Category Archives: Pasta

Gnocchi in Käsesoße

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Meinem letzten Beitrag hatte ich ja schon kurz erwähnt, dass es auf meinem Blog deswegen zwei Wochen lang nichts neues gab, weil ich mir den Arm gebrochen hatte. Und im Krankenhaus konnte ich zwar viel lesen, was soll man da schließlich sonst tun, wenn man gerade nicht schläft, aber bloggen ging gar nicht, einhändig vom Handy aus bloggen, das widerspricht dann doch meinem Anspruch an das Ergebnis und das, obwohl ich ja nun wirklich nicht perfekt bin. Außerdem hab ich ja auch nicht gekocht im Krankenhaus.
Herzfutter Blog-Event – 12 x Schweizer Käse, 12 x Genuss!
Jetzt bin ich aber wieder zuhause und koche auch wieder. Bei allem was einarmig nicht geht, also Dinge schneiden oder Auflaufformen in den Ofen stellen zum Beispiel, muss mir halt mein Freund derzeit helfen, das macht er gerade für leckeres Essen aber gerne. Und deswegen habe ich heute ein schnelles, fast komplett einarmig zubereitbares Rezept für ganz leckere Gnocchi in Bündner Bergkäsesoße für euch. Eigentlich hatte ich den leckeren Bündner Bergkäse vom Team des Schweizer Käse zur Verfügung gestellt bekommen um damit am Blogevent „Dem Käse auf der Spur“ von Herzfutter teilzunehmen, durch den Armbruch habe ich es aber nicht mehr rechtzeitig vor der Deadline geschafft. Zum Glück ist der Käse aber noch ein paar Tage haltbar und so konnte ich jetzt etwas verspätete und außer Konkurrenz noch meinen Beitrag fertig stellen.

IMG_0031Zutaten:

200g Bündner Bergkäse
200ml Sahne
100ml Milch
500g Gnocchi
150g Bacon

Als erstes muss der Bergkäse gerieben werden. Das hat, wie ihr euch vielleicht denken könnt, mein Freund übernommen. Dann mischt man den geriebenen Käse mit der Sahne, der Milch und den Gnocchi. Am besten macht man das direkt in der Auflaufform. Es muss auch nicht perfekt gemischt sein, aber der geriebene Käse sollte eben nicht nur als Schicht auf den Gnocchi liegen, sondern überall ein bisschen in den Zwischenräumen verteilt sein. Auf den Gnocchi verteilt man nun den in Scheiben geschnittenen Bacon. Und schon kommt alles zusammen für ca. 25 Minuten bei 180°C Umluft in den Backofen.
Und ja, es stimmt, dass keinerlei Gewürze verwendet werden. Der Käse ist nämlich schon so würzig und lecker, dass es einfach nicht mehr braucht, um diesen schnellen Auflauf extrem lecker zu machen. Und der Bacon ist ja auch würzig. Also Salz braucht man auf keinen Fall, Pfeffer eigentlich auch nicht und auch sonst braucht man an Gewürzen wirklich…. Nichts. Man könnte vielleicht ein paar frische, kleingehackte Kräuter untermischen, für ein paar grüne Farbtupfer. Aber geschmacklich notwendig ist das wie gesagt wirklich nicht.
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Tja, und das war schon mein erstes einarmiges Rezept, das ich mit euch teile. Da ich noch Bergkäse übrig habe kann es aber gut sein, dass ich euch noch mit einem weiteren Rezept erfreue. Vielleicht schaffe ich es auch trotz meiner derzeitigen Einschränkung noch, eine meiner ursprünglichen und etwas aufwändigeren Ideen mit dem Käse umzusetzen.

Spaghetti Carbonara Salat

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Im Moment schaffe ich es wie ihr wisst nicht ganz so oft zu bloggen, da auch noch ziemlich viel anderes meine Zeit fordert und ich kann man ja auch nicht zweiteilen, selbst wenn das manchmal durchaus praktisch wäre. Auf der anderen Seite bin ich auch wieder ganz froh darüber, ich könnte mich nämlich bestimmt nicht leiden, schon allein deswegen, weil ich Sorge hätte, dass ich mir meinen Freund ausspanne und sowas.
Wie dem auch sei, heute gibt es Nudelsalat. Nudelsalat ist immer gut und bei der lieben Sia läuft zur Zeit ein Blogevent zum Thema Pasta, an dem teilzunehmen ich beschlossen habe. Ich nehme ja ziemlich gerne an Blogevents teil, der Grund dafür ist einfach, sie stärken die Vernetzung unter den Bloggern und vor allem kann ich Deadlines im Moment ganz gut als kleine Hilfestellung gebrauchen, um meine Beiträge zu verfassen.
IMG_0188Zutaten:
500g Spaghetti
200g gekochter Schinken
4 gekochte Eier
3-4 EL Mayonnaise
3-4 EL Sahne
1 TL Senf
4-5 EL Weinessig
Salz, Pfeffer, Kräuter nach Belieben

Ich mag Spaghetti Carbonara sehr gerne und habe dafür ja auch schon ein Rezept verbloggt (zu dem ich endlich mal neue Fotos machen sollte) und schon vor einiger Zeit bin ich irgendwo auf Nudelsalat à la Carbonara gestoßen und fand die Idee absolut nachahmenswert. Das habe ich dann auch getan und habe selbst einen Carbonarasalat gemacht. Die erste Version hat mir dann aber doch nicht so ganz zugesagt, umso glücklicher bin ich daher, dass diese zweite Version wirklich genau meinen Geschmack getroffen hat.
Zuerst kocht man die Spaghetti und die Eier. Nebenher kann man schon mal den gekochten Schinken in kleine Würfelchen schneiden. Ich habe ihn wirklich sehr klein gewürfelt, normale Carbonara macht man ja auch mit sehr kleinen Speckwürfeln. Überhaupt Speckwürfel, natürlich kann man anstelle des gekochten Schinkens auch rohe Schinkenwürfel nehmen und diese in ein wenig Olivenöl auslassen und dann eben für den Salat verwenden, das habe ich bei meinem ersten Versuch mit Carbonarasalat auch so gemacht, weil es ja eigentlich näher am Original ist. Im Nudelsalat hat mir das aber irgendwie nicht so zugesagt, also ich finde im Salat einfach den gekochten Schinken besser.
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Wenn die Spaghetti fertig sind, lässt man sie in einem Sieb eine Weile abtropfen und abkühlen, die Eier schreckt man ab und pellt sie. Ich lasse gekochte Eier gerne mal für ein paar Minuten in einer Schale mit kaltem Wasser liegen, dann sind sie sehr geschreckt und lassen sich besser pellen, ohne dass man sich die Finger verbrennt. Die Eier schneidet man ebenfalls in kleine Würfel. Also zumindest das Eiweiß, das Eigelb zerfällt ohnehin im Salat beim Umrühren von selbst. Ich habe dafür meinen Eierschneider benutzt, der hat einen Teil, mit dem man die Eier in Scheiben schneiden kann und einen, mit dem man sie sechsteln kann, ich hab also zuerst Scheiben geschnitten und das Ei dann gesechstelt, das hat prima geklappt und ging super schnell. Aber auf jeden Fall erst Scheiben, dann Sechstel. Ich habe es bei einem Ei andersrum versucht, das war doof, weil das Ei auseinanderfiel und sich nicht mehr gut in Scheiben schneiden ließ nach dem sechsteln.
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Nun schneidet man die Spaghetti kurz, also relativ kurz. Nudelsalat mit ganzen Spaghetti ist nämlich einfach extrem unpraktisch zu essen. Man könnte sie theoretisch wohl auf vor dem Kochen zerbrechen, aber Spaghetti neigen ja dazu ganz anders zu brechen, als man sich das so ausgedacht hat. Spaghetti, Eiwürfel und Schinkenwürfel kommen nun zusammen in eine große Schüssel und werden mit einem Dressing aus Mayonnaise, Sahne, Essig, Salz, Pfeffer und Kräutern angemacht. Ich habe tiefgekühlte italienische Kräuter genommen, aber man kann auch nur einfach je eine Handvoll frische Petersilie und frisches Basilikum hacken oder so.

Wenn man möchte kann man den Salat dann noch mit Tomatenwürfeln aufpeppen, das sieht hübsch aus und schmeckt auch sehr gut. Es schmeckt aber auch ohne die Tomaten. Ein tolles Mitbringsel zur Grillparty, oder ins Büro zum Mittagessen, oder auch einfach nur für die Familie zum Abendessen.
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Knöpfle mit Pfirsich-Schinken-Soße

IMG_0327Heute habe ich mal wieder gekocht. Ganz alleine! Es gab Knöpfle mit Pfirsich-Schinken-Soße und es war sehr lecker. Und weil ich das Rezept selbst erdachte und für gelungen empfinde, kriegt ihr es von mir.

Zutaten (ich würde sagen für 2 Personen):
1-2 Zwiebeln
100g Kochschinken
150g Mascarpone
100 ml Gemüse- oder Fleischbrühe
½ Dose Pfirsich (ca. 200-300g)
Curry, Öl
400g Knöpfle

Zubereitet habe ich das ganze wie folgt: Zwiebeln würfeln und in etwas Öl anbraten (ich hab Rapsöl genommen, weil mir ein eher geschmacksneutrales Öl sinnvoll erschien), den gewürfelten Kochschinken dazugeben und kurz mit braten. Die Brühe zugießen. Mascarpone in der Soße auflösen, mit Curry abschmecken, dann den gewürfelten Pfirsich und die Knöpfle zugeben und warm werden lassen. Fertig!
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Ging mal wieder ziemlich schnell und war auch nur ein kleines bisschen zum Weinen und das auch nur, weil die Zwiebel halt geschnitten werden muss. Danach weint man allerhöchstens noch, weil es so lecker ist. Den Dosenpfirsich verwendete ich übrigens der Jahreszeit wegen. Im Sommer könnte man frischen nehmen, hier würde es sich anbieten ihn vorher zu häuten. Man könnte, wenn man dazu zu faul ist, wahrscheinlich auch im Sommer Dosenpfirsich nehmen. Alternativ passt bestimmt auch Mango, da ist die Jahreszeit auch wieder egal, weil die ja ohnehin eingeflogen wird. Je nach Geschmack könnte man das Obst vielleicht auch noch weiter variieren.
Ich hab alles hinterher noch mit etwas Käse überbacken. Das hat gut dazu gepasst. Ohne wäre auch lecker gewesen. Eventuell muss man noch ein bisschen salzen, je nachdem, wie salzig die Brühe ist. Ich persönlich finde, dass Curry-Sahne-Gerichte relativ viel Salz vertragen, aber wie gut das ist, darüber kann man sich ja vortrefflich streiten. Und dann ist es ja noch eine Frage des jeweils höchsteigenen Geschmacks, der in diesem Fall unter anderem auf Gewöhnung beruht, wie viel Salz man mag.
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Den Mascarpone kann man übrigens natürlich durch Sahne ersetzen. Dann würde ich empfehlen weniger Brühe zu verwenden, da die Sahne ja flüssiger ist. Wenn man die Brühe mit gekörnter Brühe anrührt, ist das natürlich unerheblich, also dann kann man weniger Wasser, aber genauso viel Brühe nehmen. Oder man lässt die Soße etwas einkochen, wozu ich ehrlich gesagt gerne mal zu faul bin, deswegen Mascarpone…
Ach ja, Knöpfle sind übrigens kleine, recht rundliche, Spätzle. Mir gefallen sie irgendwie noch ein bisschen besser als ihre langen Geschwister. Einen logischen Grund dafür gibt es nicht. Und ich würde fast annehmen, dass die Soße auch zu anderen Teigwaren schmeckt.