Schweinegulasch à la Conja

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Nach langer Zeit gibt es mal wieder einen Beitrag von mir, es gab mal wieder etwas zu Essen. Also nicht, dass ich in der Zwischenzeit nichts gegessen habe, aber es war nicht blogwürdig. Aber heute habe ich Schweinegulasch gemacht und mich dabei zwar von vorhandenen Rezepten inspierieren lassen, aber letztlich das Rezept doch selbst erfunden. Und weil ich es unkompliziert mag, war es das auch. Ein bisschen gedauert hat es zwar, aber das hat der Herd für mich erledigt. Aber fangen wir mal an mit den Zutaten (für 2 Personen):

IMG_1372500g Schweinegulasch (man kann natürlich auch Rind nehmen, oder gemischt)

100 ml Sahne

100g Schmand

1 Zwiebel

Etwas Tomatenmark (ca. 1-2 TL voll)

Ca. 500 ml Brühe

1 EL Öl (ich nahm Rapsöl)

Curry, Zimt, Pfeffer, eine Prise Zucker

Zubereitet habe ich wie folgt: zuerst Zwiebel und Fleisch klein würfeln. Gulasch kriegt man ja meist doch in eher großen Stücken gekauft, es schadet nicht, das zu verkleinern. Dann die Zwiebelwürfel im heißen Öl anbraten, das Fleisch dazu geben und ebenfalls anbraten. Jetzt kommen das Tomatenmark und die Gewürze dazu (ruhig reichlich würzen, das verträgt das Gulasch), kurz mit anbraten, dann mit der Gemüsebrühe auffüllen und die Temperatur runterschalten. Jetzt kommen noch Sahne und Schmand dazu und werden schön untergerührt und dann läßt man das Ganze eine kleine Ewigkeit auf kleiner Flamme vor sich hin köcheln. Hin und wieder sollte man mal danach schauen und ein kleines bisschen rühren. Wenn die Flüssigkeit in etwa auf die Hälfte reduziert ist, kann man essen. Oder es noch weiter köcheln lassen und später essen. Irgendwann muss man halt wieder etwas Wasser nachgießen, weil es sonst anfängt anzubrennen.
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Bei uns gab es dazu Kartoffelklöße, man könnte auch einfach Salz- oder Pellkartoffeln dazu essen, oder Nudeln. Ich glaube Reis finde ich persönlich nicht ganz so passend. Durch Curry und Zimt bekommt das Ganze eine persische Note, das Schwein ist natürlich gar nicht persisch, aber ich hatte eben gerade Schwein da und kein Rind. Relativ wichtig ist bei dem Gericht, dass man es wirklich lange köcheln läßt, nicht nur wegen der Reduktion der Soße, sondern auch, weil dadurch das Fleisch schön mürbe wird. Meine Ewigkeit könnte übrigens in etwa eine Stunde gedauert haben, ich hab nicht so genau auf die Uhr geschaut, sondern danach, wie es im Topf so aussah.
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Ich habe übrigens hinterher noch eine Dose Pilze warm werden lassen in meiner Hälfte Gulasch. Wenn alle Mitspeisenden Pilze essen, kann man die auch schon früher reintun. Und wenn man Dosenpilze doof findet, kann ich das verstehen und man kann total problemlos frische Champignons nehmen. Diese dann einfach zusammen mit Zwiebel und Fleisch kleinschneiden und nach den Zwiebeln in den Topf geben und dann eben das Fleisch und weiter wie oben beschrieben. Paprika könnte man alternativ auch dazu tun, oder zusammen mit den Pilzen. Aber der geneigte Leser weiß ja vielleicht bereits, dass ich warme Paprika nicht so sehr liebe.
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Fazit: es war lecker genug, dass ich das Rezept für teilungswürdig befunden habe, offensichtlich. Und wenn man nicht sofort verhungert, sondern ein bisschen Zeit hat zum Kochen, ist es auch wirklich nicht schwierig. Und durch die Gewürze ist es ein bisschen exotisch. Ich mag das ja durchaus mal exotisch. Und statt Curry sollte man eigentlich nur Kurkuma nehmen, aber dann hätte ich nochmal einkaufen gehen müssen, deswegen hab ich Curry genommen. Und weil wir alles aufgegessen haben, gibt es leider mal wieder kein Bild. Vielleicht liefere ich irgendwann mal eines nach, wenn ich das mal wieder koche und dran denke. Aber beschwören kann ich es nicht.

Edit: Dass es bei mir zu dem Gulasch Kartoffelstäbchen gibt liegt übrigens daran, dass die Iranerin, von der ich zu dieser Art Gulasch zu würzen inspiriert wurde, ihr Gulasch immer mit diesen Kartoffelstäbchen dekorierte und servierte. Und das Gulasch ist so auch deutlich fotogener, als solo. Ist ja leider so, Gulasch ist zwar sehr lecker, aber nicht so richtig sehr fotogen.

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