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Matcha-Zucchini-Soufflé

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Matcha ist ja derzeit in aller Munde, in jeglicher Hinsicht. Der japanische Grüntee findet hierzulande allerdings eher selten Verwendung in Teezeremonien, sondern zumeist in süßem Gebäck. Ich habe selbst tatsächlich noch nie etwas Süßes mit Matcha gebacken, beim FoodbloggerCamp in Reutlingen habe ich allerdings leckere Greenies mit Matcha probiert. Immerhin. Und jetzt hat Jule vom Hädecke Verlag auf ihrem Blog dazu aufgerufen pikante Rezepte mit Matcha zu zaubern. Da dazu netterweise auch noch einigen Bloggern kleine Proben zur Verfügung gestellt wurden, war das für mich die Gelegenheit auch endlich mal selbst etwas mit Matcha zu machen und ich finde das Ergebnis extrem lecker. Ich habe dieses Zucchinisoufflé früher auch schon ohne Matcha gebacken, der grüne Tee passt als Ergänzung aber wirklich ganz hervorragend dazu.

IMG_0975Zutaten:
400g Zucchini
3 Frühlingszwiebeln
50g Mehl
200g Frischkäse
200g Feta
5 Eier
4 EL Pecorino
1-2 TL Matcha
Salz, Chili, Muskatnuss

Zunächst muss die Zucchini geraspelt werden. Ich habe das dieses Mal von Hand gemacht, man kann aber natürlich auch faul sein und die Raspelscheibe der Küchenmaschine dafür verwenden. Hauptsache eben man hat hinterher ganz viel ziemlich kleine Zucchinistücke. Dann schneidet man die Frühlingszwiebeln in dünne Ringe. Wenn man möchte kann man Zucchini und Zwiebeln in etwas Öl (ich würde Rapsöl nehmen) anbraten, das muss man aber nicht unbedingt und ich habe auch darauf verzichtet.
Nun salzt man Zucchini und Zwiebeln und mischt sie dann mit dem Mehl und dem Matchapulver. Dann rührt man den Frischkäse, den geriebenen Pecorino und die Eier unter. Da es ein Soufflé wird, sollte man meinen, dass man die Eier trennen und das Eiweiß zu Schnee schlagen muss, bevor man es dann unterhebt. Das ist aber nicht der Fall. Ich habe es ausprobiert, es macht beim Ergebnis praktisch keinen Unterschied, ob das Eiweiß einfach so, oder als Schnee zur Masse kommt.
Man kann neutralen Frischkäse verwenden, ein Kräuterfrischkäse passt aber auch ganz prima zu dem Soufflé. Aufgrund des vielen Käses braucht man übrigens nicht viel Salz extra zugeben, unter Umständen kann man das auch einfach ersatzlos streichen, gerade wenn man eben Kräuterfrischkäse nimmt, die Käsesorten sind ja auch alle schon salzig. Zum Schluss mischt man noch den in kleine Würfel geschnittenen Feta unter und würzt mit geriebener Muskatnuss und Chiliflocken.
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Die Zucchinimasse füllt man nun in eine Kastenkuchenform. Sie ist ziemlich flüssig. Das Soufflé kommt bei 180°C Umluft für eine knappe Stunde in den Ofen. Man sollte zwischendurch mal schauen wie die Kruste so aussieht, ich musste etwa die letzten 20 Minuten eine Alufolie über das Soufflé legen, sonst wäre es oben verbrannt. Ja, ihr habt richtig gelesen, ich habe auch noch den Frevel begannen und den Ofen zwischendurch geöffnet. War aber nicht schlimm.
Edit: Man kann natürlich auch einfach das Soufflé auch in kleinen Soufflé-Förmchen backen, dann wird es wohl deutlich schneller fertig sein und man muss sich keine Sorgen machen wegen einer zu dunklen Kruste. Ich hab das allerdings mangels der Förmchen noch nie ausprobiert und weiß daher werde wieviele man dann braucht (vielleicht 6?), noch wie lange es dann in den Ofen muss. Falls das mal einer von euch ausprobiert schreibt mir doch gerne in die Kommentare wie es war.

Das Soufflé geht im Ofen ziemlich auf, es fällt allerdings beim Abkühlen wieder etwas in sich zusammen. Das tut es aber auch, wenn man den Backofen nicht zwischendurch öffnet, also bei mir zumindest.
Wenn das Soufflé ausgekühlt ist kann man es ganz einfach aus der Form stürzen und in Scheiben schneiden. Es schmeckt warm, aber auch kalt und es ist wirklich richtig schön saftig und sehr sättigend und so lecker! Und auch wenn ein bisschen Mehl in dem Soufflé verwendet wird, das ist so wenig, dass es trotzdem immer noch absolut lowcarb ist.

Gallifreyan Shortbread

Ich halte mich ja mit Persönlichem hier auf dem Blog eher zurück, aus dem schlichten Grund, dass dies ein Food- und Bücherblog ist und kein persönliches Tagebuch. Trotzdem bin ich ja auch Mensch und das Leben 1.0 spielt immer eine Rolle, und wenn es nur ist, weil ich zum Beispiel seit Anfang des Jahres wieder Vollzeit arbeite und deswegen ein bisschen seltener blogge. Und damit wären wir auch schon sozusagen beim Thema dieses Beitrags, denn im Leben 1.0 bin ich Nerd oder möchte es gerne werden. Ja, ganz genau, ich gehöre zu diesen hässlichen, unsozialen, dicken Menschen mit Brille, die den ganzen Tag im abgedunkelten Kellerzimmer sitzen und eine Zeile Code an die andere reihen…
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Nur, dass mein Kellerzimmer sich im ersten Stock befindet und ziemlich große Fenster hat. Und meine Brille ist keine Nickelbrille! Und ich mag Menschen, also meistens jedenfalls. So in etwa ab dem Mittagessen. Vorher sollte man mich vielleicht nicht ansprechen, wenn man keinen grausamen Tod sterben möchte, aber nach genug Kaffee und so werde ich gegen Mittag durchaus verträglich.
2. Bloggeburtstag - Blogevent NERD-FOOD
Und deswegen musste ich ja für Daniela einen Beitrag zu ihrem Bloggeburtstagsevent von ihrem Blog Leberkassemmel herstellen, immerhin ist das Thema Nerd-Food! Und wisst ihr was? Das Thema ist gar nicht so einfach umzusetzen. Denn es sollte ja nicht nur ausreichend nerdig sein, sondern auch irgendwie ein bisschen zu mir passen. Mein erster Gedanke war dann Tetris, ich hab schon seit Jahren die Titelmelodie von Tetris als Handyklingelton. Aber da das bereits beim Event umgesetzt wurde, habe ich mich dann für eine andere sehr nerdige Leidenschaft von mir entschieden: Doctor Who – Shortbread!
IMG_1004Zutaten:
125g Butter
40g Zucker
25g Puderzucker
225g Mehl
1 EL Kakaopulver
1 Prise Salz
200g weiße Kuvertüre
Blaue Lebensmittelfarbe oder Zuckerschrift
Wie immer beim Backen vermischt man zunächst die trockenen Zutaten miteinander, Kakao und Puderzucker neigen beide zum Klumpen, wenn sie mit Mehl, normalem Zucker und Salz vermischt sind und man erst dann die sehr weiche Butter unterknetet klappt das einfach besser.
Der Teig wird sehr krümelig. Ich hab es nicht geschafft ihn ausrollbar zu kneten. Da ich aber ohnehin runde Taler haben wollte, habe ich einfach immer einen EL voll Teigkrümel in eine runde Form auf einem Backbleck geschüttet und mit dem Löffel dann einen Taler gepresst. Die runde Form ist übrigens die runde Ausstechform, die bei meinem Keksstempelset dabei war. Und ich habe dann auch ein paar Taler mit dem Keksstempel gepresst, das ging erfreulich gut. Mein letzter Keksstempelversuch war ja nicht so toll, ich denke dieses Jahr werde ich wohl zu Weihnachten Shortbread stempeln.
IMG_1008Aber zurück zum Doctor. Die Taler werden bei 160°C im vorgeheizten Backofen ca. 25 bis 30 Minuten gebacken. Da die Temperatur eher niedrig ist, ist die Gefahr, dass sie verbrennen nicht so groß, aber ein bisschen sollte man natürlich trotzdem drauf achten, dass sie nicht zu lang backen.
Die ausgekühlten Taler habe ich dann mit weißer Kuvertüre überzogen. Dazu habe ich die Kuvertüre geschmolzen. Ich mache das ja immer ohne Wasserbad direkt auf dem Herd, bei weißer Kuvertüre muss man dann aber wirklich richtig aufpassen, die ganze Zeit rühren und den Topf sofort von der Platte nehmen, wenn die Kuvertüre anfangen sollte wieder auszukristallisieren. Wenn man dann noch zu große Kuvertürestücke im Topf hat kann man sie nach einer Weile auch wieder auf die heiße Platte stellen. Wenn einem dabei wohler ist, kann man aber natürlich auch ein Wasserbad oder die Mikrowelle zur Hilfe nehmen. So oder so kommt die geschmolzene Kuvertüre auf die Taler, ich habe diese auf eine Pralinengabel gelegt, über den Topf gehalten, mit Kuvertüre begossen und dann mit er Gabel vorsichtig auf den Topfrand geklopft, damit die Schoko-Schicht schön gleichmäßig wird.
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So, und dann kommt der fisseligste Teil: die Schrift. Es gibt im Netz einige Seiten, die Übersetzer für Gallifreyan, die Schrift des Heimatplaneten des Doctors, anbieten, aber abmalen muss man dann eben doch noch selbst. Ich habe sowohl fertige Zuckerschrift, als auch blau gefärbte Kuvertüre ausprobiert. An sich fand ich die Kuvertüre besser, allerdings bräuchte man da wohl so einen Dekorierstift, in den man die blaue Kuvertüre füllen kann oder einen sehr feinen (und natürlich sauberen) Pinsel, was ich beides nicht hatte. Mit einem Zahnstocher hat es nicht gut geklappt die Kekse zu beschriften und mit einem selbstgebastelten Papiertütchen auch nicht. Die fertige Zuckerschrift ist aber auch recht unregelmäßig geworden. Na ja, vielleicht hätte ich auch nur mehr üben müssen. Immerhin kann man aber doch erkennen, was gemeint ist. Übersetzen müsst ihr jetzt allerdings selbst.
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Übrigens passen Schokoshortbread und weiße Kuvertüre extrem gut zusammen, zur Not auch ohne Gallifreyan. Und da Docotor Who ja eine britische Serie ist, ist es doch direkt noch ein bisschen nerdiger, das Gebäck nicht nur passend zu verzieren, sondern auch stilecht britisches Gebäck zu nehmen. Oder?
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Schokoladige Pralinen-Gugl

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In den letzten Tagen war es ja recht ruhig hier, aber heute muss ich endlich mal wieder einen Beitrag schreiben. Ich habe zuletzt vier neue Kochbücher bekommen, was, wenn man bedenkt, dass ich eigentlich keine Kochbücher kaufen will, solange ich nicht aus jedem mindestens zwei Rezepte gekocht habe, schon ein bisschen tragisch ist. Immerhin habe ich aber eines der Bücher geschenkt bekommen und nur drei der vier Bücher selbst gekauft und zwei habe ich auch nur gekauft, weil ich die Backformen haben wollte. Tja, und heute stelle ich euch die eine Form mal vor, zumindest ein kleines bisschen.
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Ich habe mir nämlich das Buch Feine Party-Gugl: Herzhafte & süße Rezeptideen für kleine Gugelhupfe.* gekauft, das im Set mit zwei Silikonbackformen für je 9 kleine Gugl geliefert wird. Vor allem eben, weil ich die Guglbackformen so gerne haben wollte. Aber irgendwie ist es auch ganz praktisch, dass bei den Formen das Buch mit den Rezepten dabei ist, da man ja doch erstmal ein Gefühl dafür bekommen muss, welche Teigmengen für so Mini-Gugl gebraucht werden.
Ich habe heute mal Schokogugl gebacken und dafür das Originalrezept nur relativ wenig abgewandelt, weil ich ja auch erstmal üben muss, für so kleine Formen Rezepte zu machen.

IMG_0928Zutaten:
20g Kakao
60g Mehl
50g Puderzucker
1 Prise Salz
1 Ei
60g Butter
50g saure Sahne
200g Vollmilch- oder Zartbitterkuvertüre
1 EL Nussnougatcreme

Ich habe zunächst die trockenen Zutaten miteinander vermischt, da sowohl Kakao, als auch Puderzucker dazu neigen ein wenig Klümpchen zu bilden und der Teig sich besser zusammenrühren lässt, wenn sie schon vorher vermischt sind. Dann habe ich Ei, in der Mikrowelle geschmolzene Butter und die saure Sahne zugegeben und alles zu einem glatten Teig verrührt. Dieser ist relativ weich, deswegen kann man ihn problemlos mit einem Löffel verrühren, ein Mixer oder so wäre eher Verschwendung.
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Um die Formen zu befüllen empfiehlt das Rezeptbuch den Teig in einen Spritzbeutel zu füllen und dann in die Formen zu spritzen und ich denke, das ist wirklich die sinnvollste Vorgehensweise. Man braucht natürlich keine besondere Spritztülle, sondern kann den Beutel einfach so ohne nehmen, es geht ja nur darum den Teig in die Formen zu kriegen. Man kann anstelle eines Spritzbeutels natürlich auch einen Gefrierbeutel oder so nehmen, von dem man eine Spitze abschneidet, da es ja wie gesagt nicht um die Form geht, ist das hier nicht mal ein optischer Nachteil.
Die Gugl werden für ungefähr 18 Minuten bei 180°C Umluft im vorgeheizten Backofen gebacken. danach lässt man sie ein wenig auskühlen und holt sie aus den Formen. Das hat bei mir ganz einfach geklappt, ich habe die ausgekühlten Formen ein kleines bisschen mit den Fingern bewegt und die Gugl sind schon rausgefallen, also wirklich total einfach, da war ich doch ein wenig begeistert.
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Ich habe dann die Gugl erst einmal komplett mit Kuvertüre überzogen und trocknen lassen, dabei ist das Loch in der Mitte bei den meisten von der Kuvertüre verschlossen worden unten. Dann habe ich die Nussnougatcreme in eine kleine, aus Backpapier selbst gedrehte, Spritztüte gefüllt und in die kleinen Mulden gefüllt. Da braucht man wirklich nicht viel, diese Mulde ist ja nicht sehr groß, deswegen reicht ein Esslöffel. Und dann habe ich oben nochmal eine Schicht Kuvertüre auf die Creme gemacht, um diese zu verschließen. Wenn man mag kann man die Pralinengugl nun noch verzieren, zum Beispiel mit etwas weißer Kuvertüre.
Ich werde beim nächsten Mal vielleicht noch ein kleines Haselnüsschen auf die Nougatcreme setzen, bevor ich die Kuvertüre darüber gieße, ich glaube das würde sehr gut passen.
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So, und weil dieses Rezept ja wirklich sehr schokoladig ist, passt es wunderbar zum Blogevent „Death by choclate“ vom Kochtopf zusammen mit Sibel von Insane in the Kitchen.
Übrigens sind die Schokogugl auch ohne Füllung und ohne Kuvertüre schon total lecker. Dann sind sie halt nur noch nicht ganz so zum Sterben schokoladig.
Blog-Event CVIII - Death by Chcolate (Einsendeschluss 15. Mai 2015)
Auf den Fotos sieht man übrigens, dass einige Gugl Löcher am Rand hatten, das ist offenbar beim Einfüllen des Teiges passiert, den ich scheinbar nicht bei allen Gugl ordentlich ohne Luftblasen in die Formen gespritzt habe, da muss man also ein kleines bisschen aufpassen, wirklich schwierig ist das aber nicht. Und zur Not kann man mit der Kuvertüre und der Nougatfüllung ja auch noch ein paar kleine Fehler kaschieren. (Ach ja, das Plüschige im Hintergrund, das ist der kleine Kater, der unbedingt auf dem Tisch sitzen wollte, auf dem ich die Gugl fotografiert habe…)
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Kleiner Nachtrag: Ich hab mal noch ein paar Gugl mit einer Mandel zusätzlich zur Nougatcreme gefüllt (Haselnüsschen hatte ich keine da und wollte keine kaufen) und ich habe mal ausprobiert, ob die kleinen Muffin-/ Pralinenförmchen von Ikea vielleicht von der Größe passender sind für die Gugl, als normale Pralinenförmchen, sie sind aber auch noch etwas zu klein. Normale Muffinförmchen sind dafür zu groß. Also da muss man wohl selbst basteln, damit es passt, oder eben die Gugl ohne Förmchen servieren.

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Spätzle-Karotten-Auflauf

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Im Moment schaffe ich es ja leider nicht an all den tollen Blogparaden teilzunehmen, an denen ich gerne teilnehmen würde und dann auch noch hin und wieder die Posts zu veröffentlichen, die sonst noch so „anstehen“. Aber für die Spätzleparade von Birkel und Cookin habe ich schon so lange den Beitrag in der Warteschleife, dass es wirklich verwerflich wäre, wenn ich ihn jetzt nicht mehr rechtzeitig veröffentlichen würde. Heute gibt es also Spätzle bei mir, als Auflauf, mit Karotten in Bechamelsoße.
#SpätzleParade Die Initiative für neue Ideen rund um Spätzle. Mehr auf cookin.de/spaetzle

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300g Birkel Schwäbische Hausmacher Spätzle
500g Karotten
2-3EL Mehl
2-3 EL Butter
300ml Milch
100g geriebener Käse
Salz, Pfeffer, Muskatnuss

Am besten hobelt man zuerst die geschälten Karotten in dünne Scheiben. Ich habe dazu die grandiose Hobelscheibe von meiner Küchenmaschine benutzt, ich bin ja immer noch total begeistert, dass damit sowas wie Karotten hobeln plötzlich total schnell geht und einem hinterher auch gar nicht die Arme wehtun.
Dann habe ich die Butter in einem kleinen Topf schmelzen lassen und nach und nach das Mehl eingerührt. In die Mehlbutter wird dann nach und nach die Milch gerührt. Wenn man das etappenweise macht kann man besser vermeiden, dass man Klümpchen bekommt soweit ich weiß. Ich habe glaube ich irgendwo schon mal damit angegeben, dass ich noch nie Klümpchen in meiner Bechamel hatte und das deswegen nur vom Hören-Sagen weiß, was man falsch machen kann? Ich glaube ein Trick ist auch, dass man die Mehlbutter nicht zu dick macht, zur Not kann man auch hinterher nochmal ein wenig weiteres Mehl in die Bechamelsoße rühren, wenn sie einem nicht dick genug ist. Deswegen sind die Mengenangaben auch nur so ungefähr, ich mache das immer nach Gefühl.
Die Bechamel würzt man relativ kräftig mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss, wer möchte kann auch ein wenig Brühepulver unterrühren, das fand ich allerdings unnötig. Dann kommen die Karottenscheibchen dazu und werden untergerührt, kochen muss man die Karottenbechamel jetzt nicht mehr, man kann sie aber noch auf der warmen Herdplatte stehenlassen während man die Spätzle vorkocht. Da noch alles in den Ofen kommt, müssen die Spätzle nicht vollständig gegart werden, aber ich finde es bei Spätzle doch besser, wenn man sie vorgart, sonst werden sie für meinen Geschmack nicht weich genug.
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Nun schichtet man Spätzle und Karottenbechamel in eine Auflaufform, also zuerst Spätzle, darauf Karottenbechamel, wieder Spätzle, wieder Karottenbechamel. Mehr Schichten wird man wohl in keine Auflaufform kriegen. Zu oberst streut man dann noch den geriebenen Käse über den Auflauf und dann kann alles für eine gute halbe Stunde in den Backofen, bei so etwa 180°C Umluft.
Fertig!
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Man kann natürlich anstelle zu schichten auch einfach Nudeln und Karottenbechamel miteinander vermischen und dann mit Käse überbacken im Ofen. Aber das hat meine Topfwahl nicht zugelassen und ich wollte doch ungerne noch einen weiteren Topf dreckig machen. Und außerdem sind geschichtete Aufläufe toll.

Schnelle Vollkornpasta mit Paprika und Bärlauch

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Wenn es schnell gehen soll ist ja Pasta immer eine gute Wahl, deswegen gibt es unter der Woche öfter mal das eine oder andere Pastagericht bei mir. Zuletzt hatte ich mal eine Suppe aus einem Kochbuch gemacht, von dem ich in den nächsten Tag eine Rezension hier posten werde und in diese Suppe kamen unter anderem auch Spaghetti. Und ich hab dann natürlich einfach die ganzen 500g Spaghetti gekocht und hatte deswegen am nächsten Tag noch die Hälfte davon übrig. Und damit habe ich dann ein kleines, schnelles, leckeres und gesundes Rezept für den Sojola Rezeptcontest gezaubert, der unter dem Motto „Gesunde Gerichte“ steht.

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250g Vollkornspaghetti
200g Paprika (rot, orange, gelb)
100g Kräuterfrischkäse
1 EL Bärlauchpaste
1 EL Sojola Öl
Eine Handvoll Paranüsse, zerstoßen

Zuerst müssen die Spaghetti gekocht werden. Das ist bei mir wie gesagt schon am Vortag passiert, das bietet sich für dieses Rezept auch an. Die Spaghetti werden dann nämlich in kurze Stücke geschnitten (man könnte sie natürlich auch vor dem Kochen in kürzere Stücke zerbrechen) und im Öl angebraten. Ich hab das in einem großen Topf gemacht, weil ich, wie meine Stammleser wahrscheinlich noch wissen, mit Pfannen nicht so kann und außerdem braucht man so nur ein Kochgeschirr spülen.
Die Nudeln müssen nicht total kross gebraten werden, aber halt so ein bisschen gebraten, wie man das gerne macht mit Nudeln vom Vortag. Wenn sie gut sind gibt man die kleingeschnittenen Paprika dazu und brät diese auch kurz mit. Ich hatte so kleine Snack-Paprika, die sind noch etwas süßer, als die großen, aber das ist Geschmacksache und die großen kriegt man natürlich auch überall, die kleinen nicht.
Jetzt kommt etwas Wasser dazu, ca. 150-200ml und wenn das warm ist rührt man den Frischkäse und die Bärlauchpaste ein. Wenn sich der Frischkäse aufgelöst hat und die Soße schön sämig ist, rührt man noch die zerstoßenen Paranüsse unter und schon ist man fertig.

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Und wer es gerne vegan möchte, der kann ganz einfach veganen Frischkäse benutzen, schon passt die Sache. Den kann man selber machen, dazu findet man auch Rezepte im Netz, oder man kauft ihn. Da ich selbst nicht vegan esse, habe ich aber normalen Frischkäse genommen.

Dafür habe ich noch die Bärlauchpaste selbergemacht:
150g Bärlauch
Ca. 5 EL Sojola Öl
1 EL Salz
Alles zusammen in einen Mixbehälter tun und zu einer schönen Paste vermixen. Geht auch mit dem Pürierstab, aber meiner hat diesen schicken Mixbehälter dazu, der ist für Pestos und Pasten super weil nichts rausspritzt, deswegen nehme ich den natürlich. 150g Bärlauch klingt wenig, ist aber ganz schön viel, diese Menge gibt in etwa ein 300ml Schraubglas voll Bärlauchpaste, das reicht ein paar Tage, da man ja auch nur kleine Mengen zu aromatisieren verwendet.

Spaghetti mit Bärlauch – Paranuss – Pesto

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Die Bärlauchsaison hat begonnen! Und wie! Ich war vor 10 Tagen das erste Mal welchen pflücken und ich nehme mal an, dass dieses Wochenende, wenn ich nochmal pflücken gehe, ganze Meere von Bärlauch am Rheinufer auf mich warten.
Die erste Fuhre Bärlauch habe ich zu Bärlauchpaste verarbeitet, also einfach den Bärlauch (es waren 170g, das klingt recht wenig, ist es aber nicht) zusammen mit drei oder vier Esslöffel Olivenöl und einem Teelöffel Salz püriert und ab in den Kühlschrank. Das hatte ich vor ein paar Jahren schon mal mit dem Bärlauch damals gemacht und die Paste hat sich mehrere Wochen gehalten.
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Und einen Teil dieser Paste habe ich dann heute zu Pesto weiterverarbeitet und zu Spaghetti gegessen. Dazu habe ich 50g Paranüsse mit 2 sehr gehäuften EL der Paste (das war etwa ein Drittel von der oben erwähnten Menge), 3 EL Olivenöl und 2 TL Salz im Mixer püriert. Das Pesto war recht dick, es ist also auf jeden Fall ganz hilfreich, wenn man ein wenig vom Kochwasser der Pasta auffängt, damit es sich geschmeidiger mit selbiger verrühren lässt.
Ja, das war auch schon das heutige Rezept. Da Bärlauch ja schon knoblauchig schmeckt, braucht man für das Pesto logischerweise keinen Knoblauch mehr, also wirklich nicht, ich fand es auch so schon sehr intensiv knoblauchig im Geschmack und habe mich wirklich gefragt, ob der Bärlauch wohl dieses Jahr besonders intensiv schmeckt. Parmesan fand ich auch nicht nötig, da die Paranüsse schon ein wenig cremig sind. Also ein ganz schnelles, ganz einfaches Rezept.
Anstelle der bereits vorbereiteten Bärlauchpaste kann man natürlich auch frischen Bärlauch verwenden, davon dann in etwa 50 bis 60g.
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Tja, und ich reiche dieses Rezept beim Blogevent „Nudeln wie daheim“ von Bereggie ein. Ich finde das Thema des Blogevents nämlich wirklich toll und deswegen musste ich schnell noch einen Beitrag dazu schreiben. Das Problem war, dass ich mich wirklich schwer getan habe, das passende zu finden. ich verbinde mit der Heimat meines Herzens kein spezielles Nudelgericht und auch mit keiner der anderen Gegenden, wo ich mal gewohnt habe. Okay, ich habe lange in Stuttgart gewohnt und da wären Kässpätzle passend gewesen, aber irgendwie ist das nicht so richtig etwas, was ich mit Heimat verbinde.
Blog-Event Be Reggie Nudelevent (Einsendeschluss 31. März 2015)
Meine Rettung war, dass es schon seit langem, also wirklich seit vielen Jahren, bei meinen Eltern Tradition ist, dass es Sonntags Pasta gibt, meistens Spaghetti. Und zwar mit selbstgemachter Tomatensoße und mit selbstgemachtem Pesto. Ich gebe zu, dass es normalerweise kein Bärlauchpesto war, aber zur Bärlauchsaison dann doch auch das hin und wieder, bei meinen Eltern ist der nächste Wald mit wildem Bärlauch auch nur wenige Gehminuten entfernt, daher passt auch das. Und überhaupt, so selbstgemachtes Pesto, das hat eben doch schon was von daheim. Ich glaube diese Tradition mit dem sonntäglichen Pesto haben meine Eltern noch eingeführt, als ich noch nicht ausgezogen war. Also wirklich vor richtig vielen Jahren. Ich glaube das ist damit dann doch heimatlich genug für das Event.
Die Bärlauchsaison hat begonnen! Und wie!
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After Eight Cupcakes

4. Geburtstags-Blog-Event - Souvenirs in der Küche
Bei Dorothée von Bushcooks Kitchen gibt es noch bis morgen ein sehr tolles Event zu ihrem vierten Bloggeburtstag. Es geht darum Souvenirs in der Küche vorzustellen, also etwas das man sich mal von irgendwo mitgebracht hat und jetzt in der Küche hat. Ich habe schon ein bisschen in den bisher eingereichten Beiträgen gestöbert und es sind echt schöne Geschichten, die da erzählt werden.
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Ich habe mich ein wenig schwer getan etwas zu finden, womit ich an diesem Blogevent teilnehmen kann. Durch zu viele Umzüge, bei denen sich meine Küche öfter verkleinert hat und aufgrund der Tatsache, dass das Geld für Urlaub in den letzten Jahren nicht so da war, hält sich die Anzahl der Souvenirs, die sich in meiner Küche noch befinden, ziemlich in Grenzen. Das letzte Mal, dass ich so wirklich im Urlaub war, war 2005, damals war ich mit meinem Vater 10 Tage in Brasilien. Der mitgebrachte Cachaça ist aber natürlich mittlerweile getrunken. Von der Tagung in Kalifornien habe ich mir keine Andenken mitgebracht und bei kleineren Urlauben, wo ich einfach ein paar Freunde im Ruhrgebiet besuche oder so, da bringt man sich dann ja auch eher nichts mit.
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Noch viel früher, noch zu Schulzeiten, war ich öfter mal so unterwegs, dass es sich lohnt Souvenirs mitzubringen, ich besitze auch einige Tassen aus Schweden, allerdings befinden sich diese derzeit in einer Umzugskiste im Keller und nicht in meiner Küche. Und dann fand ich doch noch etwas, was eindeutig ein Souvenir ist und in meiner Küche steht und darauf wartet, dass ich es endlich mal wieder verwende. Und immerhin kommt dieses Andenken sogar, genau wie das Wort Souvenir, aus Frankreich. Menthe Verte von Teisseire, ein Pfefferminzgetränkesirup, um das in Frankreich beliebte Getränk Menthe à l’eau zu mischen, Minzwasser, ohne Kohlensäure.
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Hier in Deutschland kriegt man den Sirup von Teisseire mittlerweile auch, allerdings meistens nur die hier üblichen Geschmacksrichtungen Himbeere, Zitrone und so. Minze kriegt man hier kaum mal. Deswegen lasse ich mir Teisseire Menthe Verde immer mal wieder von meinem Vater mitbringen, der häufiger beruflich in Bordeaux ist. Ich war aber natürlich auch schon mal selbst in Frankreich, und habe es mir selbst gekauft.
Und heute habe ich damit noch ein paar Muffins zu After Eight Cupcakes gemacht, indem ich Buttercreme mit einem kleinen Teelöffel des Sirups aromatisiert und gefärbt habe und dann Schokomuffins damit verziert habe. Das war sehr lecker und eine schöne weitere Verwendungsmöglichkeit für den Sirup.
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Das Rezept ist fast das Gleiche, das ich auch für die Cupcakes Schwarzwälder Art verwendet habe, ich habe nur keine Süßigkeit in die Muffins mit eingebacken. Da es aber ja von After Eight mittlerweile auch so kleine Kugeln und Eier gibt, werde ich davon nächstes Mal jeweils eine in jeden Muffin backen. Ich hatte dieses Mal deutlich weniger Buttercreme, es war halt noch welche übrig, auf die gesamte Menge Buttercreme würde ich etwa einen Esslöffel Sirup verwenden, vielleicht auch anderthalb. Durch den Sirup wird die Buttercreme etwas weicher, aber man kann sie ja eine Weile im Kühlschrank kühlen und wenn man mehr Puderzucker nimmt, wird sie auch wieder fester. Ultrasüß ist sie ja so oder so, da macht das mit mehr Puderzucker auch nichts mehr.
Edit: Und hier noch ein Foto, das nicht so weggeblitzt ist, da sieht man den Grünstich des Frostings ein bisschen besser. Dafür hat der Untergrund einen Rosastich, der vom künstlichen Licht kommt, aber irgendwas ist ja immer.
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Orangenkuchen

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Eigentlich wollte ich ja heute zwei Kuchen backen, aber da mich die Erkältungswelle doch noch erwischt hat, habe ich mich dann entschieden doch nur einen zu backen. Zumindest ein kleines bisschen selbstgebackenen Kuchen will ich schließlich morgen zu meinem Geburtstag schon haben. Ja, genau, ich habe morgen, am 16. März, Geburtstag und werde älter und so und wie sich das gehört gibt es Kuchen. Trotz der Tatsache, dass meine Stimme sich anhört, als hätte ich drei Nächte gesoffen und unflätige Lieder gegröllt.
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Orangenkuchen
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Ingredients
  1. 2 Tassen Mehl
  2. 1 Tasse Speisestärke
  3. 2 Tassen Zucker
  4. 1 Päckchen Backpulver
  5. 1 Tasse Rapsöl
  6. 4 Eier
  7. abgeriebene Schale einer Bioorange
  8. 100g Schokotropfen
Instructions
  1. Zuerst werden alle trockenen Zutaten in eine Schüssel gegeben und miteinander vermischt, dann verteilt sich das Backpulver nach meiner Erfahrung einfach besser.
  2. Dann kommen die feuchten Zutaten dazu, also alle die noch fehlen, und alles wird zu einem glaten Teig verrührt. Ich habe das einfach mit einem Kochlöffel gemacht. Der Teig wird recht weich, da geht das problemlos.
  3. Nun kann der Teig auch schon in eine Form, entweder in eine Kastenform, oder wie bei mir in eine Gugelhupfform. Falls man keine Silikonform nimmt, sollte man die Form natürlich vorher fetten. Aber ihr backt ja heutzutage auch alle in Silikon...
  4. Der Kuchen kommt bei ca. 175°C Umluft für etwa 45 Minuten in den Ofen.
  5. Mit einem Holzspieß überprüft man noch einmal, ob der Kuchen auch wirklich durch ist und wenn ja, dann darf er aus dem Ofen raus und abkühlen.
Notes
  1. Wer mag, kann den Kuchen noch mit Kuvertüre überziehen. Ich habe das mal gemacht, weil ein paar Krümel an der Form hängengeblieben sind beim Stürzen und man kann mit so einem Schokoüberzug ein paar kleine Macken ja ziemlich gut versteken. Gut schmecken tut der Kuchen aber auch ohne Guss.
Conjas Eck http://conjas-eck.de/

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Übrigens kann ich verraten, dass ich schon ein paar kleine Krümel probiert habe heimlich, weil die ja ohnehin abgebrochen ware und so, und es war wirklich lecker. Und es war ein ziemliches Drama die Fotos von dem Kuchen zu machen, weil aus irgendeinem nicht näher spezifizierbaren Grund fast alle Bilder unscharf geworden sind. Aber am Ende ist es mir dann doch noch gelungen welche zu machen, die vernünftig sind.
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Und da ich den Kuchen ja tatsächlich als Geburtstagskuchen gebacken habe, darf er dann auch gleich noch auf den Geburtstagtisch von Lixie, deren Blog Photolixieous seinen ersten Geburtstag feiert. Damit ist er etwas jünger als ich, aber ich teile meinen Kuchen trotzdem gerne.
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Himbeer-Schmand-Trifle

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Blog-Event CVI - Sauer macht lustig (Einsendeschluss 15. März 2015)
Bei Zorras Kochtopf gibt es mal wieder ein sehr schönes Blogevent. Dieses Mal geht es um Sauermilchprodukte. Ich verwende Sauermilchprodukte ziemlich gerne, man kann damit sowohl wunderbar backen, als auch kochen und sie geben den verschiedensten Gerichten eine schöne Frische.
Aber weil es langsam wärmer wird und man schon ein ganz kleines bisschen erahnen kann, dass es Frühling wird, nehme ich mit einem Dessert am Event teil, das weder gebacken, noch gekocht wird. Trotzdem ist es extrem lecker.

Schmand-Himbeer-Trifle
Serves 3
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Ingredients
  1. 200ml Schlagsahne
  2. 2 EL Zucker (ich nahm Stevia)
  3. 200g Schmand
  4. Vanille
  5. 300g Himbeeren (TK)
  6. Saft einer Limette
  7. 50g Vollkornbutterkekse
Instructions
  1. Zuerst wird die Sahne mit dem Zucker aufgeschlagen und dann mit dem Schmand verrührt. Zur Aromatisierung kommt Vanille hinein, am schönsten ist natürlich das ausgekratze Mark einer Vanilleschote, aber zur Not tut es auch Aroma, oder man ersetzt den Zucker durch selbstgemachten Vanillezucker.
  2. Die Himbeeren taut man in der Mikrowelle oder im Topf auf und vermischt sie dann mit dem Limettensaft, für die Deko kann man vor dem Auftauen ein paar besonders hübsche Beeren zur Seite legen.
  3. Und nun kann schon angerichtet werden. Zuerst zerbricht man die Butterkekse und verteilt sie auf drei Schalen oder Gläser, dann verteilt man die Himbeeren in Limettensaft darüber und zum Schluß den Sahneschmand.
Notes
  1. Selbstverständlich kann man anstelle von tiefgekühlten Himbeeren auch frische nehmen. Aber jetzt natürlich noch nicht, sondern erst, wenn Himbeerzeit ist. Die würde ich dann aber auch mit dem Limettensaft kurz in der Mikrowelle erwärmen.
Conjas Eck http://conjas-eck.de/

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Und wie ihr seht, habe ich mir mal ein Plugin gesucht, mit dem ich meine Rezepte direkt in einer druckbaren Version auf den Blog einstellen kann. Ich muss da aber nochmal in den Quellcode schauen und das Formular übersetzen, schließlich blogge ich meine Rezepte ja auf Deutsch und auch wenn ihr wahrscheinlich keine großen Probleme habt, die Rezepte auch so zu verstehen, ist das ja ein wenig unschön so noch. Aber ich wollte jetzt erstmal ausprobieren, wie das überhaupt aussieht und wenn ich mich dann mal über den Quellcode hergemacht habe, müssten hoffentlich alle Rezeptformulare automatisch in der neuen Übersetzung vorliegen.
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Jetzt aber noch eine kleine Anmerkung zum Dessert: es ist wirklich total genial lecker! Man kann es sofort essen, aber ein bisschen besser wird es noch, wenn man es eine Weile stehenläßt, sodass es dann schön durchgezogen ist. Dabei wird auch die Creme noch ein kleines bisschen fester, was mir zuindest gut gefallen hat.
Ich habe in die Himbeeren keinen Zucker (und auch kein Stevia) mehr gegeben. Dadurch sind sie natprlich recht sauer, insbesondere, da ja auch noch der Limettensaft dazu kommt. Da sich die Himbberen aber ein wenig mit den Kekskrümeln vermischen und man ja ohnehin alles zusammen isst, auch wenn es geschichtet und nciht verrührt ist, braucht man da wirklich nicht mehr Süße. Man kann aber natürlich, wenn man das möchte, auch einen Teil des Zuckers statt in die Schmandsahne in die Himbberen rühren. Mehr Zucker würde ich aber wie gesagt nicht nehmen. Vielleicht sogar eher noch ein kleines bisschen weniger.
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Ich kann leicht gesüßten Schmand zu Beeren ja übrigens auch einfach pur essen. Also ein Pfund frische Erdbeeren geputzt und eine Schale glttgerührter, gesüßter Schmand, und ich bin im Beerenhimmel! Und auch andere Sauermilcherzeugenisse sind zu Beeren einfach eine tolle Kombination. Man kann deswegen auch den Schmand in diesem Rezept durch Joghurt, Crème fraîche, saure Sahne oder Kefir ersetzen.
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Zwiebelgemüse

Kochevent
Die Rabenmutti und die giftigblonde Sina haben zu einem, wie ich finde, sehr schönen Event ausgerufen, und zwar geht es darum einfach mal günstig und lecker zu kochen. Und natürlich sollte dabei auch gut gekocht werden, also ohne Fixtütchen und sowas, sondern frisch, mit guten Zutaten. Es soll ja schließlich günstiges Essen gekocht werden und nicht billiges. Der Plan ist, dass jeder Teilnehmer der Aktion mindestens eine Woche versucht bei der Nahrungszubereitung seinen Geldbeutel zu schonen. Da ich seit Anfang Februar wieder einen Job habe und von der Firma das Mittagessen gesponsert kriege, ernähre ich mich schon allein deswegen seitdem günstiger als zuvor, aber ich werde jetzt auch mal ein paar günstige und leckere Rezepte beisteuern. Den Anfang macht heute mein Zwiebelgemüse.

IMG_0298Zutaten:
1kg Zwiebeln
100g Butter
1 EL Mehl
125ml Milch
125ml Sahne
Salz, Pfeffer, Muskatnuss
4 hartgekochte Eier

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Am einfachsten kann man für dieses Zwiebelgemüse Gemüsezwiebeln nehmen, also diese ganz großen. Das hat schlicht den Vorteil, dass man am wenigstens Arbeit beim Schälen hat. Die Zwiebeln schneidet man in der Mitte durch und dann in schmale Ringe. Wenn einem die halben Ringe noch zu groß sind, kann man sie natürlich nochmal halbieren, sodass man Viertelringe hat. Diese werden in der Butter angeschwitzt. Die angeschwitzten Zwiebeln bestäubt man mit dem Mehl, dann rührt man die Milch unter. Bei milder Hitze lässt man das Gemisch einige Minuten kochen, dann rührt man die Sahne unter und erhitzt sie noch einmal mit. Gewürzt wird mit Salz, Pfeffer und geriebener Muskatnuss.
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Beim Servieren garniert man das Zwiebelgemüse mit Eischeiben. Dazu passen zum Beispiel Pellkartoffeln ganz toll, man kann das Zwiebelgemüse aber auch einfach nur mit dem Ei essen, wenn man es lowcarb möchte, oder sich ein Schnitzel oder Steak dazu braten.
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Für den einen oder anderen klingt es sicherlich ungewöhnlich Zwiebeln als Hauptgemüse zu essen und nicht nur eine kleines bisschen Zwiebel im Essen zu haben, aber ich kann euch versichern, dieses Zwiebelgemüse ist wirklich sehr lecker und dadurch, dass die Zwiebel ja in Milch und Sahne gekocht wird, schmeckt sie auch gar nicht scharf, sondern eher ein bisschen süßlich.
Ich habe es dieses Mal mit Wachteleiern gegessen und da natürlich mehr als 4 auf die gesamte Menge Zwiebelgemüse gemacht. Realistisch gesehen sind Hühnereier aber natürlich etwas günstiger. Ich muss aber zu meiner Verteidigung sagen, dass die Wachteleier gerade im Sonderangebot waren und außerdem, deswegen nimmt dieses Gericht ja auch am Günstig und Lecker Event teil, sind Zwiebeln und Kartoffeln so günstig, da darf man dann Wachteleier dazu machen und ist trotzdem noch sehr günstig. Ich habe eben mal nachgerechnet, wenn man die „teuren“ Gemüsezwiebeln nimmt und normale Freilandeier vom Huhn, dann bleibt man unter 4€. Dazu kommen dann noch die Kartoffeln oder Schnitzel oder ähnliches, aber es gibt dann ja je nach Menge der Beilagen 2 bis 4 Portionen.
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Und noch ein weiterer Satz an die Lowcarbler: natürlich kann man die Menge des Mehls noch etwas reduzieren. Ganz weglassen würde ich es nicht, da es die Soße ja ein wenig bindet. Und so viel ist bei lowcarb ein Esslöffel Mehl auf 2 bis 4 Portionen ja auch nicht.