verzierungen alle ganz gut daraus machen können. Ich hab also die Torte bezogen und dann den überschüssigen Fondant abgeschnitten und in verschiedenen Farben eingefärbt. Dazu nimmt man am besten Pastenfarben, ich habe diese hier von Wilton* genommen, die werden oft zum Färben von Fondant empfohlen und ich kann mich auch nicht über das Ergebnis beschweren.
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Für die Verzierungen hatte ich wie schon erwähnt den personalisierten Ausstecher von Personello, der mir an sich gut gefallen hat, also so von der Verarbeitung und so, man muss aber daran denken, dass man ihn nicht zu tief ins Fondant drückt, sonst klebt das Fondant in den kleinen Ecken fest. Am besten probiert man das erstmal, man kann missglückten Probestücke ja wieder zusammenkneten hinterher. Man kann den Ausstecher auch problemlos spülen, er wird sehr einfach sauber, aber dann muss man ihn eine Weile trocknen lassen. Man kriegt den Ausstecher nach dem Spülen nicht sofort mit dem Handtuch komplett getrocknet, das liegt an kleinen Löchern, die bei der Herstellung mit dem 3D-Drucker entstehen und durch die Wasser in den Ausstecher läuft.
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So, und zu guter Letzt noch ein Hinweis zu den übrigen Verzierungen, dafür habe ich diesen Silikon-Ausstecher für Fondant* verwendet und fand ihn in der Handhabung sehr einfach. Und auch hier kann man ja zur Not Probestücke, die nicht so toll geworden sind wieder verkneten, das ist ja das Schöne am Fondant.

Tja… also… eigentlich könnte ich noch richtig, richtig viel zu meiner ersten Motivtorte erzählen, aber vielleicht verweise ich jetzt erstmal einfach auf die Fondantreihe von Cakeinvasion, von der auch das Rezept für meine Sachertorte kommt und auf die Tipps auf dem Blog der Tortentante, die mir sehr geholfen haben bei dieser meiner ersten Motivtorte. Übrigens habe ich diese völlig anlasslos gemacht, die 3 auf dem Stempel hab ich mir nur deswegen machen lassen, weil mein Blog im heute seinen 3. Geburtstag feiert, aber gegessen haben wir die Torte einfach schon vorher.

*Die mit einem Stern gekennzeichneten Links sind Affiliate-Links zu Amazon

Der Fondantausstecher von Personelle wurde mir kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt.
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