[Rezension] Die Feuer von Erenor

Meine schlaue Liste, die ich mir gemacht habe, damit ich keine der noch zu schreibenden Rezis vergesse, sagt, dass jetzt Zeit ist „Die Feuer von Erenor“ zu rezensieren. Der Autor hat bereits Bücher zusammen mit seiner Frau veröffentlicht, sowie eine Novelle, und jetzt eben dieses Buch, das der erste Teil eines Zweiteilers ist.

Autor Stephan Lössl
Preis eBook: 6,99€
Seiten 324
Verlag GMEINER
Genre Jugendfantasy
Erscheinungsdatum 1. August 2015

Zum Inhalt (Klappentext)
Die beiden Jugendlichen Alexander und Anna begegnen auf einer Wanderung der geheimnisvollen Askaya und damit ihrem eigenen Schicksal. Die Suche nach vier gestohlenen Stundengläsern verschlug die Kriegerin aus ihrer Welt Esmarillion nach Schottland. Denn nur wenn alle sieben »Gläser der Elemente« wieder vereint sind, kann ihre Parallelwelt gerettet werden, die von den bösartigen Einaren bedroht ist. Zu dritt machen sie sich auf eine Reise, die vom mythischen Herz der Highlands bis in das fantastische Universum Askayas führt.
Teil eins des zweiteiligen Fantasyromans

Meine Meinung
Klappentext und Cover
Der Klappentext lässt es erahnen, ein großer Teil des Buches spielt in Schottland. Ich mag Whisky, also mag ich auch Schottland, schon allein deswegen habe ich mich für das Buch interessiert. Das Cover passt sehr gut zum Klappentext, da es eines der Stundengläser der Elemente, um die es im Buch geht, zeigt. Ich glaube es ist verkraftbar, wenn ich verrate, dass es das Glas mit dem Feuer von Erenor ist, also ganz eindeutig das passende Bild zum Titel.
Geschichte und Stil
Der Stil hat mir gut gefallen, man konnte sich schnell in die Geschichte einfinden. Diese fing eher langsam an, man lernte zunächst Alexander und seine Eltern kennen und erfuhr ein wenig über die Vorgeschichte der Familie, die einer der Gründe für den Schottlandurlaub war. Anna stößt dann erst in Schottland dazu, wo die beiden Jugendlichen in ihr Abenteuer starten. Spätestens ab dem Moment wo sie auf Askaya treffen nimmt die Geschichte deutlich Fahrt auf und es geht Schlag auf Schlag. Zum Ende hin wurden die Verwicklungen um die Stundengläser wirklich sehr verworren, vieles klärt sich dann aber noch und ein paar Fragen müssen ja auch für den zweiten Band übrig bleiben. Zum Ende macht die Geschichte nochmal eine Verschnaufpause, in der es wieder etwas langsamer zugeht.
Die Charaktere
Alexander und Anna sind beide keine typischen Jugendlichen, was sie aber umso authentischer macht wie ich finde. Das Gleiche gilt für Alexanders Eltern. Hin und wieder habe ich mich zugegebenermaßen gefragt, was diese beiden doch sehr unterschiedlichen Menschen verbindet, aber da es ein Jugendbuch ist, lernt man die Eltern natürlich auch einfach nicht so ausführlich kennen. Und dann ist da noch Annas Bruder, der über den gesamten Band rätselhaft bleibt, da bin ich sehr gespannt, wie er sich im zweiten Teil weiterentwickelt.
Fazit
Mir hat das Buch gut gefallen und ich denke es für Jungen wie für Mädchen interessant, immerhin ist der wichtigste Hauptcharakter ja Alexander, aus dessen Sicht wir den größten Teil der Geschichte erleben. Sie vermischt verschiedene Fantasy-Elemente, neben der Parallelwelt aus der Askaya kommt gibt es zum Beispiel auch noch die eine oder andere Gestalt aus der nordischen Mythologie. Man bekommt hier also schöne Jugendfantasy mit viele verschiedenen Elementen geboten, von denen manche sehr klassisch sind, andere wieder gar nicht.
Ich vergebe 4 Punkte.
4punkte_klein

[Rezension] Die Wanifen: Seegeist

Und noch ein Buch, das ich im Krankenhaus gelesen habe und das bis heute noch auf meinem Stapel unrezensierter Bücher herumlungerte. Bei diesem Buch kann ich sogar herumliegen sagen, da ich die Printausgabe bekommen hatte. Dabei habe ich dann auch gleich feststellen können, dass auch einarmig Lesen eine gewisse Herausforderung ist, vor allem bei einem etwas dickeren Buch wie diesem und wenn man nicht auf dem Bauch liegen kann, was mit gebrochenem Arm echt nicht geht. Glücklicherweise hatte ich aber im Krankenhaus ein tolles Krankenhausbett, bei dem man das Rückenteil elektrisch verstellen konnte, sodass ich mich nicht mal anstrengen musste, wenn ich mich aufsetzen wollte, sondern das per Knopfdruck erledigen konnte. Und dann sind da ja noch die Krankenhausnachttische mit ihrem ausklappbaren Teil, der sich übers Bett schieben lässt und unter dem man das Buch ein bisschen festklemmen kann, sodass es nicht von selbst zugeht, auch wenn man nur eine Hand zum Halten zur Verfügung hat. Total super sowas, zumindest so ein schickes Bett will ich wenn ich alt und klapprig bin auch wieder haben!
Aber jetzt zum Buch:

Autor René Anour
Preis eBook: 3,99€
Taschenbuch: 14,99€
Seiten 412
Verlag tredition
Genre Fantasy
Erscheinungsdatum 3. September 2015

Zum Inhalt (Klappentext)
Die Alpen in grauer Vorzeit
In einem Pfahlbaudorf an den Ufern des Atasees gehen merkwürdige Dinge vor sich. Immer wieder verschwinden Menschen in den Wäldern und kehren nie wieder zurück. Als die junge Ainwa ahnt, dass sie die nächste sein wird, verlässt sie das Dorf, um ihrem Schicksal zu entgehen. Doch in der Tiefe des Urwalds merkt sie, dass sie bereits verfolgt wird …

Meine Meinung
Klappentext und Cover
Ich finde, dass das Cover ein wenig das Gefühl vermittelt, dass es sich um ein Jugendbuch handelt. Unter anderem da die Hauptperson Ainwa noch sehr jung ist, ist das Buch auch auf jeden Fall auch für jüngere Leser zu empfehlen, ein reines Jugendbuch ist es aber eindeutig nicht. Das Cover passt aber sehr gut zum Buch, mit dem Pfahlbaudorf und dem angedeuteten Seelengeist.
Den Klappentext finde ich ebenfalls passend. Er ist ja nicht besonders lang, aber ein schöner Teaser für das, worum es im Buch geht.
Geschichte und Stil
Der größte Teil des Buches ist in der Ich-Perspektive aus Sicht der Protagonistin Ainwa geschrieben, es gibt aber immer wieder Rückblenden, in auktorialer Erzählweise. Eigentlich kann man so also sehr gut auseinanderhalten ob man sich gerade in der Erzählgegenwart befindet, oder eben in einer Rückblende. Ich gestehe, dass ich dabei aber trotzdem hin und wieder durcheinander geraten bin, ich weiß auch nicht so recht warum, vor allem da auch inhaltlich eigentlich immer klar war, wo man sich gerade befindet.
Die gesamte Geschichte offenbart sich erst nach und nach. Zunächst werden ziemlich viele Dinge offen gelassen. Man kann sich natürlich als Leser Gedanken machen, was wohl passiert sein könnte oder wie Dinge zusammenhängen, und man wird dabei auch nicht direkt auf falsche Fährten geführt, es handelt sich ja nicht um einen Krimi, aber das eine oder andere erschließt sich einem doch erst recht spät im Buch. Das macht aber ja auch einen Teil der Spannung aus und am Ende versteht man die Zusammenhänge auch, sodass man nicht mit einem Gefühl, dass noch etwas in der Geschichte fehlt zurückgelassen wird.
Die Charaktere
Bei einigen Charakteren ist es mir schwer gefallen einzuschätzen wie alt sie sind. Grundsätzlich sind aber alle Charaktere sehr schön aufgebaut. Vor allem in Ainwa kann man sich sehr gut hineinversetzen. Das erleichtert die Ich-Perspektive sicherlich, aber ihre Ängste und Sorgen, ihre Gedanken, sind auch wirklich so dargestellt, dass gut nachvollziehbar ist, was sie fühlt und wie sie handelt, selbst in Situationen in denen man grundsätzlich denkt, dass Ainwa sich vielleicht besser anders verhalten sollte.
Fazit
Eine sehr spannende Fantasy-Geschichte mit einem ungewöhnlichen Setting. Eine Geschichte, die ohne großes Liebesdrama auskommt und doch einiges an Gefühl mitbringt. Ich mag ja Geschichten, die ein wenig abseits der üblichen mittelalterlich geprägten Fantasy zu finden sind und es hat wirklich Spaß gemacht in diese Welt einzutauchen, die den Leser in steinzeitlichen Fantasy entführt.
Ich vergebe 5 Punkte.
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[Rezension] Lustvolle Begegnungen

Auch das Buch, das ich euch heute vorstelle habe ich im Krankenhaus gelesen. Eigentlich sind erotische Geschichten ja nicht so geeignet, um sie im Krankenhaus zu lesen, aber irgendwas ist ja immer. Die drei Kurzgeschichten wurden ursprünglich unter dem Titel „Lustvolle Begegnungen“ veröffentlicht, der für das Printbuch auch immer noch gilt. Das eBook wird allerdings derzeit unter dem Titel „Atemlose Begegnungen“ erhältlich. Inhaltlich macht das aber keinen Unterschied.

Autor Sita Torasi
Preis eBook: 2,99€
Taschenbuch: 13,99€
Seiten 337
Verlag bookshouse
Genre Erotik
Erscheinungsdatum 10. Juli 2015

Zum Inhalt
(Klappentext, Quelle Bookshouse Verlag)
Wenn man es am wenigsten erwartet, treffen Menschen zusammen, die einander von der ersten Sekunde an verfallen.
Verlangen, Leidenschaft und Lust beherrschen ihre Gedanken und ihre Körper.

Begleiten Sie in Lustvolle Begegnungen …
… Lisa auf eine Kreuzfahrt, auf der nicht Wind und Wellen für Turbulenzen sorgen, sondern die Begegnung mit einem außergewöhnlichen Passagier, der Lisas Herz und Körper auf erregende Weise zum Schmelzen bringt.
… Elena nach Sardinien, wo ihre Haut nicht nur von der Sonne brennt, sondern vor allem von den sinnlichen Berührungen des attraktiven Alessandro.
… Tatjana in die geheimnisvolle Welt des venezianischen Karnevals, bei dem sie Luca begegnet, der sie nicht nur mit seinen wundervollen Masken in seinen Bann zieht, sondern Tatjana auch Hals über Kopf in ein erotisches Abenteuer stürzen lässt.

Meine Meinung
Alle drei Geschichten entführen den Leser in Urlaubswelten und lassen den Alltag ein wenig hinter sich. Dabei legt die Autorin auch Wert darauf die jeweilige Umgebung so zu beschreiben, dass man neben den erotischen Liebesgeschichten auch das Urlaubsgefühl mitbekommt und sich in die drei verschiedenen Urlaubsorte hineinträumen kann.

Weites Meer und wilde Leidenschaft
Bei dieser Geschichte bin ich ein wenig zwiegespalten. Der Anfang hat mir sehr gut gefallen, die Auflösung der Situation kurz vor Ende war für mich aber ein wenig zu konstruiert. Das eigentliche Ende hat mir dann aber wieder gefallen, weil es Raum lässt die Geschichte nach Belieben weiterzuspinnen.

Heiße Nächte auf Sardinien
Dies war in diesem Buch meine Lieblingsgeschichte. Zwar war sie von allen drei Geschichten auch die kitschigste, aber hin und wieder hat man ja das Bedürfnis nach ein bisschen Kitsch und es passte insgesamt sehr gut zusammen alles.

Der geheimnisvolle Unbekannte
Venedig ist eine Stadt, die ich auch unheimlich gerne einmal besuchen möchte. Trotzdem konnte ich mich in diese Geschichte am wenigsten einfühlen. Vielleicht weil mir persönlich die Menschenmengen im venezianischen Karneval zu viel wären und ich daher das Startsetting nicht so mochte, vielleicht aber auch, weil es mir hier am schwersten gefallen ist mich wirklich in die Charaktere einzufühlen, da sie doch ganz anders gehandelt haben, als ich das in einer vergleichbaren Situation tun würde.

Fazit
Das Buch beinhaltete eine kurzweilige Sammlung von erotischen Kurzgeschichten mit Urlaubsfeeling, die natürlich jede für sich gelesen werden können und jedes Mal aufs Neue ein wenig Abstand zum derzeitigen nasskalten Alltag bieten. Natürlich ist die Liebe auf den ersten Blick, wie sie in diesem Buch gehäuft auftritt vielleicht nicht das, was man in der Realität so oft so erlebt, aber hin und wieder braucht man ja auch gerade mal eine überdurchschnittlich romantische Liebe.
Ich vergebe 4 Punkte
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[Rezension] Nachschlag

Das Buch das ich heute rezensiere ist eigentlich noch nicht dran, also wenn ich so nach der Reihenfolge meines SUBs (Stapel unrezensierter Bücher) gehe, der ja durch meinen unfallbedingten Krankenhausaufenthalt viel zu groß wurde. Aber da der Autor Siegfried Langer heute Geburtstag hat, dachte ich mir, dass das ein guter Aufhänger ist die Rezension für sein Buch vorzuziehen.
Das Buch „Nachschlag“ hatte er zunächst unter dem Pseudonym Ole Tänzer veröffentlicht, jetzt ist aber die Neuauflage unter seinem echten Namen erschienen unter dem er auch schon einige andere Bücher veröffentlicht hat. „Nachschlag“ ist mal ein Buch, das sich aus einer ganz anderen Perspektive mit dem Thema SM beschäftigt, als die anderen Bücher, die ich aus diesem Bereich bisher rezensiert hatte, unter anderem deswegen fand ich es sehr spannend zu lesen. (Übrigens ist es gerade im Angebot bei Amazon, noch bis 30.11. für 0,99€, es lohnt sich also schnell zuzuschlagen.)

Autor Siegfried Langer
Preis eBook: 0,99€
Taschenbuch: 9,30€
Seiten 255
Verlag Selfpublishing
Genre Thriller
Erscheinungsdatum 30. August 2015

Zum Inhalt (Klappentext)
Sind Sie mutig?
Mutig genug, sich in ein Leben hineinzuversetzen, das Ihnen fremd und bizarr erscheint?
Ein Leben, so viel anders als Ihr eigenes?
Ein Leben jenseits Ihrer Vorstellungskraft?

Könnte Ihr Arbeitskollege solch ein geheimes Doppelleben führen? Ihr bester Freund? Ihr Bruder?
Wagen Sie einen Blick in Kopf und Seele: Abgründe tun sich auf!

‘Nachschlag’ ist ein Thriller, der im Hier und Heute spielt, mitten in Deutschland.
Und dennoch führt er Sie in eine parallele Gesellschaft.
In eine Gesellschaft der Obsession, der Sucht und des Verlangens.
Und doch auch in eine Gesellschaft voller Vertrauen, Hingabe und Liebe.

‘Leben und leben lassen’, so lautet hier die Devise.
Aber wehe dem, der an den Falschen gerät, denn es geht jemand um, der Leben nimmt.

Ist Björns Bruder Ole diesem Jemand ins Netz gegangen?
Seit Wochen hat sich Ole nicht mehr bei Björn gemeldet, sein Briefkasten wurde seit Tagen nicht geleert, die Lebensmittel im Kühlschrank sind verschimmelt.
Björn durchstöbert Briefe, Notizen, Visitenkarten.
Hilfreich wären die E-Mails seines Bruders; doch wie lautet das Passwort des Accounts?
Als er es endlich herausfindet, erfährt er Dinge aus dem Leben seines Bruders, die er nie für möglich gehalten hätte.

‘Nachschlag – Ich bin dein Herr und Mörder’
Mehr als ein Thriller.
Geheimnisvoll. Hart. Erhellend.

Meine Meinung
Klappentext und Cover
Das Cover ist recht schlicht gehalten, lässt aber sofort erahnen, dass wir es hier mit einem Thriller zu tun haben. Es passt mit seiner düsteren Symbolik sowohl zum Genre allgemein, als auch zu diesem Buch und seinem Inhalt im speziellen
Das gleiche trifft auf den Klappentext zu, der auf der einen Seite zwar schon viel verrät, auf der anderen Seite aber genug offen lässt, um die Spannung beim Lesen nicht zu zerstören
Geschichte und Stil
Die Geschichte ist aus zwei Perspektiven geschrieben, zum einen in der Gegenwart aus der Sicht von Björn, der seinen Bruder sucht und zum anderen aus der Sicht von Ole. In den Kapiteln aus Oles Sicht erfährt man von dessen Erlebnissen in der näheren Vergangenheit. Mir hat diese Aufteilung gut gefallen. Man erfährt so letztendlich ein kleines bisschen mehr über Ole, als sein Bruder Björn im Laufe seiner Suche, aber dennoch in ähnlicher Reihenfolge, wie Björn die Geheimnisse seines Bruders aufdeckt.
Zum Stil kann ich nicht viel mehr sagen, als dass er mir gut gefallen hat, ich bin super ins Buch reingekommen, ich konnte mich gut in die einzelnen Situationen einfühlen.
Die Charaktere
Alle Charaktere sind gut und detailliert ausgearbeitet. In gewisser Weise wirken einige der Charaktere etwas überzeichnet, letztlich denke ich aber doch, dass es sehr wohl realistische Charaktere sin. Im realen Leben passiert es einem ja auch, dass man Menschen trifft, bei denen man das Gefühl hat, dass sie irgendwie zu extrem sind. Mir persönlich hat vor allem Oles beste Freundin gut gefallen, eine schrille, aber auch extrem sympathische Figur.

Fazit
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Man merkt, dass auch in die Hintergründe viel Arbeit gesteckt wurde, sowohl was die Ausgestaltung der Charaktere betrifft, als auch was die SM-Thematik betrifft. Der Umgang mit dem Thema im Zusammenhang mit einem Thriller hat mir wirklich sehr gut gefallen, besonders auch, weil auch deutlich gezeigt wird, wer und was nicht Teil der BDSM-Szene und dem damit verbundenen einvernehmlichen Ausleben von Phantasien ist. Ausgesprochen gut hat mir übrigens auch das Ende gefallen.
Ich vergebe 5 Punkte.
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Gnocchi in Käsesoße

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Meinem letzten Beitrag hatte ich ja schon kurz erwähnt, dass es auf meinem Blog deswegen zwei Wochen lang nichts neues gab, weil ich mir den Arm gebrochen hatte. Und im Krankenhaus konnte ich zwar viel lesen, was soll man da schließlich sonst tun, wenn man gerade nicht schläft, aber bloggen ging gar nicht, einhändig vom Handy aus bloggen, das widerspricht dann doch meinem Anspruch an das Ergebnis und das, obwohl ich ja nun wirklich nicht perfekt bin. Außerdem hab ich ja auch nicht gekocht im Krankenhaus.
Herzfutter Blog-Event – 12 x Schweizer Käse, 12 x Genuss!
Jetzt bin ich aber wieder zuhause und koche auch wieder. Bei allem was einarmig nicht geht, also Dinge schneiden oder Auflaufformen in den Ofen stellen zum Beispiel, muss mir halt mein Freund derzeit helfen, das macht er gerade für leckeres Essen aber gerne. Und deswegen habe ich heute ein schnelles, fast komplett einarmig zubereitbares Rezept für ganz leckere Gnocchi in Bündner Bergkäsesoße für euch. Eigentlich hatte ich den leckeren Bündner Bergkäse vom Team des Schweizer Käse zur Verfügung gestellt bekommen um damit am Blogevent „Dem Käse auf der Spur“ von Herzfutter teilzunehmen, durch den Armbruch habe ich es aber nicht mehr rechtzeitig vor der Deadline geschafft. Zum Glück ist der Käse aber noch ein paar Tage haltbar und so konnte ich jetzt etwas verspätete und außer Konkurrenz noch meinen Beitrag fertig stellen.

IMG_0031Zutaten:

200g Bündner Bergkäse
200ml Sahne
100ml Milch
500g Gnocchi
150g Bacon

Als erstes muss der Bergkäse gerieben werden. Das hat, wie ihr euch vielleicht denken könnt, mein Freund übernommen. Dann mischt man den geriebenen Käse mit der Sahne, der Milch und den Gnocchi. Am besten macht man das direkt in der Auflaufform. Es muss auch nicht perfekt gemischt sein, aber der geriebene Käse sollte eben nicht nur als Schicht auf den Gnocchi liegen, sondern überall ein bisschen in den Zwischenräumen verteilt sein. Auf den Gnocchi verteilt man nun den in Scheiben geschnittenen Bacon. Und schon kommt alles zusammen für ca. 25 Minuten bei 180°C Umluft in den Backofen.
Und ja, es stimmt, dass keinerlei Gewürze verwendet werden. Der Käse ist nämlich schon so würzig und lecker, dass es einfach nicht mehr braucht, um diesen schnellen Auflauf extrem lecker zu machen. Und der Bacon ist ja auch würzig. Also Salz braucht man auf keinen Fall, Pfeffer eigentlich auch nicht und auch sonst braucht man an Gewürzen wirklich…. Nichts. Man könnte vielleicht ein paar frische, kleingehackte Kräuter untermischen, für ein paar grüne Farbtupfer. Aber geschmacklich notwendig ist das wie gesagt wirklich nicht.
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Tja, und das war schon mein erstes einarmiges Rezept, das ich mit euch teile. Da ich noch Bergkäse übrig habe kann es aber gut sein, dass ich euch noch mit einem weiteren Rezept erfreue. Vielleicht schaffe ich es auch trotz meiner derzeitigen Einschränkung noch, eine meiner ursprünglichen und etwas aufwändigeren Ideen mit dem Käse umzusetzen.

[Rezension] Samtpfotes Brut

Endlich habe ich mal wieder einen Beitrag für euch. Ein paar haben es bei Twitter schon mitbekommen, ich hatte vor knapp zwei Wochen auf dem Weg zur Arbeit einen Fahrradunfall und habe mir den Oberarm gebrochen. Man hat mich bei der OP anständig wieder zusammengeflickt, aber ich tippe immer noch einhändig, was ein größeres Handicap ist, als ich zuerst erwartete habe. Und jetzt bin ich mit meinen Rezis ein wenig im Verzug, weil ich im Krankenhaus natürlich viel Zeit zum Lesen hatte, aber keine Rezis geschrieben habe.
Heute aber erstmal ein Buch von meinem viel zu hohen Rezi-Stapel: und zwar durfte ich das neuste Buch der wunderbaren Yvonne Gees lesen (ich war ja Anfang des Jahres bereits von ihrem Dark-Fantasy-Roman Elurius (Vater der Engel 2) schwer begeistert.) Samtpfotes Brut ist eine ganz andere Geschichte, aber dennoch ebenfalls absolut lesenswert.

Autor Yvonne Gees
Preis eBook: 2,99€
Taschenbuch: 8,95€
Seiten 208
Verlag CreateSpace Independent Publishing Platform
Genre Horror
Erscheinungsdatum 22. August 2015

Zum Inhalt (Klappentext)
Auf leisen Pfoten tapst der Tod ins Haus.
Andrea Holmer lebt auf dem Land und hat ein großes Herz für Tiere. Als ihre Schwester, die Tierschützerin Birgit Graf, eine aus dem Versuchslabor gerettete schwangere Katzendame bei ihr unterbringen möchte, kann sie nicht nein sagen. Auch ihre zehnjährige Tochter Lisa freut sich über das neue Haustier, das schon bald seine Jungen zur Welt bringt. Die Holmers verteilen den üppigen Wurf an tierfreundliche Menschen in ihrem Umfeld, müssen aber schnell feststellen, dass diese Tiere überhaupt nicht menschenfreundlich sind.
Sie wissen, wo es weh tut. Und sie vermehren sich rasant.

Meine Meinung
Klappentext und Cover
Sowohl Klappentext, als auch Cover lassen wenig Zweifel daran, dass die Kätzchen um die es in diesem Buch geht nicht so süß und flauschig sind, wie wir unsere geliebten Stubentiger sonst kennen. Ich finde auch, dass beides gut zum Buch passt und weder falsche Erwartungen weckt, noch zu viel verspricht oder verrät.

Geschichte und Stil
Die Geschichte ist flüssig zu lesen und der Stil passt gut zur Geschichte. Ich bin sehr gut in die Geschichte reingekommen und hätte sie auch problemlos in einem Schwung durchlesen können, wenn ich nicht zwischendurch immer mal wieder aus der Bahn hätte aussteigen müssen. Okay, und es gab auch ein Stellen, wo ich ein kleines Päuschen brauchte, weil das bei guten Horrorbüchern ja auch dazugehört, dass man vielleicht mal wieder einen Moment realen Alltag braucht.
Die Geschichte fängt eher langsam an, wird dann aber richtig rasant und dabei gibt es eben auch Szenen, bei denen man wirklich froh ist, wenn man vom Buch aufsieht und feststellt, dass es helllichter Tag ist und man in einem vollen Zug sitzt.

Die Charaktere
Die Charaktere haben mir allesamt gut gefallen. Also nicht, dass ich alle mal kennenlernen möchte und noch weniger, dass ich mit allen befreundet sein könnte. Aber sie waren glaubhaft dargestellt und ihre Handlungen nachvollziehbar. Besonders die zehnjährige Lisa mochte ich.

Fazit
Eine sehr gelungene Horrorgeschichte, die sowohl für Katzenhasser, als auch für Katzenliebhaber lesenswert ist. Besonders letztere werden am Ende der Geschichte sicherlich froh sein, dass ihre kleinen Stubentiger mit Samtpfotes Brut eher wenig gemein haben. Da das Buch nicht so schrecklich lang ist, kann man es auch gut zwischendurch lesen, aber trotz der Kürze hat man nicht das Gefühl, dass in der Geschichte etwas fehlt. Für mich war es allerdings kein Buch, das ich abends im Bett lesen könnte, aber ich bin was solche Sachen betrifft auch eher ein Weichei. Und irgendwie macht das ein gutes Horrorbuch ja auch aus, dass man es lieber bei Tag liest.
Ich vergebe 5 Punkte.
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Eierlikör-Nutella-Marmorkuchen

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Es ist Herbst, die Uhren wurden auf Winterzeit umgestellt, sodass es noch früher dunkel wird, als ohnehin schon und ich habe dieses Jahr offenbar meine Schreibblockade mit Hilfe des NaNoWriMo wirklich endlich durchbrechen können. Nach über zwei Jahren ohne ein vernünftiges Wort auf dem Papier etwas, woran ich schon fast nicht mehr geglaubt habe.
Aber dennoch soll es hier jetzt nicht ums Schreiben gehen, sondern ich möchte ein schnelles, aber sehr leckere Kuchenrezept mit euch teilen. Gerade um diese Jahreszeit braucht man ja Kuchen. Viel Kuchen um genau zu sein. Und was könnte da besser sein, als Kuchen mit Nussnougatcreme? Richtig, Kuchen mit Nussnougatcreme und Eierlikör! Ihr erinnert euch an das Paket, das Verpoorten mir geschickt hat, in dem genug Eierlikör für mehrere harte Winter war? Ich befürchte langsam, dass es doch nicht ganz so viele Winter dauert, bis ich es aufgebraucht habe.

Und weil es eben kaum etwas Bessres gegen den Herbstblues gibt, als leckeren Kuchen, nehme ich mit diesem Rezept an der Herbstblogparade vom Kochmädchen teil, die noch bis zum 9. November Rezepte sucht, die einem das trüber werdende Wetter versüßen (oder versalzen, wenn das glücklich macht).

IMG_1226Zutaten:
3 Tassen Mehl
2 Tassen Zucker
1 Tasse Öl
1 Päckchen Backpulver
4 Eier
1 Tasse Eierlikör
2-3 EL Nutella
nach Belieben Puderzucker

Ich habe für dieses Rezept mein geliebtes Tassenkuchenrezept als Grundrezept genommen. Die Tasse war auch hier wieder eine mit ca. 200ml Fassungsvermögen, also die Mengenangaben entsprechen in etwa amerikanischen Cups, aber ein deutscher Kaffeebecher tut es zum Abmessen auch, es kommt auch nicht auf 20ml hin oder her an bei der Tasse.
Zunächst bereitet man jedenfalls den Grundteig aus allen Zutaten bis einschließlich den Eiern. Wie immer beim Backen empfehle ich aber natürlich nicht sofort alles zusammen zu kippen, sondern zuerst die trockenen Zutaten (also Mehl, Zucker und Backpulver) zu vermischen und dann die feuchten (also Eier und Öl) zuzugeben. Den nun fertigen Grundteig teilt man in zwei Teile, das ist ja bekanntermaßen der Spaß beim Marmorkuchen, dass man zwei verschiedene Teige hat. Die eine Hälfte wird mit dem Eierlikör verrührt, in die andere Teighälfte rührt man die Nutella (oder eine beliebige andere Nussnougatcreme, ich möchte jetzt hier eigentlich gar keine Werbung machen). Der Eierlikörteig wird natürlich etwas flüssiger als der Nussnougatteig. Beide kommen aber zusammen in eine Guglhupfform. Ich hatte den dunklen Teig zuerst eingefüllt und dann den hellen, vielleicht wäre es aber sogar hübscher, wenn man erst den hellen, etwas dünnflüssigeren Teig einfüllt und dann eine etwas schönere Marmorierung bekommt. Wobei man ja auch einfach mit einem Löffel nachhelfen kann, damit die beiden Teigsorten ein bisschen vermischt werden.
So, und jetzt kommt der Kuchen für ca. 70 Minuten in den vorgeheizten Backofen und zwar am besten nur bei 160°C. Dadurch, dass der Eierlikörteig relativ flüssig ist, braucht der Kuchen so lange und das klappt dann bei niedriger Temperatur besser, dann ist es auch nicht so schlimm, wenn es hinterher noch 5 oder 10 Minuten länger dauert, bis die Stäbchenprobe einem erlaubt den Kuchen aus dem Ofen zu nehmen.
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Auskühlen lassen, mit Puderzucker bestäuben und genießen! Statt Puderzucker kann man natürlich auch eine Schokoglasur auf den Kuchen machen oder beides weglassen. Auf jeden Fall ein einfach zuzubereitender Kuchen, auch wenn er dann im Ofen seine Zeit braucht und man natürlich ein kleines bisschen aufpassen sollte, dass er nicht zu dunkel wird (zur Not zwischendrin mit etwas Alufolie abdecken, aber das ist ja auch kein Hexenwerk) und trotzdem sehr lecker. Und Nutella und Eierlikör… also wenn das nicht gegen Herbstblues hilft, dann weiß ich auch nicht.
(Und ja, ich weiß, dass ich oben versprochen habe, dass es ein schneller Kuchen ist und dass man das natürlich ein bisschen eine Lüge nennen kann, weil 70 Minuten nicht so richtig schnell ist, wenn man bedenkt, dass der Kuchenteig vorher auch erst einmal zusammengerührt und in eine Form gefüllt werden muss. Aber die Arbeit die man selbst hat ist ja doch nun wirklich nicht groß und dass das mit dem Backen manchmal etwas dauert, na ja, das kennt ihr ja und in der Zeit kann man sich ja zum Beispiel ganz wunderbar hinsetzen und ein paar Worte für den NaNoWriMo schreiben. Oder eben auch ein paar mehr. Hauptsache man vergisst dann nicht den Kuchen aus dem Ofen zu nehmen.
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Schokocupcakes mit Marshmallowhaube

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Es ist schon wieder soweit: Halloween steht vor der Tür. Eigentlich hab ich es nicht so damit muss ich gestehen, ich fand es immer ganz praktisch, dass der 31.10. direkt vor dem 01.11. liegt (ja, ernsthaft, das tut er wirklich!) und damit der perfekte Tag ist, um sich abends an den PC zu setzen, auf Mitternacht zu warten und dann wie wild loszuschreiben (ich sag nur: NaNoWriMo) statt sich in irgendwelche mehr oder minder gruseligen Kostüme zu werfen und auf schummrig beleuchtete Partys mit Plastikspinnweben an den Wänden zu gehen. Aber irgendwie hat es mich trotzdem gepackt am Halloween-Event von Rock & Owl teilzunehmen. Leider nicht ich mit dem Ergebnis letztlich nicht ganz so glücklich… aber da das nur die Optik und nicht den Geschmack betrifft, lohnt sich das Nachmachen für euch trotzdem.

IMG_3444Zutaten:
230g Mehl
30g ungesüßtes Kakaopulver
3 TL Backpulver
1 Prise Salz
100g Zucker
1 Ei
80ml Rapsöl
250ml Buttermilch
Topping:
3 Eiweiß
½ TL Weinstein-Backpulver
1 Prise Salz
150g Puderzucker
Evtl. etwas Schokolade

Zunächst vermischt man die trockenen Zutaten miteinander, dann gibt man die feuchten Zutaten hinzu und rührt sie ordentlich unter. Der Teig wird relativ flüssig, unterrühren ist daher der genau richtige Begriff dafür und das Ganze geht auch wunderbar völlig ohne kompliziertes Zubehör mit einem Schneebesen oder sogar einer Gabel von Hand. Man kann natürlich auch den Mixer oder die Küchenmaschine nehmen, aber das krame ich für so eine Teig nicht aus dem Schrank.
Nun füllt man den Teig in Muffinförmchen und bäckt ihn für 20 bis 25 bei 160°C im vorgeheizten Backofen. Bei mir wurden es nur 10 Muffins und ich habe nach diesem Rezept schon sehr oft und auch in verschiedenen Formen Muffins gebacken, es wurden immer entweder 10 normale oder 12 eher kleine.
Kommen wir nun zum Topping. Das ist ein wenig mehr Arbeit als die Muffins, aber so schlimm nun auch wieder nicht. Ihr braucht dazu zunächst einmal ein Wasserbad. Ich hänge dafür einen kleinen Topf in einen große und fülle in den großen Topf das Wasser, aber nicht bis zum Boden des kleinen Topfes. Aber es gibt ja auch Menschen, die so Schüsseln haben, die speziell für Wasserbäder sind. Na ja, ihr kriegt das schon hin. Wasserbad also. In den kleinen Topf kommt das Eiweiß zusammen mit dem Backpulver und einer Prise Salz und wird zu einem festen Schnee geschlagen. Das Wasser sollte übrigens nicht kochen, sondern nur sieden, also so, dass schon etwas Dampf aufsteigt, es aber nicht sprudelnd blubbert. Wenn der Eischnee richtig schön fest ist, rührt ihr nach und nach den Puderzucker unter, bis ihr eine richtig schöne, feste Baisermasse habt. Aber wirklich erst, wenn der Eischnee fest ist, wenn ihr den Puderzucker zu früh unterrührt, wird die Masse nämlich nicht fest genug. Es gibt Rezepte in denen es so beschrieben ist, dass man meinen könnte, dass man sofort Ei und Zucker zusammenrühren kann, das klappt aber nicht. Ob man anstelle von Weinstein auch normales Backpulver nehmen kann weiß ich nicht. Ich vermute ja, aber ihr dürft mich trotzdem nicht schlagen, wenn es nicht klappt.
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Die Baisermasse kommt nun in einen Spritzbeutel. Da ihr für die Geisterhauben keine besondere Tülle braucht, die Geister sollen ja schließlich keine Rillen haben, könnt ihr auch problemlos die Gefrierbeutelversion mit abgeschnittener Spitze nehmen. Hätte ich vielleicht auch machen sollen. Die Öffnung meiner Tülle war nämlich wohl noch etwas zu klein und außerdem nicht rund, sondern rund mit einer Delle (wofür auch immer man so eine Tülle speziell jemals braucht), und deswegen sind mir meine Geister recht schief geworden. Okay, die Muffins sind auch schief aufgegangen. Doppeltes Pech also. Jedenfalls spritzt man mit dem Spritzbeutel nun hübsche Hauben auf die Muffins und mit etwas geschmolzener Schokolade kann man nun noch Geistergesichter auf die Baiserhauben malen. Und da die Muffins nun nur noch bis zum Verzehr kaltgestellt werden und nicht mehr gebacken oder getrocknet, sind es eigentlich keine Baisergeister, sondern Marshmallow-Fluff-Geister. Ich mag ja Fluff. Fluff ist toll.
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Man kann die Muffins leider nicht lange im Voraus zubereiten, da die Geister dazu neigen sich ganz geisterhaft zu verselbstständigen, wenn man sie zu lange stehen lässt. Mir ist einer schon beim Fotografieren vom Muffin/ Cupcake gerutscht. Das lag sicherlich auch daran, dass einige meiner Muffins eine recht glatte und schiefe Oberfläche bekommen habe, aber zu lange würde ich eben die Muffins nicht stehenlassen. Auch wegen dem rohen Eiweiß sollte man sie ja eher zügig verzehren. Also am besten bereitet ihr zumindest die Haube erst am Tag der Party zu. Und auch die Muffins aber besser maximal einen Tag vorher, die schmecken nämlich auch frisch am besten.

Ich hatte übrigens noch etwas Creme übrig und habe diese dann in kleine Schokobecher gespritzt und Babygeister gemacht. Nicht so sehr gruselig, aber dafür umso süßer. Und mit dem Eigelb, das ihr hinterher übrig habt könntet ihr zum Beispiel diese ganz wunderbaren Zitronentaler backen und sie auch noch ein bisschen halloweenmäßig verzieren.
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[Rezension] Icelands: Der Anfang

Heute gibt es mal wieder eine Jugendbuch-Rezension von mir. Um genau zu sein handelt es sich bei „Icelands: Der Anfang“ um den Beginn einer Jugendfantasy-Reihe und den ersten veröffentlichten Roman der Autorin. Ich habe es im Zuge einer Leserunde bei Lovelybooks gewonnen und hatte sehr viel Spaß sowohl in dieser Runde, als auch mit dem Buch selbst.

Autor K. C. Wiefelspütz
Preis eBook: 2,99€
Seiten 187
Verlag Selbstverlag
Genre urban Fantasy, Jugendbuch
Erscheinungsdatum 24. August 2015

Zum Inhalt (Klappentext)
Mona Koch ist 14 Jahre jung, begabt und unglücklich. Seit sich ihre Kräfte, die die Ärzte „Begabung“ nennen, manifestiert haben, gilt das ruhige Mädchen als noch größere Außenseiterin als zuvor. Sie versucht sich nicht unterkriegen zu lassen, obwohl sie auf ein weit entferntes Internat geschickt wird. Doch auch an der neuen Schule findet sie kaum Anschluss und alles scheint seinen alltäglichen Trott zu gehen – bis die aufgedrehte Melissa in ihre Klasse kommt und Monas Welt komplett auf den Kopf stellt.
„Zeigt mein Kind Anzeichen einer Begabung?

Verschwinden neuerdings immer wieder kleine Gegenstände in seiner Umgebung? Kann es fliegen? Dinge mit Gedankenkraft bewegen? Herzlichen Glückwunsch! Ihr Kind ist begabt! Melden Sie es noch heute auf dem Icelands an, um sich in seinen Fähigkeiten ausbilden zu lassen! Ab dem 14. Lebensjahr ist hier jeder willkommen, sei es nun ein Feuerelementarist oder ein Telekinet. Wir vom Icelands versprechen jeden jungen Begabten zu lehren seine Kräfte in sicherer Umgebung für die Gesellschaft einzusetzen.“
Meine Meinung
Klappentext und Cover
Das Cover ist sehr schlicht gehalten, gefällt mir aber gerade deswegen sehr gut, es lässt Raum für eigene Bilder und macht neugierig. Und für eine Reihe sind Cover wie dieses ja auch immer ganz gut, weil es leicht ist, sie so zu gestalten, dass man gleich erkennt, dass sie zusammen gehören.
Beim Klappentext mag ich, dass er nicht nur eine kleine Inhaltsvorschau enthält, sondern auch den Inhalt der Werbeflyer des Internats, auf das Mona im Buch gehen wird. Es wäre vielleicht sogar auch spannend gewesen, wenn der Klappentext nur aus dem Werbetext des Flyers bestünde, aber das wird wahrscheinlich dem Genre Jugendbuch nicht wirklich gerecht und auch der Tatsache, dass es sich um eine Reihe handelt. Also ist es schon gut so, wie es ist.
Geschichte und Stil
Man merkt der Geschichte an, dass es sich um den Auftakt einer Reihe handelt finde ich. Zunächst lernt man nach und nach die wichtigen Charaktere und kennen und dann erst setzt der Teil der Handlung ein, bei dem es wirklich spannend wird. Also nicht, dass es nicht vorher auch spannend war, aber es war eine andere Spannung, eben die, die es mit sich bringt, neue Charaktere kennenzulernen. Später erleben diese dann aber auch zusammen Abenteuer, die nicht nur für den Leser, sondern eben auch für die Protagonisten spannend sind. Dabei ist das Buch wirklich schön geschrieben, sodass man Mona und ihre neuen Freunden schnell ins Herz schließt und mit ihnen mitfiebert und mitleidet.
Die Charaktere
Mona und ihre Freunde sind allesamt Charaktere, die durch ihre kleinen Macken realistisch und liebenswert sind. Hin und wieder möchte man Mona vielleicht sagen, dass sie doch mal mehr mit ihren Mitmenschen reden soll und Melissa, dass sie dafür doch vielleicht mal den Mund halten soll. Aber gerade das macht es ja auch aus, dass man eben keine perfekten Schablonencharaktere ohne Fehler hat, sondern menschliche, mit Ecken und Kanten.
Fazit
Insgesamt hat mich und auch einige andere in der Leserunde das Buch in vielerlei Hinsicht an Harry Potter erinnert, aber es ist eben doch auch wieder etwas ganz anderes. Die Begabungen der Protagonisten sind eben keine magischen Fähigkeiten, sondern parapsychologische Fähigkeiten. Dass man schnell an Harry Potter denkt liegt wahrscheinlich daran, dass es eben eine Internatsgeschichte mit Jugendlichen ist, die besondere Fähigkeiten haben und zusammen in der Schule Abenteuer erleben. Von daher kann ich dieses Buch auch wirklich nur jedem empfehlen, der Harry Potter mag, es hat genug ähnliche Elemente, dass er auch dieses Buch sicher mögen wird und ist gleichzeitig eine ganz eigene Geschichte, sodass man keinesfalls das Gefühl bekommt, dass hier etwas abgekupfert wäre.
Ich vergebe 5 Punkte.
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[Rezension] Fräulein Glücklich backt

An sich habe ich ja nicht so den süßen Zahn, ich bin mehr für die pikanten Dinge zu haben. Aber trotzdem mag ich natürlich auch Backbücher und backe gerne mal süße Sachen. Irgendwie lassen sich Kuchen und Muffins ja auch ein bisschen besser zu Spielenachmittagen oder ähnlichem mitnehmen, als so ein Topf Suppe. Und heute habe ich mal eine ganze Sammlung der Backwerke der letzten Wochen für euch, weil ich das Backbuch rezensiere, in dem die Rezepte dazu stehen. Dieses Buch wurde übrigens von der Foodbloggerin geschrieben, nämlich wie der Titel des BUches schon sagt von Fräulein Glücklich.

Autor Silke Haun
Preis gebunden: 17,90€
eBook: 12,99€
Seiten 168
Verlag Löwenzahn Verlag
Genre Kochbuch, Backbuch
Erscheinungsdatum 29. Juli 2015

Zum Inhalt (Klappentext)
Süße Backideen, die glücklich machen!
Silke Haun, beliebte Foodbloggerin und leidenschaftliche Backfee, stellt in ihrem Buch herrlich abwechslungsreiche Rezepte vor, die bunte Freude zu Ihnen nach Hause bringen! Ob fruchtige Himbeer-Kokos-Küchlein, saftige Eierlikörcupcakes oder schokoladige Baisertorte – alle Rezepte kommen mit wenigen Zutaten aus, sind ganz leicht nachzubacken und doch außergewöhnlich raffiniert. Ihre besten Kuchen, Törtchen und kleinen Naschereien hat Silke Haun für ihr Buch wunderschön in Szene gesetzt und persönlich fotografiert.
Bunte Freude in der Backstube: mit unkomplizierten Rezeptideen, die glücklich machen
Meine Meinung
Das Buch hat eine sehr süße Aufteilung, die einmal eine schöne Abwechslung zu den üblichen Kapiteln in Back- und Kochbüchern ist. Trotzdem sind die Kapitel wirklich sinnvoll aufgeteilt. Die Rezepte sind schön bebildert, was für mich ja immer eine wichtige Sache ist, ich mag es nicht so, wenn Rezepte im Kochbuch sind, zu denen es keine Bilder gibt. Natürlich können so Bilder auch ein kleines bisschen frustrieren, wenn man selber es dann nicht so hübsch hingekriegt, aber ohne Bild ist einfach noch blöder. Wahrscheinlich muss man so ja auch denken, wenn man Foodblogger ist.
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Ich habe aus fast allen Kapiteln mindestens ein Rezept ausprobiert. Der Walnusslikör aus dem Kapitel „Nicht ohne uns“ ist allerdings noch nicht getestet, da er acht Wochen durchziehen muss und noch nicht so lange bei mir rumsteht. Und aus dem Kapitel „Immer her mit den Vitaminchen“ habe ich jetzt nichts gefunden, da die Beerenzeit ja schon vorbei ist. Aber an dieser Stelle dafür ein Lob dafür, dass passende Rezepte für jede Jahreszeit dabei sind.
Die Rezepte, die ich ausprobiert habe, haben soweit alle gut geklappt. Beim Zitronentörtchen hatte ich hinterher noch relativ viel Buttercreme übrig, es ist aber ja auch immer ein wenig Geschmacksache, wie dick man Kuchen mit Buttercreme einstreichen und füllen möchte. Was mir allerdings aufgefallen ist, war, dass zumindest einige Rezepte nicht für völlige Backanfänger geeignet sind. Zum einen traut man sich vielleicht als Anfänger nicht direkt an eine gefüllte Buttercremetorte heran, zum anderen waren aber auch einige der Zubereitungsschritte sehr knapp beschrieben, sodass ein Neuling womöglich nicht weiß, was gemeint ist.
Geschmacklich waren alle ausprobierten Backwerke sehr lecker, allerdings würde ich persönlich beim nächsten Mal bei den meisten weniger Zucker verwenden. Auch das ist ja immer etwas Geschmacksache, in diesem Buch wird wirklich süß gebacken.
Ein Kritikpunkt von meiner Seite ist, dass der Titel des Buches meiner Meinung nach nicht optimal zum Inhalt passt. Neben Rezepten für Backwerk gibt es auch relativ viele Rezepte für süße Leckereien, die mit dem Backen wenn überhaupt nur indirekt zu tun haben. Grundsätzlich gefällt mir diese Zusammenstellung gut, auch, weil zum Beispiel der Walnusslikör nicht nur im Kuchen vorkommt, sondern eben auch direkt das Rezept dafür im Buch zu finden ist, aber wenn ich ein Buch mit dem Titel „Fräulein Glücklich backt“ sehe, dann denke ich doch zunächst an ein reines Backbuch.
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Fazit
Ich freue mich sehr darüber, dass dieses schöne Buch den Weg in meine Kochbuchsammlung gefunden hat. Ich hatte bereits viel Freude an den Rezepten und werde auch noch ein paar weitere ausprobieren, wenn es wieder Beerensaison ist und wenn der Walnusslikör fertig ist. Für absolute Backanfänger ist es vielleicht nicht unbedingt zu empfehlen, aber wer sich auch an etwas aufwändigere Backwerke traut und mit den grundsätzlichen Begrifflichkeiten vertraut ist, für den ist das Buch super. Außerdem sind die Fotos wirklich sehr schön! Und für die österreichischen Ausdrücke gibt es hinten im Buch ein Glossar mit Übersetzungen. Falls man also nicht weiß, dass Topfen im Prinzip Quark ist, oder was Ribisel sind, dann wird einem dort geholfen. Ein tolles Koch-/ Backbuch, das auch super als Geschenk geeignet ist, vielleicht sogar in Tateinheit mit dem Walnusslikör oder ein paar selbstgemachten Marshmallows.
Ich vergebe 4,5 Punkte.
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