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Haferflocken-Tassenkuchen für die Mikrowelle

IMG_9382Ich verwende in meinen Rezepten ja sehr gerne indirekt Packungsgrößen als Einheiten, also ich verwende Zutaten in der Menge, in der sie auch gerne mal als eine Packung angeboten werden. Das klappt aber natürlich nicht immer und so bleibt auch immer mal wieder etwas übrig. Es gibt ja außerdem auch einfach Lebensmittel, die hat man immer so da und verbraucht sie dann nach und nach oder auch nicht und dann fällt einem plötzlich auf, dass da noch eine angebrochene Tüte Milch im Kühlschrank steht und eine fast leere Mehltüte im Schrank.

Blogparade im Mai: Kreative Resteküche - 5 € für Eure Ideen für einen SEHR guten Zweck :-)Zu diesem Thema läuft noch bis heute Abend ein Blogevent auf Sarahs, in dem es darum geht leckere Rezepte aus den Resten zu kreieren, die eben hin und wieder so anfallen. Richtige Rum-Fort-Küche eben, man soll alles verarbeiten, was noch rumsteht und fort muss. Und hinterher werden für jedes Rezept 5€ gespendet, sodass ich doch ein wenig traurig bin, dass ich es leider nicht schaffe mehr als einen Beitrag beizusteuern. Ich hoffe aber, dass mir dafür dann wenigstens noch ein paar Karmapünktchen gutgeschrieben werden.
Und zwar habe ich aus der oben erwähnten Milch und dem Mehl einen Tassenkuchen gebastelt. Also nicht, dass ihr jetzt denkt, der wäre nur mit Milch und Mehl, da ist schon noch ein bisschen mehr drin, aber seht selbst:
IMG_9376Zutaten:
3 EL Mehl
2 EL Haferflocken
1 EL Zucker
¼ TL Backpulver
¼ TL Zimt
Eine Prise Salz
5 EL Milch
1 EL Öl
1 EL Nutella oder etwas Nougatschokolade

Ich habe zunächst die trockenen Zutaten zusammengemischt, wie immer. Und ich habe die doppelte Menge gemacht, weil ich mein gesamtes Mehl aufgebraucht habe. Diese selbstgemachte Backmischung habe ich dann ins Büro mitgenommen und hatte Donnerstag und Freitag jeweils einen leckeren Tassenkuchen im Büro als Nachtisch. Milch und Öl haben wir nämlich im Büro auch immer da.
Nachdem die trockenen Zutaten in einer Tasse vermischt sind kommen Milch und Öl dazu und man verrührt alles in der Tasse zu einem zähen Teig. Am Donnerstag habe ich in diesen Teig zwei Stücke Nougatschokolade gesteckt, die ich noch dabei hatte und am Freitag habe ich mir Nutella mit ins Büro genommen und davon einen Esslöffel in den Teig „tropfen“ lassen.
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Der Tassenkuchen kommt etwa 70 bis 80 Sekunden in die Mikrowelle. Ich weiß leider nicht bei wieviel Watt, ich hatte einfach die höchste Stufe eingestellt. Man sollte einfach dabei bleiben und schauen wie der Tassenkuchen so aussieht, zur Not nimmt man ihn dann etwas früher raus oder gibt ihm noch ein paar weitere Sekunden.
Tja, und ob ihr es glaubt oder nicht, das war das erste Mal, dass ich Tassenkuchen in der Mikrowelle gemacht habe. Und wirklich nur aus Zutaten, die ich alle noch daheim hatte. Also um genau zu sein sind es alles Zutaten, die ich ohnehin immer da habe, aber es bot sich gerade so gut an das Restmehl so zu verwenden und auch Backpulver ist ja was, wo es einem öfter passiert, dass man noch einen kleinen Rest da hat, weil man ja oft kein ganzes Tütchen braucht. In diesem Sinne: lasst es euch schmecken!
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Himbeer-Schmand-Trifle

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Blog-Event CVI - Sauer macht lustig (Einsendeschluss 15. März 2015)
Bei Zorras Kochtopf gibt es mal wieder ein sehr schönes Blogevent. Dieses Mal geht es um Sauermilchprodukte. Ich verwende Sauermilchprodukte ziemlich gerne, man kann damit sowohl wunderbar backen, als auch kochen und sie geben den verschiedensten Gerichten eine schöne Frische.
Aber weil es langsam wärmer wird und man schon ein ganz kleines bisschen erahnen kann, dass es Frühling wird, nehme ich mit einem Dessert am Event teil, das weder gebacken, noch gekocht wird. Trotzdem ist es extrem lecker.

Schmand-Himbeer-Trifle
Serves 3
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Ingredients
  1. 200ml Schlagsahne
  2. 2 EL Zucker (ich nahm Stevia)
  3. 200g Schmand
  4. Vanille
  5. 300g Himbeeren (TK)
  6. Saft einer Limette
  7. 50g Vollkornbutterkekse
Instructions
  1. Zuerst wird die Sahne mit dem Zucker aufgeschlagen und dann mit dem Schmand verrührt. Zur Aromatisierung kommt Vanille hinein, am schönsten ist natürlich das ausgekratze Mark einer Vanilleschote, aber zur Not tut es auch Aroma, oder man ersetzt den Zucker durch selbstgemachten Vanillezucker.
  2. Die Himbeeren taut man in der Mikrowelle oder im Topf auf und vermischt sie dann mit dem Limettensaft, für die Deko kann man vor dem Auftauen ein paar besonders hübsche Beeren zur Seite legen.
  3. Und nun kann schon angerichtet werden. Zuerst zerbricht man die Butterkekse und verteilt sie auf drei Schalen oder Gläser, dann verteilt man die Himbeeren in Limettensaft darüber und zum Schluß den Sahneschmand.
Notes
  1. Selbstverständlich kann man anstelle von tiefgekühlten Himbeeren auch frische nehmen. Aber jetzt natürlich noch nicht, sondern erst, wenn Himbeerzeit ist. Die würde ich dann aber auch mit dem Limettensaft kurz in der Mikrowelle erwärmen.
Conjas Eck http://conjas-eck.de/

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Und wie ihr seht, habe ich mir mal ein Plugin gesucht, mit dem ich meine Rezepte direkt in einer druckbaren Version auf den Blog einstellen kann. Ich muss da aber nochmal in den Quellcode schauen und das Formular übersetzen, schließlich blogge ich meine Rezepte ja auf Deutsch und auch wenn ihr wahrscheinlich keine großen Probleme habt, die Rezepte auch so zu verstehen, ist das ja ein wenig unschön so noch. Aber ich wollte jetzt erstmal ausprobieren, wie das überhaupt aussieht und wenn ich mich dann mal über den Quellcode hergemacht habe, müssten hoffentlich alle Rezeptformulare automatisch in der neuen Übersetzung vorliegen.
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Jetzt aber noch eine kleine Anmerkung zum Dessert: es ist wirklich total genial lecker! Man kann es sofort essen, aber ein bisschen besser wird es noch, wenn man es eine Weile stehenläßt, sodass es dann schön durchgezogen ist. Dabei wird auch die Creme noch ein kleines bisschen fester, was mir zuindest gut gefallen hat.
Ich habe in die Himbeeren keinen Zucker (und auch kein Stevia) mehr gegeben. Dadurch sind sie natprlich recht sauer, insbesondere, da ja auch noch der Limettensaft dazu kommt. Da sich die Himbberen aber ein wenig mit den Kekskrümeln vermischen und man ja ohnehin alles zusammen isst, auch wenn es geschichtet und nciht verrührt ist, braucht man da wirklich nicht mehr Süße. Man kann aber natürlich, wenn man das möchte, auch einen Teil des Zuckers statt in die Schmandsahne in die Himbberen rühren. Mehr Zucker würde ich aber wie gesagt nicht nehmen. Vielleicht sogar eher noch ein kleines bisschen weniger.
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Ich kann leicht gesüßten Schmand zu Beeren ja übrigens auch einfach pur essen. Also ein Pfund frische Erdbeeren geputzt und eine Schale glttgerührter, gesüßter Schmand, und ich bin im Beerenhimmel! Und auch andere Sauermilcherzeugenisse sind zu Beeren einfach eine tolle Kombination. Man kann deswegen auch den Schmand in diesem Rezept durch Joghurt, Crème fraîche, saure Sahne oder Kefir ersetzen.
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Mousse au chocolate

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Passend zum Viertelfinale gegen Frankreich habe ich Mousse au chocolate gemacht. Das Spiel “musste” ich allein gucken, weil mein Schatz dienstlich unterwegs war, aber ich hatte auch keine Lust dann zwanghaft allein zum Rudelgucken zu gehen. So ein gemütlicher Fernsehfussballabend mit Katzen und Mousse au chocolate ist ja schließlich auch mal schön.

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Zutaten (für 3-4 Portionen)
200g Schokolade (ich nahm Zartbitter)
200ml Sahne
3 frische Eier
1 Prise Salz

Wie ihr seht, ist die Zutatenliste ziemlich kurz. Das macht es aber nicht eniger lecker. Eine echte Mousse au chocolate mit frischem Ei ist einfach nicht zu vergleichen mit dem, was man aus Tütenpülverchen so zubreiten kann, selbst wenn auch diese Desserts durchaus essbar sind.
Die Zubereitung jedenfalls startet man damit, dass man die 3 Eier trennt, das Eigelb kommt in eine Schüssel, das Eiweiß in eine andere, letztere sollte ganz fettfrei gespült sein. Die andere eigentlich auch, man benutzt ja schließlich sauberes Kochgeschirr! Jetzt gibt man eine Prise Salz zum Eiweiß und schlägt dieses zu einem möglichst steifen Eischnee, ihr kennt ja bestimmt die Probe, mit dem umgedrehten Behältnis, aus dem der Schnee nicht rauslaufen darf. Ich benutze immer meinen elektrischen Schneebesen dafür, zum einen, weil er Schneebesen heißt und schon allein deswegen grandios geeignet ist, einen Eischnee zu schlagen, zum anderen aber auch, weil ich wirklich finde, dass es damit schneller, als mit den Rührbesen des Mixers geht. Relevant ist aber natürlich vor allem das Endergebnis. Nach dem Ei schlägt man die Sahne in einem eigenen Gefäß ebenfalls steif, das darf man ruhig mit dem selben Rührgerät machen, sollte man nur wirklich in der Reihenfolge, weil die Sahne auch steif wird, wenn ein bisschen Eischnee am Rührbesen klebt, die Eiweß wären aber nicht mehr steif geworden, wenn ich Sahne dran gehabt hätte, als ich sie zu Eischnee schlug.
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Als nächstes schmilzt man die Schokolade. Man leist in diesem Falle ja immer, dass man das im Wasserbad machen soll, oder eventuell auch in der Mikrowelle. Tue ich beides nicht. Wasserbad ist mir zu aufwendig und in der Mikrowelle habe ich mal aus Versehen Schokobrikets, statt flüssige Schokolade produziert, das war dann auch nicht so meines und passte auch gar nicht so gut ins Rezept. Ich nehme einfach einen kleinen Kochtopf, tue die grob zerkleinerte Schokolade rein, Schokoladentafeln haben ja immer so schöne Sollbruchstellen, und schmelze die Schokolade im Topf direkt auf der Herdplatte bei mittlerer Hitze. Das geht, man muss lediglich die ganze Zeit dabeibleiben und genügend umrühren, da es nicht lange dauert bis alles geschmolzen ist, ist das aber nicht weiter schlimm und beim Wasserbad muss man ja auch aufpassen. Aber auch hier gilt: das Endergebnis zählt und das sollte geschmolzene Schokolade sein, die man jetzt kurz zur Seite stellt, damit sie etwas abkühlt. Derweil schlägt (zum Beispiel wieder mit dem elektrischen Schneebesen), die Eigelb schaumig auf. Man kann hier ein wenig Zucker hinzufügen, wenn man das möchte, dann kriegt man es etwas schmauiger hin, aber ich persönlich finde die Schokolade bringt schon genug Süße mit und auch ohne Zucker ist die erreichbare Schaumigkeit völlig ausreichend. IMG_0010
Wenn man also schaumiges Eigelb hat, rührt man die geschmolzene Schokolade langsam unter. Dafür braucht man eigentlich drei Hände, eine für das Rührgerät, eine um die Schokolade einzufüllen, sprich den Topf schräg zu halten, damit sie langsam ins Eigelb läuft, und eine um das Rührgefäß festzuhalten. Die Masse wird jetzt nämlich ziemlich schnell ziemlich zäh und dann kann es einem schonmal passieren, dass sie plötzlich die ganze Schüssel mit dem Rührgerät mitbewegt. Ich hab das mal für euch ausprobiert… die Sauerei durch herumspritzende Schokolade hielt sich glücklicherweise in Grenzen. Es ist jedenfalls total normal und richtig, dass die Masse sehr zäh wird, deswegen ist auch jetzt vielleicht ein schlichter Löffel besser zum Rühren geeignet, als der Schneebesen, egal ob elektrisch oder nicht.
Wenn man diese zähe Schokoeigelbmasse hat, fängt man an den Eischnee unterzuheben. Dazu nimmt man jetzt auch besser einen Löffel, den hat man ja jetzt ohnehin schon in der Hand, weil man ja den Eischnee nicht total zerstören will wieder. Durch den Eischnee wird dann übrigens die Konsistenz wieder deutlich weicher und fluffiger, eben so, wie man sich Mousse au chocolate so vorstellt. Und zum Schluß hebt man noch die Sahne unter. Und jetzt ist es vielleicht sogar etwas flüssiger, als man erwartet, aber das Problem lößt sich problemfrei, indem man die Mousse einige Zeit in den Kühlschrank stellt. Und dann kann man sie zu Nocken oder was auch immer ausstechen und servieren.
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Ein paar Anmerkungen: Mousse au chocolate ist eigentlich nicht schwer zuzubereiten. Das größere Problem ist eigentlich, dass man hinterher unheimlich viele Schalen zu spülen hat, aber dafür gibt es ja Spülmaschinen. Und es ist natürlich sinnvoll, wenn man sich an ein paar Kleinigkeiten hält. Zum Beispiel ist die Reihenfolge der Arbeitsschritte schon recht wichtig. Ich hab es ja schon geschrieben, den Eischnee sollte man vor der Sahne schlagen, mindestens, wenn man das selbe Rührgerät verwenden möchte. Das Eigelb kann man ganz gut während die Schokolade etwas abkühlt schlagen, weil dieser Schaum recht schnell in sich zusammenfällt und die Schokolade ohnehin etwas abkühlen sollte.
IMG_0013Und was die frischen Eier betrifft, da gibt es etwas unterschiedliche Vorstellungen, wie frisch sie sein müssen. Ich habe da nicht so ganz viel Angst vor, wenn die auch schon ein paar Tage im Kühlschrank stehen bei mir und ich habe mir trotzdem noch nie was mit Salmonellen geholt. Natürlich sollte man trotzdem nicht unbedingt uralte Eier nehmen, das ist ja klar. Man kann auch, bevor man die Eier aufschlägt, die Schale ordentlich abwaschen, da die Salmonelle, so sie da sind, erstmal nur aussen an der Schale sind, ans Ei selbst kommen sie erst dadurch, dass es halt in Kontakt mit der äußeren Schale kommt.
Es gibt ziemlich viele Rezepte, nach denen man das Eigelb mit 50g Zucker schaumig rühren soll. Tut das nicht! Zwar wird die Eigelbmasse dadurch minimal flauschiger, aber die Mousse wird dann auch zu süß. Vor allem, wenn man statt Zartbitter vielleicht auch noch Vollmilchschokolade nimmt, die ja noch etwas süßer ist. Überhaupt, es ist natürlich überhaupt kein Problem die Schokoladensorte nach Belieben zu wählen, also die mit einem Kakaoanteil zu nehmen, den man eben selbst bevorzugt. Ob weiße Schokolade in diesem Rezept funktioniert, habe ich noch nicht ausprobiert, aber Vollmilch, Zartbitter oder auch Edelbitter mit 70%, 80% oder auch mehr, funktioniert auf jeden Fall. Und wenn einem bei sehr hochprozentiger Schokolade etwas zusätzliche Süße lieber ist, darf man diese natürlich zufügen 😉
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