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[Rezension] Heuschrecken, Schaben, Mehlwürmer & Co.

9783941695504_CoverHeute habe ich meine zweite Kochbuchrezension für euch. Für den einen oder anderen ist das Thema womöglich ein kleines bisschen befremdlich, aber tatsächlich gibt es auch in Deutschland immer mehr Menschen, denen die Idee Insekten zu essen durchaus zusagt. Immerhin sind Insekten in anderen Kulturkreisen schon lange ein wichtiger Teil der Ernährung und das wäre sicherlich nicht so, wenn es sich dabei nicht um eine gute und schmackhafte Energiequelle handeln würde.
Das Buch ist bei Amazon nicht zu haben, man kann es als PDF direkt auf der Verlags-Homepage des Autors kaufen, dort gibt es außerdem auch noch andere Kochbücher. Das eBook ist außerdem als eBook-PDF bei Online-Shops wie ebook.de oder buchkatalog.de und als iBook im iBook Store zu kaufen.

Autor Thomas Biedermann
Preis 3,99€
Seiten 63
Verlag Buch-Schmie.de
Genre Kochbuch
Abbildungen 55 Farbfotos

Produktbeschreibung
Dieses kleine Insekten-Kochbuch will einen Weg weisen, Insekten schmackhaft zuzubereiten. Es enthält 17 Rezepte zu Insektengerichten in 10 Kategorien – von der Vorspeise bis zum Dessert. Man kann Insekten sehr vielfältig verwenden und zubereiten. Die Gerichte werden mit Heuschrecken, Grillen, Heimchen, Schaben, Regenwürmern, Maden, Larven oder Raupen zubereitet. Regenwürmer gehören nicht zu den Insekten, das exotische Rezept ist dennoch in das Kochbuch aufgenommen.

Der Verzehr von Insekten war in Westeuropa bis vor einigen hundert Jahren sehr verbreitet und Gerichte dazu standen auf den Speisekarten. Leider ist dieses Wissen im Laufe der Jahrhunderte verloren gegangen und verschwunden.

Vielleicht inspiriert das Buch dazu, neue, eigene Rezepte für andere Zubereitungsarten oder gar in diesem Buch nicht aufgeführte Insekten zu kreieren. Und vielleicht gehören Insekten eines Tages wie jedes andere, bisherige Lebensmittel zu Ihrem alltäglichen Küchenplan.

Meine Meinung
Ich finde die Idee ein Insektenkochbuch zu schreiben super, da es einfach mal dazu animiert über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen und sich mit Nahrungsmitteln zu beschäftigen, die man sonst eher nicht so auf dem Plan hat und allerhöchstens als Kuriosität aus dem Asienurlaub kennt.
Im Buch gibt es eine kleine Einführung in das Thema Insekten in der Küche, in der auch das artgerechte Abtöten und Bezugsquellen angesprochen werden, bei diesem Thema eine gute Idee, woher soll man das schließlich sonst wissen. Dieses Vorwort ist aber gleichzeitig auch kurz genug gehalten, dass man nicht das Gefühl bekommt ein Insektenlehrbuch oder ähnliches statt einem Kochbuch gekauft zu haben.
Die Kategorien des Kochbuches finde ich persönlich allerdings etwas übertrieben. Man findet 17 Rezepte, die in 10 Kategorien aufgeteilt sind, es gibt also einige Kategorien, in denen man nur ein einiges Rezept findet. Und man findet in den Kategorien Pfanne und Wok Gerichte mit Kartoffeln, Pasta und Reis, obwohl es diese drei Kategorien auch extra gibt. Diese Aufteilung ist also doch schlicht übertrieben. Ich persönliche hätte eine Aufteilung nach Vorspeisen/ Snacks, Hauptgerichte und Desserts sinnvoller gefunden. Gut gefällt mir dafür, dass es ein zweites Rezeptregister gibt, das nach den Insektenarten sortiert ist.
Die Rezepte sind ausführlich und nachvollziehbar beschrieben, anhand der Beschreibung sollte es auf jeden Fall gelingen die Gerichte nachzukochen. Die Fotos sind eher rustikal, man merkt hier am stärksten, dass der Autor auch der Verleger im Kleinverlag ist und die Fotos in der heimischen Küche und auf dem heimischen Esstisch entstanden sind. Der Vorteil bei solchen Fotos ist aber immerhin, dass man eine realistische Vorstellung bekommt, wie das Gericht aussehen wird und nicht von übermäßigem Foodstyling verscheckt wird.
Was mir persönlich auch gut gefällt ist, dass man nicht nur Rezept findet, in denen die Insekten sehr deutlich zu erkennen sind, sondern auch welche, in denen sie eher versteckt sind, in der Pastete zum Beispiel. Wenn man dem Thema grundsätzlich nicht abgeneigt ist, es aber noch nicht so recht über sich bringt Insekten zu verspeisen, die noch als solche zu erkennen sind, ist so ein Gericht also ein guter Einstieg in das Thema.

Fazit
Ich finde die Idee für das Kochbuch super und die Aufbereitung des Themas gefällt mir ebenfalls. Nicht ganz so gut gefällt mir wie gesagt die Aufteilung, weil sie in meinen Augen eher unübersichtlich wird durch zu viele Kategorien. Auch ein wenig schade ist, dass nur recht wenige Rezepte im Kochbuch zu finden sind. Grundsätzlich kann ich aber durchaus eine Kaufempfehlung für dieses Kochbuch aussprechen, wenn man für sich oder als Geschenk etwas sucht, was ein bisschen ausgefallener ist. Ich vergebe 3,5 Punkte.

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[Rezension] Tanzen heisst Hingabe


Ich habe ein Buch von Jana Feuerbach bei einer Leserunde von Lovelybooks gewonnen, eine Printversion, in die sie mir auch eine ganz wundervolle Widmung geschrieben hat, über die ich mich riesig gefreut habe.

Autor Jana Feuerbach
Preis Taschenbuch: 9,99€
Seiten 272
Verlag Schwarzkopf & Schwarzkopf
Genre Erotik
Erscheinungsdatum 1. Februar 2015

Zum Inhalt (Klappentext)
Kilian ist der beste Liebhaber, den Jennifer je hatte. Von seinen Seilen gehalten erlebt sie erotische Höhenflüge, die sie nie für möglich gehalten hätte. Leider ist er bereits vergeben – auch wenn er zunächst “vergessen” hat, das zu erwähnen. “Vergessen”, dass er eine offene Beziehung führt und kein Single ist.
Allerdings ist Saskia, Kilians Freundin, ebenfalls verdammt sexy. Sie teilt Jennifers Leidenschaft für das Tanzen und schenkt ihr neue Lebensfreude.
Schon bald hat Jennifer das Gefühl, Kilian und Saskia gleichermaßen zu betrügen, wenn sie den jeweils anderen trifft. Die Balance zu finden entwickelt sich zu einem Barfußtanz in Glasscherben. Doch sie möchte auf keinen von beiden verzichten …

Meine Meinung
Auch wenn das Buch ein erotischer SM-Roman ist, geht es hier bei weitem nicht nur darum erotisches Kopfkino zu vermitteln. Die Geschichte um Jennifer, ihren Liebhaber Kilian und dessen feste Freundin Saskia hat nicht nur mit erotischer Selbstfindung zu tun, sondern auch mit Jennifers Suche nach ihrem Platz im Leben, mit ihrem Kampf mit Versagensängsten und ihrer Sehnsucht, sich von ihrer Familie zu distanzieren.
Jennifer erlebt mit Kilian immer wieder neue, aufregende Höhenflüge, die besser sind als alles, was sie in erotischer Hinsicht bisher erlebt hat. Trotzdem fehlt ihr etwas. Aufgrund von geringem Selbstwertgefühl traut sie sich nicht, ihre Wünsche deutlich auszusprechen und ist sich manchmal auch nicht einmal sicher, ob sie es überhaupt verdient hat, dass ihre Wünsche in Erfüllung gehen. Aber dennoch erhofft sie sich, dass sie eines Tages mehr erleben darf, als nur sexuelle Erfüllung mit einem Mann, der sie nicht liebt und ihr daher keine emotionale Erfüllung geben kann.
Als sie dann auch noch Saskia, die feste Freundin ihres Liebhabers Kilian kennenlernt und feststellen muss, dass sie auf diese ganz anders reagiert, als sie zunächst erwartet hat, wird erst einmal alles noch komplizierter, aber mit der Zeit auch wieder viel klarer.
Jennifer lernt sich und ihre Wünsche im Laufe des Buches besser kennen und bekommt immer mehr Selbstbewusstsein, dafür auch einzustehen und sich selbst zu erlauben wirklich glücklich zu sein. Durch immer neue erotische Experimente findet sie näher zu sich und das nicht nur in sexueller Hinsicht.

Fazit
Ich habe unheimlich mit Jennifer mitgelitten und mich mit ihr gefreut in diesem Buch, sie ist mir wirklich sehr ans Herz gewachsen, auch wenn sie nur ein Charakter in einem Buch ist. Die Geschichte hat mich dazu gebracht über unheimlich viele Dinge nachzudenken, in erotischer Hinsicht, in beziehungstechnischer Hinsicht, aber auch allgemein darüber, was Glück und die Erfüllung von Träumen für uns bedeutet.
Ich finde nicht, dass dieses Buch eines ist, das man mal eben nebenher liest, dazu hat es viel zu viel Tiefgang und bietet viel zu viel Raum für Gedanken und auch für den Wunsch sich mit anderen darüber auszutauschen (was ich glücklicherweise in der Leserunde konnte).
Ich vergebe von ganzem Herzen 5 Punkte!
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Und das kleine extra Sternchen für Jana, weil sie sich so unglaublich viel Mühe gegeben hat in der Leserunde die vielen Fragen, die aufkamen, gerade von Leserinnen, die sich wenig mit BDSM auskennen, zu beantworten.
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[Rezension] Chronik von Chiara

Bei meiner heutigen Rezension handelt es sich eigentlich um drei Rezensionen. Da es aber eine Kurzgeschichtenreihe ist, die ich in einer Leserunde bei Loveylbooks gelesen habe, fasse ich die drei Geschichten auch in einer Rezension zusammen, alles andere würde mir ziemlich unsinnig erscheinen. Wer nicht gespoilert werden möchte, sollte vielleicht vorsichtshalber die Inhaltsangabe überlesen, wie das bei Reihen so ist, kann man aus dem Klappentext der späteren Bücher auf einige Geschehnisse in den früheren Büchern schließen.

Autor Nico Weinard
Preis je 0,99€ pro eBook
Seiten 1. Teil: 11
2. Teil: 19
3. Teil: 51
Verlag neobooks Self-Publishing
Genre Fantasy, Erotik
Erscheinungsdatum I./ II: 9. April 2014
III.: 13.August 2014

Zum Inhalt (Klappentexte)
Chronik von Chiara I: Der Kuss der Unsterblichkeit

Die junge Chiara wird auf dem Heimweg entführt. Sie erwacht in einer Burg und lernt den Herren des Hauses kennen. In dem Moment, in dem sie beginnt seinem Charme zu erliegen muss sie feststellen, dass es sich bei der attraktiven Erscheinung um einen Vampir handelt.
Chronik von Chiara II: Geburt der Jägerin
Chiara hatte sich entschlossen, den Kuss der Unsterblichkeit des Vampirs zu empfangen und lebt an seiner Seite. Eines Nachts erwählt Levaque eine neue Frau zu seiner Gefährtin und Chiara wird als Sklavin in das Verlies der Burg gebracht. Als sie noch einmal die Gelegenheit erhält, mit dem Vampir zu sprechen, beginnt ein sadistisches Spiel…
Chronik von Chiara III: Geheimnis der Danistakratie
Chiara erreicht bei ihrer Flucht von Levaques Burg ein Dorf und bekommt eine Arbeit beim hiesigen Goldschmied. Wie sich herausstellt, gehört ihr Arbeitgeber den Danistakraten an: Eine Gilde, welche die einfache Bevölkerung in die Knechtschaft zwingen will.
Chiara findet heraus, wer der Kopf der Danistakraten ist und wechselt die Seiten …

Meine Meinung
Kurzgeschichtenreihen haben ja so ihre Vor- und Nachteile. Unter anderem fragt man sich vielleicht schon, warum man denn so viel Geld für so wenig Seite ausgeben soll. Auf der anderen Seite kosten längere Bücher ja auch oft mehr, sodass sich das am Ende wieder ausgleicht. Wo man für 10 Kurzgeschichten 10€ ausgibt, würde man für ein ähnlich langes Buch ja womöglich auch 10€ ausgeben, vielleicht sogar auch für eines, das nur halb so lang ist.
Der erste Teil der Serie ist wirklich ziemlich kurz, genau richtig für eine kurze Zug- oder Busfahrt zur Arbeit würde ich sagen. Man kann diesen ersten Teil wirklich ganz gut mit einem Einführungskapitel in einem Buch vergleichen. Er führt in die Geschichte ein und stellt zwei wichtige Figuren der Geschichte vor.
Der zweite Teil ist schon etwas länger, aber immer noch kurz genug für die Zugfahrt zur Arbeit. Zeitlich setzt er einige Monate nach dem Ende des ersten Teils an. In diesem Teil merkt man relativ deutlich, warum beim Genre auch Erotik angegeben ist. Deutliche BDSM-Elemente sind nicht zu übersehen. Auch bei diesem Teil würde ich sagen, dass er noch sehr einführend ist und erzählt, wie Chiara zu dem wurde, was sie dann eben später ist.
Der dritte Teil setzt wieder einige Zeit nach dem Ende des zweiten an und war dann sehr viel ausführlicher, es ist einiges passiert und man hatte nicht mehr das Gefühl, dass es eine bloße Einführung der Charaktere ist, sondern die Geschichte selbst nahm Fahrt auf.
Insgesamt zieht sich ein roter Faden durch die drei Geschichten, aber auch jede für sich hat ihre eigene kleine und in sich abgeschlossene Geschichte mit einem klaren Ende, was mir gut gefallen hat. Nicht so gut gefallen hat mir persönlich, dass Elemente aus sehr verschiedenen Epochen miteinander gemischt werden. Das hautsächliche Setting ist mittelalterlich, aber es tauchen hin und wieder auch sehr neuzeitliche Dinge auf und aber auch Dinge, die im Mittelalter schon längst überholt waren. Irgendwie passte für mich dieses Zeitengemisch nicht so richtig gut zusammen, auch wenn natürlich in der Fantasy grundsätzlich nichts dagegenspricht ältere und neure Elemente zu mischen.
Vor allem im dritten Teil bekommt die Geschichte auch eine starke gesellschaftspolitische Komponente, Parallelen zu realen politischen Ereignissen sind aber mit Sicherheit rein zufällig 😉

Fazit
Wenn ich die Bücher nicht über die Leserunde erhalten hätte, hätte mich bei den ersten beiden wohl das eher schlechte Preis-Leistungs-Verhältnis abgeschreckt. Wenn man alle drei Teile zusammen bewertet, dann ist das aber doch wieder okay und der vierte Teil: Chronik von Chiara IV: Treffen der Wälderberger, der mittlerweile auch käuflich zu erwerben ist, ist nochmal länger als Teil Drei.
Mir hat wie gesagt das Durcheinander bei den Zeiten nicht so gut gefallen, insgesamt habe ich mich aber gut unterhalten gefühlt und fand wie gesagt auch die Unterteilung der Geschichte in die drei Teile, die ich gelesen habe, sehr gelungen. Ich vergebe für das Gesamtpaket 4 Punkte.
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[Rezension] Go Raw – be alive!

Heute gibt es bei mir ein paar Premieren. Ja, genau, nicht nur eine, sondern gleich mehrere. Und zwar habe ich heute meine erste Kochbuchrenzension für euch. Und ich habe das erste Mal bei einer Rezension nicht nur ein Bild vom Cover, sondern auch noch weitere Bilder. Und ich verbinde das erste Mal den Bereich Buchrezensionen und den Bereich Kochen, ist ja eine Kochbuchrenzension, mit Bilden von dem Essen, das ich ausprobiert habe. Bekommen habe ich das Buch übrigens über eine Lese- (und Koch-) Challenge bei Lovelybooks.

Autor Boris Lauser
Preis gebunden: 19,99€
eBook: 14,99€
Seiten 160
Verlag Kosmos
Genre Kochbuch, Rohkost
Erscheinungsdatum 7. Januar 2015

Zum Inhalt (Klappentext)
Rohkost bedeutet nur Salat und Gemüsesticks zu knabbern? Ab jetzt nicht mehr! Denn die „lebendige Nahrung“ wird nun auch kreativ und vielfältig verarbeitet – es wird gemixt & mariniert, gedörrt & gekeimt. Neben einfachen Basic-Gerichten für jeden Tag, wie grüne Smoothies und Zucchini-Pasta, lassen sich auch Klassiker wie Pizza, Lasagne oder Käsekuchen zubereiten – und sind mindestens genauso lecker wie ihre nicht-rohen Vorbilder. Ein großer Einleitungsteil gibt alle nötigen Informationen zu Produkten, Zubereitungsarten, Geräten und Utensilien, die man für den Einstieg in die Rohkostküche benötigt.

Meine Meinung

Aufteilung:
Die Aufteilung ist grundsätzlich ziemlich klassisch nach Mahlzeitenart, damit kann man nicht viel falsch. Zusätzlich zu den Rezeptkapiteln gibt es ein paar Kapitel zur Einführung in das Thema Rohkost und über den Autor. Wenig durchdacht erscheint es mir, dass das erste Rezeptkapitel „Basics für jeden Tag“ heißt, nachdem das letzte Einführungskapitel davor „Die Basics“ hieß, das hätte man sprachlich womöglich geschickter machen können. Oder man hätte das Kapitel „Basics für jeden Tag“ auch weglassen können und die Rezepte aus diesem Kapitel in die anderen Kapitel einordnen können, das hätte die Gesamtaufteilung meiner Meinung nach logischer gemacht, zum Beispiel weil Smoothies und Salate dann nicht in zwei verschiedenen Kapiteln wären.

Die Erläuterungskapitel
Grundsätzlich ist es, gerade bei einem Buch wie diesem, das sich mit etwas ausgefallenerem Essen beschäftigt, eine gute Sache ein bisschen was zur Erläuterung dazu zu schreiben. Allerdings waren diese Zusatzkapitel in diesem Fall für meinen Geschmack zu viel und vor allem zu missionarisch. Dazu kam, dass es eher unpraktisch ist, das einige Erklärungen vorne im Buch sind und andere hinten, so habe ich zum Beispiel die Erklärung zum Grünpulver zuerst gar nicht gefunden, meine Mutter fand sie dann zufällig, als sie mal hinten im Buch rumblätterte.

Die Rezepte:
Ich habe einen grünen Smoothie, Zucchininudeln mit Bolognese, Avocado-Schokopudding und Guacamole ausprobiert.
Der grüne Smoothie hat im halbgemixten Zustand ein wie ich finde sehr geniales Foto hergegeben und war ansonsten recht langweilig, den wird es wahrscheinlich nicht wieder geben.
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Die Bolognese an Zucchininudeln war unglaublich aufwändig, ich stand zwei Stunden in der Küche dafür, und mit einer Bolognese hatte das viel zu salzige, wässrige Ergebnis absolut gar nichts zu tun. Das Tomaten-Paprika-Pesto mit Kürbis- und Sonnenblumenkernen schmeckt zu normalen, gekochten Hartweizennudeln wahrscheinlich ganz gut, das werde ich mit dem was übrig blieb noch ausprobieren. Zucchininudeln wird es vielleicht schon mal wieder geben, aber erst wenn ich einen Spiralschneider habe und definitiv mit einer anderen Soße. Das Pesto hat nämlich eindeutig dazu beigetragen, dass es so wässrig war und passte auch gar nicht gut wie ich fand.
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Der Avocado-Schokopudding hat mich von der Konsistenz sehr positiv überrascht, ich war etwas skeptisch, weil auch Wasser rein sollte, aber der Pudding war richtig cremig. Sehr schokoladig war er auch. Ich hätte allerdings trotz der Tatsache, dass ich schon die doppelte Menge Honig genommen habe, noch nachsüßen können und zwar nicht zu knapp. Außerdem war der Pudding eindeutig kein Dessert, sondern so mächtig, dass er eine eigeneständige, süße Mahlzeit war.
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Die Guacamole war eher ein Avocado-Tomatensalat, aber immerhin sehr lecker.
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Mein Fazit:
Ich war wirklich gespannt auf dieses Buch und hatte mich sehr gefreut, als ich es gewonnen hatte und an der „Lese“-Challenge dazu teilnehmen konnte. Letztlich war ich dann inhaltlich aber sehr enttäuscht. Kaum eines der Rezepte ist alltagtauglich, da man sehr lange für die Zubereitung braucht und sehr viel Vorarbeit leisten muss oder lange warten muss. Außerdem werden für meinen Geschmack deutlich zu viele Zutaten benötigt, die schwer zu kriegen sind und dann noch ein ziemliches Loch in den Geldbeutel fressen. Für Menschen, die Vollzeit arbeiten, ist das Buch also nicht wirklich was, weil man nach der Arbeit wohl eher selten noch motiviert ist 2-4 Stunden in der Küche zu stehen. Für Leute ohne Arbeit ist das Buch nichts, weil die sich viele der nötigen Zutaten nicht leisten können. Bleiben als Zielgruppe nicht arbeitende Frauen (oder Männer) von gutverdienenden Männern (oder Frauen).
Es tut mir ja leid, dass ausgerechnet ein Koch- äh Rezeptbuch bei mir die Premiere für einen Verriss macht, aber ich vergebe exakt einen Punkt.
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[Rezension] Das Haus der Hebamme

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Dass ich Das Haus der Hebamme von Tanja Wekwerth in einer Leserunde gewonnen habe ist jetzt schon ein paar Tage her, nun kommt endlich meine Rezension dazu. Ich fürchte, dass es ein wenig daran liegt, dass ich die Leserunde selbst ein wenig mau fand und mich deswegen nicht so recht aufraffen konnte diese Rezension zu schreiben. Aber das hat ja jetzt nicht direkt etwas mit dem Buch zu tun.

Autor Tanja Wekwerth
Preis eBook 5,99€
Seiten 176
Verlag dotbooks Verlag
Genre
Erscheinungsdatum 7. Oktober 2014

Zum Inhalt (Klappentext)
Ergreifend und schicksalhaft: „Das Haus der Hebamme“ von Tanja Wekwerth – jetzt als eBook.

Eigentlich ist Anne glücklich – sie ist eine erfolgreiche Architektin und lebt mit ihrem Mann zusammen. Dennoch fühlt sie eine merkwürdige Leere in sich. Eines Tages entdeckt sie ein altes Bauernhaus, dessen Geschichte sie magisch anzieht. Dort findet sie ein Buch, das ihr die Geschichte der Hebamme Maria erzählt, die einst hier gelebt hat. Kann das, was sie über deren Vergangenheit erfährt, ihr ihren eigenen Weg in die Zukunft weisen?

Meine Meinung
Das Buch ist angenehm leicht geschrieben und gut zu lesen. Es bietet ruhige und entspannte stimmungsvolle Unterhaltung.
Abwechselnd werden die Geschichte von Anne in der Gegenwart sowie der Familie Reckenzien Anfang des 20. Jahrhunderts erzählt, die über das Haus verbunden sind, in dem die Familie Reckenzien in der Vergangenheit wohnte und das Anne in der Gegenwart gekauft hat.
Mir persönlich hat die Geschichte der Familie Reckenzien und der Hebamme Runa besser gefallen, ich fand sie spannender als Annes Geschichte. Da das Buch mit 176 Seiten nicht gerade lang ist, bleiben beide Geschichten eher an der Oberfläche. Vieles wird nur in einem Satz gestreift, dennoch kann man mit den Personen mitfühlen und ihr Handeln eigentlich immer nachvollziehen, mit einer Ausnahme: die schwangere Anne bestellt sich in einem Restaurant ein Glas Wein zu ihrem Essen. Ja, das ist jetzt womöglich ein kleines bisschen kleinkariert von mir, aber Anne erscheint mir eigentlich nicht eine Person zu sein, die Alkohol trinkt, wenn sie weiß, dass sie schwanger ist, das passt einfach nicht dazu, wie ihr Charakter ansonsten dargestellt ist und hat mich daher wirklich gestört. Und auch die Hebamme gibt an einer Stelle einer Hochschwangeren einen Schnaps zu trinken, wobei ich hier zugeben muss, dass ich selbst nicht weiß wie verbreitet damals, Anfang des 20. Jahrhunderts, das Wissen über die Schädlichkeit von Alkohol in der Schwangerschaft war.
Ich muss noch sagen, dass ich vom Klappentext her etwas anderes erwartet habe. Die Geschichten von Anne und der Familie Reckenzien bleiben bis fast zum Schluss getrennt, erst dann findet Anne das Buch, das die Verbindung herstellt, in dem sie letztlich so viel über die Geschichte der Hebamme Marie Reckenzien auch wieder nicht erfährt, da in diesem Buch vor allem Rezepte und ähnliches aufgeschrieben sind. Und tatsächlich finde ich die Formulierung, dass Anne mit ihrem Mann zusammen lebt gleich doppelt missverständlich, da Anne mit Adam nicht verheiratet ist und so wie ich es verstanden habe, auch nicht mit ihm in einer Wohnung wohnt.

Fazit
Es gab ein paar Kleinigkeiten, wo ich mir dann doch eine etwas ausführlichere Erklärung gewünscht hätte. Insgesamt wäre es durchaus schön gewesen, wenn das Buch länger gewesen wäre und damit mehr Platz gewesen wäre, um bei den beiden Geschichten mehr in die Tiefe zu gehen, geschadet hätte es bestimmt nicht, wobei die Geschichten wie gesagt auch so schön zu lesen waren.
Der Schnitzer im Klappentext ändert natürlich nichts daran, dass ich das Buch gerne gelesen habe und mich gut unterhalten gefühlt habe.
Ich vergebe 4 Punkte.
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Pläne und Vorschau

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Nachdem ich Ende des Jahres auch einen Jahresrückblick hatte, kommen nun endlich meine Vorsätze für das Jahr 2015. Na ja, oder sowas ähnliches. Eigentlich sind es mehr Pläne und eine kleine Vorschau, was ich euch im heutigen Beitrag mitbringe.

Nachdem ich Anfang des Jahres hier auf meine neue, ganz eigene Domain umgezogen bin, möchte ich natürlich auch das eine oder andere am Blog verändern und vor allem verbessern. Dafür muss ich mir aber Zeit nehmen und alles in kleinen Schritten nach und nach verwirklichen, da sich auch in meinem Leben 1.0 Änderungen ergeben haben.

Seit Montag arbeite ich wieder Vollzeit. Ich hatte ja letztes Jahr meine Ausbildung zur Fachinformatikerin Anwendungsentwicklung unterbrechen müssen und habe jetzt endlich eine Firma gefunden, wo ich sie fortsetzen kann. Ich fühle mich dort bisher sehr wohl, aber ich habe entsprechend natürlich auch nicht mehr jeden Tag viele freie Stunden, die ich mit Kochen und Bloggen verbringen kann. Ich muss also ein bisschen mehr planen und insgesamt wird es wahrscheinlich dazu führen, dass ich etwas weniger bloggen werde, als in den letzten Wochen.

Kommen wir also zum ersten Plan, dem Zeitplan: da ich wie gesagt gerade erst wieder angefangen habe zu arbeiten, kann ich noch nicht ganz sicher abschätzen, wie es mit dem Bloggen und Kochen und so zeitlich am besten hinkommt für mich. Mein Plan ist bisher, dass ich mindestens zwei Beiträge pro Woche schreiben werde, und zwar im Foodbereich. Außerdem werde ich versuchen zumindest halbwegs regelmäßig einen Beitrag im Bereich Literatur, soll heißen eine Rezension pro Woche zu posten. Zum Lesen habe ich durch die halbe Stunde, die ich pro Strecke in der S-Bahn sitze, regelmäßig Zeit, das könnte also durchaus hinhauen. Aber man hat ja auch mal sehr lange Bücher, die sich dann doch nicht in einer Woche lesen. Ich möchte auf Dauer feste Wochentage für die Rezepte einführen, bin mir aber noch nicht sicher, welche sich da anbieten. Im Moment tendiere ich zu Mittwoch und Sontag, aber wie gesagt, das ist noch nicht sicher. Und es wird dann höchstwahrscheinlich ein schnelles, alltagstaugliches und ein etwas aufwendigeres, aber meistens immer noch alltagstaugliches Rezept geben.

Und nun eine kleine Vorschau zu den Änderungen, die den Blog an sich betreffen. Ich werde auf jeden Fall ein Rezeptregister einfügen! Das ist schon längst überfällig, auf der anderen Seite ist es ja auch vielleicht gut, dass ich jetzt nicht alle Links anpassen muss. Ein Register mit den Rezensionen werde ich dann natürlich auch machen. Und dann habe ich vor meine Kochbuchchallenge neu aufleben zu lassen, allerdings in etwas veränderter Form, über die ich noch zu Ende nachdenken muss.

Tja, und zu guter Letzt wird es auch Änderungen im Design geben, hier bin ich mir aber noch nicht sicher, ob ich eine sehr große Änderung vornehmen werde und das Design wirklich ganz neu mache, oder ob ich nur ein paar Kleinigkeiten verbessere aber im Großen und Ganzen beim alten Design bleibe. Vielleicht habt ihr dazu ja auch eine Meinung? Falls ja, freue ich mich, wenn ihr mir einen Kommentar da lasst.
Übrigens habe ich schon einige Rezepte in Vorbereitung, außerdem wird es einen Beitrag zum Kochbuchwichteln geben, in dem ich euch das Kochbuch, das ich bekommen habe und den Blog meiner Wichtelpartnerin vorstelle und Ende Februar bin ich auf dem FoodbloggerCamp in Reutlingen, von dem ich euch hinterher natürlich auch berichten werde.

[Rezension] Vergeltung Teil 1 – Das Mädchen

Affiliate-Link zu AmazonDer Aufbau Verlag hat zusammen mit Katharina Peters, die auch schon einige Rügen-Krimis veröffentlicht hat, eine eBook-Krimi-Reihe herausgebracht, die in Berlin spielt. Die erste Folge habe ich als Rezensionsexemplar bekommen und kann euch deswegen jetzt ein wenig dazu erzählen.

Autor Katharina Peters
Preis eBook: 0,99 €
Seiten 85
Verlag Aufbau Digital
Genre Krimi, Thriller
Erscheinungsdatum 17. Dezember 2014

Zum Inhalt (Klappentext)
Hannah Jakob, ausgebildete Kriminalpsychologin, ist als Sonderermittlerin bundesweit im Einsatz. Ihr Spezialgebiet: vermisste Kinder und Frauen. Dabei hat sie einen ungewöhnlichen Partner: ihr Hund Kotti.
Ihr neuester Fall führt sie nach Berlin. Mark Springer, ein junger Kollege vom LKA bittet um ihre Mithilfe. Ein Anwalt ist spurlos verschwunden. Eigentlich nichts für Hannah, doch Robert Bleichert ist eine überaus zwielichtige Figur. Er war nicht nur Berater im Rotlichtmilieu, sondern hat sich auch um Fälle von Kindesmisshandlung gekümmert.

Meine Meinung
Ich bin ziemlich leicht in das Buch hineingekommen. Man kann sich die Figuren gleich recht gut vorstellen. Trotzdem konnte es mich nicht zu 100% mitreißen. Ich denke, dass das auch daran lag, dass es ein extrem typischer Krimi ist. Ich habe die ganze Zeit ein bisschen daran denken müssen, dass ich mir so ein Buch zum Film beim Tatort vorstellen würde.
Die Hauptpersonen Hannah und Mark sind mir durchaus beide sympathisch, auch wenn sie in gewisser Weise doch ein kleines bisschen die Klischees prügeln, an die man eben so denkt, wenn man an Kriminalermittler denkt. Zumindest mir ging das so. Vielleicht liegt das auch an der Kabbelei der beiden, die sich zunächst nicht so richtig leiden können, aber doch im Laufe des Buches offenbar sympathischer werden.
Ein wenig schwierig fand ich es manchmal bei den vielen Personen, die halbwegs wichtige Rollen spielen, nicht den Überblick zu verlieren, wer denn nun eigentlich wer ist. Diese Problematik kommt wahrscheinlich auch daher, dass es sich eben um den ersten Teil einer Reihe handelt, der mit 85 Seiten ja auch nicht sonderlich lang ist. Wenn man die Reihe weiterverfolgt wird das also höchstwahrscheinlich besser werden.
Das Ende ist sehr offen, ein richtig klassischer Cliffhanger würde ich sagen. Bei einem ersten Teil einer Reihe war das natürlich zu erwarten. Immerhin hat man so einen großen Anreiz auch die weiteren Teilen zu kaufen und zu lesen. Auch dass im Buch einige Fragen aufgeworfen werden, die nicht beantwortet werden, kann man wohl ziemlich gut damit erklären. Es gibt eine Nebenhandlung, die ebenso interessant zu werden verspricht, wie die Haupthandlung.

Fazit
Mir sagt das Prinzip der Reihe nur zum Teil zu. Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass ich es auch nicht so sehr mit Serien habe. Immerhin haben Buchserien natürlich den Vorteil, dass ich selber entscheiden kann, wann ich sie lese und nicht darauf angewiesen bin zum Sendetermin vor dem Fernseher zu setzen jede Woche oder sogar jeden Tag. Aber dafür finde ich diese Serie im Verhältnis zu einem abgeschlossenen Buch auch wieder recht teuer. Die weiteren Folgen kosten 1,99€, Ende Februar kommt der 6. und letzte Teil heraus. Eine Spannung, die Lust auf mehr macht, aufzubauen gelingt der Autorin in diesem ersten Teil aber auf jeden Fall. Ich vergebe 4 Punkte.

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[Rezension] Narrando – Pechschwarze Hoffnung

Narrando1Heute stelle ich euch das Buch Narrando – Pechschwarze Hoffnung von Kyra Dittmann vor, welches ich für die Leserunde gewonnen habe, die die Autorin bei lovelybooks gestartet hat. Ich lese sehr gerne dystopische Romane, daher habe ich mich natürlich gefreut das Buch gewonnen zu haben und werde mir mit Sicherheit auch den zweiten Band, der gerade frisch erschienen ist, bald holen.

Autor Kyra Dittmann
Preis eBook: 2,99 €
Taschenbuch 14,99 €
ISBN 978-9963520787
Seiten 354
Verlag bookshouse
Genre Science Fiction, Dystopie
Erscheinungsdatum 31.Dezember 2013

Zum Inhalt:
(Klappentext, Quelle Bookshouse Verlag)

Naturkatastrophen und Atomkriege haben die Welt beinahe zerstört. Während sich die Natur regeneriert und die Spuren der Verwüstung allmählich überwuchert, entwickelt sich aus der Kluft zwischen Arm und Reich ein unüberwindbarer Graben. Die Bevölkerung ist gespalten: Die Reichen und die Regierung leben in gesicherten Hot Blood-Bezirken und die armen Parias hausen in den Ruinen außerhalb. Als die 17-jährige Vella, Tochter des Präsidenten von Narrando, eine politische Zwangsheirat zugewiesen bekommt, flieht sie mit ihrer Dienerin in derselben Nacht aus dem Regierungspalast. Der 19-jährige Jai, Anführer der Outlaws, einer Rebellengruppe, die sich gegen die skrupellose Regierung auflehnt, befindet sich auf einer nächtlichen Patrouille. Mysteriöse Todesfälle unter den Parias versetzen sie in Aufruhr. Jai hofft, dem Täter auf die Spur zu kommen. Als sich ihre Wege kreuzen, beginnt eine folgenschwere Verwechslung, ein grausamer Krieg, eine behutsame Freundschaft und eine gefährliche Liebe.

Meine Meinung:
Kyra Dittmann hat einen sehr flüssigen Schreibstil, der das Lesen sehr angenehm macht. Ihr gelingt es gut die zerstörte Welt darzustellen, in der die Geschichte spielt, mit all ihren dunklen Seiten, aber auch mit den schönen Seiten, da, wo die Natur wieder erblüht und sich über den Schaden, den die Menschheit angerichtet hat, hinwegsetzt.
Der Plot ist gut durchdacht und sehr spannend. Wenn eine Frage beantwortet ist, tun sich oft direkt neue Fragen auf, auf deren Antwort man mehr als nur gespannt ist. Verschiedene Handlungsstränge werden abwechselnd erzählt, fügen sich im Laufe des Buches aber immer mehr zusammen.
Nicht so gut gefallen haben mir leider die Hauptpersonen, beziehungsweise ich bin mit den beiden Hauptpersonen Vella und Jai nicht so richtig warm geworden, sie sind mir bis zum Ende des Buches eher fremd geblieben. Man bekommt zu wenig Einblicke in die Gedanken- und Gefühlswelt der beiden, daher blieb die Entwicklung des Verhältnisses zwischen den beiden für mich etwas, was ich zwar nachlesen, aber nicht nachfühlen konnte. Leichter fiel es mir da schon, mich mit Vellas Vater, Jais Vater, Vellas Dienerin (oder Compania wie es im Buch heißt) und Jais Ex-Freundin Riva. Deren Ziele und Handlungen waren für mich besser nachzuvollziehen und verständlicher. Ich habe mich zwar immer wieder darüber aufgeregt, dass Riva einfach nicht akzeptieren will, dass sie keine Chancen mehr bei Jai hat, aber ansonsten fand ich ihr Verhalten wie gesagt durchaus verständlich und eben auch das Verhalten der übrigen Nebenfiguren.
Ein wenig negativ aufgefallen sind mir außerdem naturwissenschaftliche Fehler. Zum Beispiel gibt es im Buch Ozonstrahlung, was natürlich Unsinn ist, weil Ozon eben nicht strahlt und auch keine Strahlung auslöst. Auch die durch Menschen ausgelösten riesigen Erdbeben, die erwähnt werden, erscheinen mir als Geowissenschaftlerin doch eher übertrieben. Wahrscheinlich kennt das ja jeder, dass er Fehler, die das eigene Fachgebiet betreffen, in Büchern besonders stark wahrnimmt und ihn diese Fehler dann auch ganz schrecklich stören. Man muss aber natürlich zugeben, dass solche Fehler eben passieren können, weil nicht jeder Autor alles wissen kann. Trotzdem muss ich noch einmal darauf hinweisen: es gibt keine Ozonstrahlung.

Fazit:
Der Plot und der flüssige Schreibstil haben mir sehr gut gefallen. Dadurch, dass ich mit den beiden Hauptfiguren Jai und Vella nicht so wirklich warm geworden bin, ist es mir aber bis zum Schluss nicht so richtig gelungen mich in das Buch und die Geschichte fallen zu lassen. Wahrscheinlich sind mir deswegen die naturwissenschaftlichen Fehler auch noch etwas unangenehmer aufgefallen, als das der Fall gewesen wäre, wenn von ganzem Herzen mit den Hauptpersonen hätte mitfühlen können. Deswegen habe ich auch recht lange gebraucht das Buch zu lesen, zwar wollte ich immer wieder gerne wissen, wie es denn nun weiter geht, aber es war ein eher wissenschaftliches Interesse an der Geschichte an sich, die wirklich sehr gut ist, als an den Personen, die mir bis zum Schluss fremd geblieben sind und deren Leben mich daher bis zum Schluss nicht richtig mitreißen konnte.
Das sehr offene Ende mit einem Cliffhanger fand ich auf der einen Seite natürlich gemein, auf der anderen Seite für den ersten Band einer Reihe aber auch sehr passend und durchaus gut gemacht.
Ich vergebe 4 Punkte.