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Schnelle Curry-Rahm-Nudeln

Vorgestern bin ich auf die Blogparade “Kochen in 20 Minuten” von Marsmädchen aufmerksam geworden und dachte mir, dass ich daran teilnehmen muss. Natürlich habe ich schon das eine oder andere schnelle Gericht gepostet, aber bisher habe ich selten darauf hingewiesen. Vielleicht sollte ich zumindest mal einen Tag einführen und nutzen, für Gerichte unter 20 Minuten oder ähnliches.
Heute gab es jedenfalls ein Gericht, welches ich schon länger immer mal wieder koche, aber bisher noch nicht verbloggt habe, dabei ist es echt extrem lecker. Also habe ich die Gelegenheit, dass ich etwas kochen und verbloggen wollte, das in weniger als 20 Minunten zubereitet ist, ergriffen, um euch endlich Curry-Rahm-Nudeln mit Hack und Karotten vorzustellen. Das Rezept habe ich ursprünglich von chefkoch, da wird man ja öfter mal fündig, aber wie immer habe ich es ein wenig abgewandelt.

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Zutaten (für 2-3 Personen):
300g Pasta (z.B. Fusilli)
300g Hackfleisch (Rind oder gemischt, je nach Geschmack)
300g Karotten
125g Mascarpone
Curry
Salz, Pfeffer

Zuerst setzt man das Kochwasser für die Nudeln auf, also zumindest wenn man so einen schlechten Herd hat wie ich, der ewig braucht, um das Wasser zum Kochen zu bringen. Während man auf das Blubbern aus dem Wassertopf wartet, beginnt man die Karotten vorzubereiten. Ich hatte heute so dunkelrote Karotten gefunden, die habe ich nicht geschält, sondern nur ordentlich gewaschen und dann in Scheiben geschnitten, aber es gibt natürlich auch Sorten, die man vielleicht schälen möchte. Wenn dann das Wasser endlich kocht, fügt man zuerst Salz hinzu und schüttet dann die Nudeln und die Karottenscheiben hinein. Ja, genau, das kocht man einfach beides zusammen, ich habe festgestellt, dass das zeitlich gut passt, außerdem ist es am einfachsten.
Während man die Karotten vorbereitet und auf das Wasser wartet, kann man auch schonmal eine Pfanne auf den Herd stellen und heiß werden lassen. In dieser brät man dann das Hackfleisch an, je nach Pfanne mit mehr oder weniger oder auch ohne Öl. Da ja noch Mascarpone dazu kommt, braucht man Öl für den Geschmack eindeutig nicht, ich habe mit meiner beschichteten Pfanne deswegen komplett darauf verzichtet. Wenn das Hackfleisch durchgebraten ist gibt man den Mascarpone dazu und läßt ihn schmelzen. Das geht ziemlich schnell. Nun kommt das Currypulver dazu, außerdem Salz und Pfeffer und wird verrührt. Sowohl beim Currypulver, als auch beim Salz würde ich nicht sparsam sein. Curry-Rahm-Gerichte vertragen für meinen Geschmack recht viel Salz und erst recht viel Curry. Curry ist toll!
Jedenfalls, wenn man Glück hat, sind genau jetzt die Nudeln al dente und man kann sie abgießen und mit der Curry-Rahm-Hack-Soße mischen. Ich habe das in dem Topf gemacht, in dem ich die Nudeln gekocht hatte, weil ich keine passende Schüssel habe, aus der mir beim Mischen nicht die Hälfte rausgefallen wäre.

Fazit: Sehr, sehr lecker, sehr, sehr schnell gemacht und relativ mächtig. Leider nicht so übermäßig fotogen, aber immerhin kann man schön erkennen, dass ich diese tollen Möhrchen hatte, mit dem dunkelroten Rand, die tatsächlich auch irgendwie möhriger schmecken, als die normalen, reinorangenen. Übrigens habe ich dieses Gericht in einer absoluten Curry-Phase entdeckt. Damals habe ich an alles was pikant war und Sahne beinhaltete Curry getan. Kann man auch machen, passt nämlich wirklich immer. Oder zumindest fast immer. Aber mir fällt jetzt spontan tatsächlich kein herzhaftes Gericht mit Sahne ein, wo Curry als Gewürz nicht dazu passen würde.

Spaghetti Carbonara

Es gab schon wieder etwas mit frischem, rohen Ei bei mir. Aber dieses Mal werde ich mich nicht so umfangreich über den Umgang mit rohem Ei auslassen, weil ich das ja bereits bei der Mousse au chocolate tat. Außerdem, wie ich es auch dort bereits erwähnte, gibt es ja unterschiedliche Meinungen dazu, wie vorsichtig man sein muss mit rohem Ei und ich will da auch niemand zu meiner Sicht der Dinge überreden. Dafür habe ich leckere Spaghetti Carbonara gekocht, die ich mit Linguine, anstelle von Spaghetti zubereitete.

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Zutaten für 2 Portionen:

300g Spaghetti (oder eben Linguine)
100 ml Sahne
3 Eier
50 g Peccorino
50 g rohe Schinkenwürfel
Olivenöl
Pfeffer, schwarz

Zubereitung:
Zuerst wird die Pasta bissfest gekocht, in Salzwasser, auch wenn ich das Salz jetzt in der Zutatenliste nicht extra angegeben habe.
Währenddessen kann man die Schinkenwürfel in etwas Olivenöl anbraten/ auslassen, den Peccorino reiben und selbigen dann mit dem Ei und der Sahne verquirlen.
Wenn die Nudeln fertig sind, gießt man sie ab, danach kommen sie sofort zurück in den Topf und man fügt die Schinkenwürfelchen hinzu und rührt ein kleines bisschen um. Und dann fügt man die Ei-Käse-Sahne-Mischung hinzu und hebt auch diese unter. Man sollte währenddessen den Topf natürlich nicht mehr/ wieder auf der heißen Herdplatte stehen haben, denn Carbonara zeichnet sich ja dadurch aus, dass sie eben mit rohem Ei ist, dieses also eben gerade nicht stockt, und das klappt man besten, wenn man den Topf beim Unterheben des Eis nicht mehr auf dem Herd hat.
Zuletzt richtet man alles auf dem Teller an, für die Optik kann man noch ein kleines bisschen geriebenen Peccorino über die Nudeln geben und/ oder frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer. Zusätzliches Salz ist eher nicht nötig, da ja sowohl der Käse, als auch der Schinken schon gut Salz mitbringen.

Für diese Carbonara habe ich ja jetzt ganzes Ei genommen, unter anderem, weil ich das auch bei Köchen aus Italien schon gesehen habe, also bei Kochsendungen. Es gibt aber auch viele, die nur Eigelb nehmen, was den Geschmack etwas intensiviert und was ich beim nächsten Mal vielleicht auch wieder machen werde. Lecker ist es so oder so, aber der Geschmack ist eben ein bisschen unterschiedlich.
Ich habe auch festgestellt, dass die Ei-Sahne-Mischung eigentlich etwas zuviel war, man könnte also auch nur 2 Eier und nur 70 ml Sahne nehmen. Oder eben das Eiweiß weglassen, damit ist es dann ja auch schon weniger Flüssigkeit. Ich habe dann den Soßenrest zusammen mit Nudeln angebraten noch später, bei einem Resteessen, aber das gehört jetzt ja nicht direkt zu diesem Rezept und ist kein eigenes Rezept geworden.

Zweierlei Pastasoße

So, jetzt komme ich endlich mal wieder dazu, hier zu schreiben, ich habe den Blog ja sträflich vernachlässigt zuletzt. Das lag natürlich nicht daran, dass es nichts zu essen bei mir gab. Jetzt jedenfalls melde ich mich endlich mal wieder und werde von ein paar kulinarischen Highlights der letzten Wochen und auch der nächsten Wochen berichten. Heute beginne ich gleich mit zweierlei Pasta-Sauce:
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Brokkoli-Karotten-Soße

500g Brokkoli
400g Karotten
150g gekochter Schinken
125g Mascarpone
Salz, Pfeffer
350g Pasta

Gekochten Schinken kleinschneiden und in etwas Öl (ich nahm Rapsöl) im Topf anbraten. Brokkoli in kleine Röschen teilen, Karotten schälen und würfeln, beides zum Schinken in den Topf geben, etwas Wasser (ca. 250ml) zugießen und weich dünsten. Wenn man den Deckel auf dem Topf lässt und nur mittlere Hitze einstellt, braucht man wirklich nicht mehr Wasser und der Vorteil ist, dass man Gemüse und Schinken nicht abgießen muss. Wenn das Gemüse weich ist bzw. die erwünschte Bissfestigkeit hat, das mag ja jeder anders, rührt man den Mascarpone unter das Gemüse und würzt mit Salz und Pfeffer. Man kann auch etwas Gemüsebrühe nehmen, aber eigentlich reicht Salz und Pfeffer hier für guten Geschmack. Wer mag kann noch Kräuter zufügen, und/ oder eine Prise Muskatnuss. Ja…. Und damit wären wir auch schon fertig. Also bis auf die Tatsache, dass ich noch erwähnen sollte, dass man nebenbei noch die Nudeln bissfest garen sollte, weil man die ja gerne dazu haben möchte und nicht danach.

Schon fertig, deswegen haben wir auch noch Zeit für ein zweites Rezept, nämlich:

Tomatensahnesoße mit Hackbällchen 20140612_193938

1 kleine Dose Tomaten
100ml Sahne
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
250g Hackfleisch (Rind oder gemischt)
350g Pasta
Salz, Pfeffer

Aus dem Hackfleisch mit feuchten Händen kleine Bällchen formen. Wer möchte kann das Hack vorher mit einem Ei, etwas Semmelbröseln und Kräutern mischen, aber das habe ich nicht getan und es war trotzdem sehr lecker. Wenn jedenfalls die Bällchen fertig sind, egal ob aus reinem Hack oder aus einer beliebigen „Frikadellenmischung“, schneidet man die Zwiebel in kleine Würfel und brät selbige dann zusammen mit der gepressten oder kleingeschnittenen Knoblauchzehe in etwas Olivenöl im Topf an. Dann fügt man die Hackbällchen hinzu. Wahrscheinlich werden sie ein kleines bisschen am Topfboden festkleben und ein kleines bisschen kaputtgehen, aber wirklich nur ein bisschen (außer natürlich ihr rührt mit zu viel Gewalt um, dann habt ihr am Ende doch keine Bällchen, sondern krümelig gebratenes Hack). Wenn die Bällchen rundum angebraten sind kommen die zerkleinerten Dosentomaten hinzu. Jetzt alles mit Salz und Pfeffer würzen, wer mag kann noch getrocknetes Basilikum oder Oregano oder beides zufügen. Und zum Schluss kommt natürlich noch die Sahne dazu. Auch schon fertig, da wir ja wieder so geistesgegenwärtig waren, die Pasta nebenher zu garen.
Beide Pasta-Soßen sind meiner Meinung nach sehr lecker, sie gehen beide sehr schnell und auch wenn auf beiden Bildern die gleiche Nudelsorte ist: es gab die beiden Soßen nicht am selben Tag.

Paprika-Salami-Nudelsoße

Es gibt ein neues Rezept. Mal wieder ein recht schnelles. Aber Nudeln mit Soße sind ja tatsächlich meistens recht schnell, das ist ja gerade das praktische daran. Und das Nudeln mit Soße auch noch lecker sind, macht das ganze noch praktischer. Also, gestern Abend gab es:

Nudeln mit Paprika-Salami-Soße
Zutaten:
Chorizo-Salami
gegrillte Paprika (aus dem Glas)
Zwiebel
Knoblauch
Tomatenmark
Olivenöl
Nudeln (logischerweise, dafür ist die Soße ja)

Zubereitung:
Zwiebel schälen und klein schneiden, Knoblauch schälen und durch die Knoblauchpresse drücken, beides zusammen in wenig Olivenöl anbraten. Die Salami klein schneiden und zu den bratenden Zwiebeln geben, mitbraten. Die Paprika kleinschneiden und dazu geben. Tomatenmark zugeben und kurz anschwitzen, dann mit Wasser auffüllen und noch ein kleines bisschen köcheln lassen.

Die Nudeln nach Packungsanleitung kochen, wie das in solchen Fällen so schön heißt, auf Teller geben und Soße darüber geben.
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Mit Mengenangaben tue ich mich gerade etwas schwer, weil ich überhaupt nicht darauf geachtet habe. Ich hab genug Soße für 500g Nudeln aka 3-4 Portionen gemacht. Ich schätze es waren 150 – 200g Salami und etwas mehr als ein Drittel der Paprika (580ml Glas in etwa), eine Zwiebel und 2 Knoblauchzehen. Also letzteres natürlich nicht geschätzt, soweit kann ich dann doch noch zählen. Tomatenmark war ca. 2 EL, vielleicht auch etwas mehr. Da die Salami ja recht hochkalorisch ist, sollte man wirklich beim Olivenöl sparsam sein, aber zum Zwiebeln anbraten braucht man es halt. Man könnte natürlich evtl. die Paprika ohne Öl anschwitzen und dann erst Zwiebeln und Knoblauch zufügen. Statt Paprika aus dem Glas kann man natürlich auch frische Paprika nehmen und diese in kleine Streifen schneiden, da ich es aber nicht so mit warmer Paprika mit Haut habe, habe ich eben die gegrillte genommen, die ist enthäutet. Ach ja, und auf Gewürze habe ich deswegen verzichtet, weil die eingelegte Paprika schon etwas gewürzt ist und die Salami vor allem ja auch, da braucht man wirklich keine weiteren Gewürze, den Unterschied merkt man eh erst dann, wenn es zu salzig wird. Wenn man statt Salami nach Chorizoart eine mildere Sorte nimmt, kann man nach Geschmack vielleicht etwas Schärfe in Form von Paprikapulver rosenscharf oder Chili zugeben. Statt Salami am Stück, kann man natürlich auch Salamischeiben nehmen, die man dann in Streifen schneidet, die muss man dann etwas kürzer anbraten natürlich nur. Man kann auch mehr Zwiebel nehmen, da mein Freund aber nicht so der Zwiebelfan ist, habe ich nur wenig genommen… ach ja, und ich hatte auch ohnehin nur noch die eine Zwiebel da. Wenn man mal davon absieht, dass man ein wenig schnibbeln muss, ist die Soße ziemlich schnell zubereitet, also gut für Abende unter der Woche, wenn man von der Arbeit kommt und keinen Bock auf was kompliziertes hat, aber trotzdem mal nicht nur einfach Tomatensoße zu den Nüdelchen will.

Guten Hunger!

Nudeln mit Auberginen-Tomaten-Soße

So, ich hab schon viel zu lange nichts mehr geschrieben, aber na ja, das Leben da draußen war so ein kleines bisschen fordernd. Die meisten haben es ja bei Twitter mitgekriegt, ich fange in ein paar Tagen (es sind wirklich nur noch ein paar Tage, nicht mal mehr zwei Wochen) mit einer zweiten Ausbildung an, weil ein Hochschulabschluss ja nicht reicht und ich will ja auch eh viel lieber Nerd werden und deswegen mache ich jetzt noch eine Ausbildung zur Fachinformatikerin Anwendungsentwicklung. Und dafür musste ich mir eine Wohnung suchen und einen Umzug organisieren und so, weil 300 km pendeln einfach eher blöd ist.
Jetzt ist das meiste organisiert und ich muss nur noch Kisten packen und den Schlüssel abholen und den Umzug machen und vorher renovieren und eigentlich ist es immer noch ziemlich viel, aber ich weiß jetzt, dass ich eine Wohnung habe und nicht pendeln muss und alles ist gut. Und weil ich gerade noch keine leeren Umzugskisten hier habe und so und die ersten Tagen in der neuen Wohnung keine Küche haben werde, sondern nur eine Mikrowelle, habe ich gerade Zeit zu kochen und kann es die letzten Tage nochmal ausnutzen, dass ich hier zumindest eine leidlich gut ausgestattet Küche habe. Ich muss dann ja im November die ersten ein oder zwei oder wenn ich Pech habe sogar drei Wochen eher Brot und Fertigfutter futtern.
Also habe ich gekocht, echt gekocht, richtiges Essen, nix Fertigfutter. Es gab:

Nudeln mit Auberginen-Tomaten-Soße

20131024_192344Zutaten (je nach Hunger für 1-3 Portionen):
200g Nudeln
1 Aubergine
1 Zwiebel
1 große Knoblauchzehe
250g Cocktailtomaten
Zitronensaft
Olivenöl
Salz und Pfeffer
Parmesan, gerieben oder gehobelt

Zubereitung:
Die Aubergine (ich lieb derzeit Auberginen total) würfeln und mit Salz und Zitronensaft vor sich hinziehen lassen. Währenddessen habe ich die Nudeln gekocht, also während die Aubergine sauer zog. Dann habe ich Olivenöl (es waren 1-2 EL) in den jetzt leeren Nudeltopf getan und warm werden lassen und die Auberginenwürfel hineingetan, die fingen dann an vor sich hinzubraten. Während sie das taten, schnitt ich die Zwiebel, es war eine weiße, also nicht so eine normale, sondern so eine ganz weiße, ganz, ganz weiß. Ich musste heulen wie schon ewig nicht mehr beim Zwiebelschneiden. Keine Ahnung, ob die ganz weißen Zwiebeln mehr zum Heulen sind, als diese eher etwas gelblichen? Aber ich habe es geschafft, letztlich war die Zwieble würfelig und kam zur Aubergine in den Topf. Zwischendurch umrühren nicht vergessen! Soll ja alles nicht anbrennen und so. Dann hab ich die Knoblauchzehe durch die Presse in den Topf gejagt, also gedrückt. Und dann hab ich die Tomaten halbiert und dazugegeben und weil ich noch zwei normale Tomaten hatte, habe ich die auch gewürfelt und noch dazu getan. Zum Schluss habe ich den Zitronensaft zugegeben, der noch in der Schale war, in der die Aubergine zog und dann hab ich die Nudeln untergerührt und ein bisschen ziehen lassen und dann fiel mir ein, dass ich noch Pfeffer dazutun könnte, was ich auch tat.
Gegessen habe ich das Ganze auch, mit Parmesan bestreut, ich hatte leider nur geriebenen, ich hätte lieber gehobelten gehabt, also etwas gröber. Aber der geriebene war auch lecker und hat sehr gut gepasst. Überhaupt war es lecker. Leider, leider, ist es ein kleines bisschen bitter gewesen im Nachgeschmack, aber auch nur manche Bissen, also nicht alles. Vielleicht war die Aubergine an manchen Stellen doch ein kleines bisschen angebrannt. Oder es waren nicht alle Würfel gut genug durch? Oder es war Pech. Aber eigentlich war es echt lecker! Und frisch, sommerlich, auch wenn gar nicht mehr Sommer ist. Und der Parmesan muss dazu definitiv sein!

Notfall-Spaghetti mit frischen Tomaten

Manchmal passiert es ja, dass man Hunger hat, aber eigentlich gar nichts im Haus ist. So ging mir das am Sonntag. Wir waren das Wochenende über unterwegs gewesen und kamen Sonntag wieder und wie das so ist, hatten wir dann aber doch auch noch mal Hunger abends. Zuerst haben wir dann überlegt Pizza zu bestellen, aber irgendwie konnte uns dann doch keiner der im Internet gefundenen Pizzabringdienste überzeugen. Ich gestehe, ich kann da auch quengelig sein, wenn ich nicht so richtig das kriege, was ich will und/ oder es mir deutlich zu teuer scheint. Jedenfalls, das Ende vom Lied war, dass ich dann doch mal in der Küche gestöbert habe und ich fand dann doch noch ein leckeres Abendessen.

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Zutaten (für 2 Personen):
300g Spaghetti
125g Speckwürfelchen
Tomaten (waren vielleicht auch 300g, vielleicht auch 400g)
1 EL Rapsöl
100ml Milch
Salz, Pfeffer

Zubereitet war das ganze sehr einfach, ich habe die Spaghetti gekocht. Dann habe ich die Speckwürfel im Öl angebraten, dann habe ich etwas Wasser zugegossen, die kleingeschnittenen Tomaten zugegeben und am Ende noch etwas Milch zugegeben und mit Salz und Pfeffer gewürzt.
Das Ergebnis sah auf, wie auf dem Bild und war warm und sättigend und auch wirklich lecker. Und ich hätte es auch lecker gefunden, wenn ich weniger Hunger gehabt hätte und weniger quengelig gewesen wäre und es war auch okay, dass es keine Pizza war.

Schweinegulasch à la Conja

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Nach langer Zeit gibt es mal wieder einen Beitrag von mir, es gab mal wieder etwas zu Essen. Also nicht, dass ich in der Zwischenzeit nichts gegessen habe, aber es war nicht blogwürdig. Aber heute habe ich Schweinegulasch gemacht und mich dabei zwar von vorhandenen Rezepten inspierieren lassen, aber letztlich das Rezept doch selbst erfunden. Und weil ich es unkompliziert mag, war es das auch. Ein bisschen gedauert hat es zwar, aber das hat der Herd für mich erledigt. Aber fangen wir mal an mit den Zutaten (für 2 Personen):

IMG_1372500g Schweinegulasch (man kann natürlich auch Rind nehmen, oder gemischt)

100 ml Sahne

100g Schmand

1 Zwiebel

Etwas Tomatenmark (ca. 1-2 TL voll)

Ca. 500 ml Brühe

1 EL Öl (ich nahm Rapsöl)

Curry, Zimt, Pfeffer, eine Prise Zucker

Zubereitet habe ich wie folgt: zuerst Zwiebel und Fleisch klein würfeln. Gulasch kriegt man ja meist doch in eher großen Stücken gekauft, es schadet nicht, das zu verkleinern. Dann die Zwiebelwürfel im heißen Öl anbraten, das Fleisch dazu geben und ebenfalls anbraten. Jetzt kommen das Tomatenmark und die Gewürze dazu (ruhig reichlich würzen, das verträgt das Gulasch), kurz mit anbraten, dann mit der Gemüsebrühe auffüllen und die Temperatur runterschalten. Jetzt kommen noch Sahne und Schmand dazu und werden schön untergerührt und dann läßt man das Ganze eine kleine Ewigkeit auf kleiner Flamme vor sich hin köcheln. Hin und wieder sollte man mal danach schauen und ein kleines bisschen rühren. Wenn die Flüssigkeit in etwa auf die Hälfte reduziert ist, kann man essen. Oder es noch weiter köcheln lassen und später essen. Irgendwann muss man halt wieder etwas Wasser nachgießen, weil es sonst anfängt anzubrennen.
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Bei uns gab es dazu Kartoffelklöße, man könnte auch einfach Salz- oder Pellkartoffeln dazu essen, oder Nudeln. Ich glaube Reis finde ich persönlich nicht ganz so passend. Durch Curry und Zimt bekommt das Ganze eine persische Note, das Schwein ist natürlich gar nicht persisch, aber ich hatte eben gerade Schwein da und kein Rind. Relativ wichtig ist bei dem Gericht, dass man es wirklich lange köcheln läßt, nicht nur wegen der Reduktion der Soße, sondern auch, weil dadurch das Fleisch schön mürbe wird. Meine Ewigkeit könnte übrigens in etwa eine Stunde gedauert haben, ich hab nicht so genau auf die Uhr geschaut, sondern danach, wie es im Topf so aussah.
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Ich habe übrigens hinterher noch eine Dose Pilze warm werden lassen in meiner Hälfte Gulasch. Wenn alle Mitspeisenden Pilze essen, kann man die auch schon früher reintun. Und wenn man Dosenpilze doof findet, kann ich das verstehen und man kann total problemlos frische Champignons nehmen. Diese dann einfach zusammen mit Zwiebel und Fleisch kleinschneiden und nach den Zwiebeln in den Topf geben und dann eben das Fleisch und weiter wie oben beschrieben. Paprika könnte man alternativ auch dazu tun, oder zusammen mit den Pilzen. Aber der geneigte Leser weiß ja vielleicht bereits, dass ich warme Paprika nicht so sehr liebe.
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Fazit: es war lecker genug, dass ich das Rezept für teilungswürdig befunden habe, offensichtlich. Und wenn man nicht sofort verhungert, sondern ein bisschen Zeit hat zum Kochen, ist es auch wirklich nicht schwierig. Und durch die Gewürze ist es ein bisschen exotisch. Ich mag das ja durchaus mal exotisch. Und statt Curry sollte man eigentlich nur Kurkuma nehmen, aber dann hätte ich nochmal einkaufen gehen müssen, deswegen hab ich Curry genommen. Und weil wir alles aufgegessen haben, gibt es leider mal wieder kein Bild. Vielleicht liefere ich irgendwann mal eines nach, wenn ich das mal wieder koche und dran denke. Aber beschwören kann ich es nicht.

Edit: Dass es bei mir zu dem Gulasch Kartoffelstäbchen gibt liegt übrigens daran, dass die Iranerin, von der ich zu dieser Art Gulasch zu würzen inspiriert wurde, ihr Gulasch immer mit diesen Kartoffelstäbchen dekorierte und servierte. Und das Gulasch ist so auch deutlich fotogener, als solo. Ist ja leider so, Gulasch ist zwar sehr lecker, aber nicht so richtig sehr fotogen.

Knöpfle mit Pfirsich-Schinken-Soße

IMG_0327Heute habe ich mal wieder gekocht. Ganz alleine! Es gab Knöpfle mit Pfirsich-Schinken-Soße und es war sehr lecker. Und weil ich das Rezept selbst erdachte und für gelungen empfinde, kriegt ihr es von mir.

Zutaten (ich würde sagen für 2 Personen):
1-2 Zwiebeln
100g Kochschinken
150g Mascarpone
100 ml Gemüse- oder Fleischbrühe
½ Dose Pfirsich (ca. 200-300g)
Curry, Öl
400g Knöpfle

Zubereitet habe ich das ganze wie folgt: Zwiebeln würfeln und in etwas Öl anbraten (ich hab Rapsöl genommen, weil mir ein eher geschmacksneutrales Öl sinnvoll erschien), den gewürfelten Kochschinken dazugeben und kurz mit braten. Die Brühe zugießen. Mascarpone in der Soße auflösen, mit Curry abschmecken, dann den gewürfelten Pfirsich und die Knöpfle zugeben und warm werden lassen. Fertig!
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Ging mal wieder ziemlich schnell und war auch nur ein kleines bisschen zum Weinen und das auch nur, weil die Zwiebel halt geschnitten werden muss. Danach weint man allerhöchstens noch, weil es so lecker ist. Den Dosenpfirsich verwendete ich übrigens der Jahreszeit wegen. Im Sommer könnte man frischen nehmen, hier würde es sich anbieten ihn vorher zu häuten. Man könnte, wenn man dazu zu faul ist, wahrscheinlich auch im Sommer Dosenpfirsich nehmen. Alternativ passt bestimmt auch Mango, da ist die Jahreszeit auch wieder egal, weil die ja ohnehin eingeflogen wird. Je nach Geschmack könnte man das Obst vielleicht auch noch weiter variieren.
Ich hab alles hinterher noch mit etwas Käse überbacken. Das hat gut dazu gepasst. Ohne wäre auch lecker gewesen. Eventuell muss man noch ein bisschen salzen, je nachdem, wie salzig die Brühe ist. Ich persönlich finde, dass Curry-Sahne-Gerichte relativ viel Salz vertragen, aber wie gut das ist, darüber kann man sich ja vortrefflich streiten. Und dann ist es ja noch eine Frage des jeweils höchsteigenen Geschmacks, der in diesem Fall unter anderem auf Gewöhnung beruht, wie viel Salz man mag.
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Den Mascarpone kann man übrigens natürlich durch Sahne ersetzen. Dann würde ich empfehlen weniger Brühe zu verwenden, da die Sahne ja flüssiger ist. Wenn man die Brühe mit gekörnter Brühe anrührt, ist das natürlich unerheblich, also dann kann man weniger Wasser, aber genauso viel Brühe nehmen. Oder man lässt die Soße etwas einkochen, wozu ich ehrlich gesagt gerne mal zu faul bin, deswegen Mascarpone…
Ach ja, Knöpfle sind übrigens kleine, recht rundliche, Spätzle. Mir gefallen sie irgendwie noch ein bisschen besser als ihre langen Geschwister. Einen logischen Grund dafür gibt es nicht. Und ich würde fast annehmen, dass die Soße auch zu anderen Teigwaren schmeckt.

Gnocchi mit Spinat-Käse-Soße

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Ich habe heute mal wieder selber gedacht beim Kochen. Inspiriert wurde ich dabei von einem Kochbuch, aber das Endergebnis war so anders als das Rezept aus dem Buch, dass ich das neue Rezept einfach komplett hier preisgebe. Und für meine Koch-Challenge werde ich es dreisterweise dennoch zählen.

IMG_1038Zutaten für 2 Personen würde ich persönlich sagen, 3 bis 4, wenn es noch Salat dazu gibt:
500g Gnocchi
125g Mascarpone
250g Blattspinat (TK-Ware)
100g Gorgonzola
50g Parmesan
1-2 Knoblauchzehen
Etwas Milch
Salz, Pfeffer, Muskatnuss

Den Blattspinat, so er noch nicht aufgetaut ist, mit etwas Wasser in einem Topf auftauen und den Knoblauch mit einer Presse hineinpressen. Dann den Mascarpone dazugeben und schmelzen lassen. Höchstwahrscheinlich bietet es sich jetzt schon an, etwas Milch zuzugießen, damit man noch etwas mehr Flüssigkeit hat (ca. 100 ml, vielleicht auch 150 ml). Als nächstes kommt der Gorgonzola dazu, dann der geriebene Parmesan. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. Mit dem Salz kann man sparsam sein, der Käse ist ja auch salzig. Wenn sich alle Käse aufgelöst haben, kommen die Gnocchi dazu. Dann lässt man diese ein paar Minuten mitköcheln und gibt sich währenddessen Mühe soviel zu rühren, dass nichts anbrennt.
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Das war’s dann auch schon, kann man dann jetzt so essen. Ist böse lecker und geht schnell und ist einfach und schmeckt wirklich viel toller, als man bei so wenig Rezept vermuten würde! Weniger ist eben wirklich manchmal mehr. Am kompliziertesten ist glaube ich die Sache mit dem Rühren, damit nichts anbrennt, das habe ich zumindest nicht hingekriegt. Mit dem vielen Käse bäckt das halt wirklich sehr schnell am Topfboden fest, sobald die Gnocchi im Topf sind. Da aber alles schnell geht, ist das für den Geschmack nicht schlimm, nur für denjenigen der hinterher spült ein bisschen.
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Ich würde übrigens empfehlen fertige Gnocchi zu kaufen, zum einen sind die anderen ja doch sehr viel Arbeit und zum anderen werden die fertigen so weich in der Soße, ich glaube selbst gemachte würden zerfallen, die sind ja meist weicher, als die gekauften.

Fazit: Man soll sich ja nicht selbst loben und das Rezept ist ja auch nur zu 80% auf meinem Mist gewachsen, die übrigen 20% waren Inspiration von außerhalb. Aber es war schon ziemlich genial lecker. Na gut… ich hatte Hunger. Aber trotzdem, die letzten Bissen waren auch immer noch böse lecker. Ich kann das weiterempfehlen!